SYSTEM:           GameBoy Advance
ENTWICKLER:
THQ

GENRE:             Jump'n Run
SPIELER:          1 Spieler
HANDBUCH:    Mehrsprachig
Speicher:           Paßwort

SCHWIERIGKEIT:    2-8
SECRETS:                JA
SPRACHHÜRDE:    Keine
PREIS:                       ca. 100DM
TERMIN:                     Erhältlich

Dieser Testbericht wurde geschrieben von Matthias Engert am 08.12.2001


CHEATS: JA
KOMPLETTLÖSUNG: NEIN
TIME TRIAL / SCORES: NEIN

Also ich muß schon sagen. Das Weihnachtsgeschäft 2001 ist das bisher heftigste was Software angeht, das ich in 4 Jahren Mag'64 Geschichte miterlebt habe. Alle Firmen stoßen eine riesige Menge Spiele aus, das man sich ab und zu fragt wer das alles kaufen soll. Allerdings gehören in diesem Winter viele Spiele dazu, die ihre Existens einer berühmten Lizens oder einem aktuellen Kinofilm verdanken. Was Harry Potter auf der einen Seite ist Atlantis auf der anderen. Das es zu Herr der Ringe noch kein Spiel gibt wundert mich da regelrecht. Aber egal. Auch hier darf der Spieler wieder zwischen der GBA und der GBC Version wählen. Auch hier nehmen wir logischerweise die GBA Version als erstes unter die Lupe. Die Story dreht sich im Spiel wie im Film um den Hauptcharakter namens Milo, der das Vermächtnis seines Großvaters vollenden will und die verlorene Stadt Atlantis finden möchte. Vom Wissenschaftler Whitmore beauftragt macht sich Milo auf den Weg die verlorene Stadt zu finden. Nach dem Einschalten darf wieder aus mehreren Sprachen gewält werden, wobei auch hier deutsch dabei ist. Das Hauptmenu bietet dem Spieler den Punkt neues Spiel, Fortsetzen und die Optionen. Sie dienen dem Spieler den Sound einzustellen, sowie die Tastenbelegung zu verändern. Desweiteren kann man sich in den Credits die Macher des Spiels anschauen. Wählt man ein neues Spiel wird dem Spieler die hier recht klein gehaltene Story im Spiel erzählt. Das alles in einem schön gemachten und teilweise animierten Vorspann. Diese Sequenzen ziehen sich durch das ganze Spiel und wissen zu gefallen. Gerade die Unterwasser Sequenzen mit dem U-Boot Ulysses sind gut gemacht. Im Handbuch sucht man eine Story Erklärung vergeblich. Vor dem Spieler liegen im gesamten 10 Level, die es zu durchqueren gilt. Dabei ist Atlantis ein Jump'n Run der gewöhnlichen Art. Thematisch sind die Level entweder innerhalb des U-Bootes angesiedelt oder auf dem Meeresgrund und natürlich in Atlantis. Vor jedem Level bekommt Milo Aufträge die er erfüllen muß um das Level zu beenden. Neben der Jumper Action sind dies oft die größten Herausforderungen. Sei es Personen zu treffen, im U-Boot die Crew vor dem Untergang retten oder magische Kristalle einzusammeln. Viele Level besitzen zudem noch ein Zeitlimit in dem viele Aufgaben zu erledigen sind. Meist 5 Minuten stehen da für das erledigen bereit. Vom Spielprinzip her nichts anderes als Wario. Auf eine Stufe kann man die Spiele aber dennoch nicht stellen. Eine Schwierigkeitsgrad gibt es hier im Spiel nicht. Braucht es auch nicht. Das Spiel bringt einen auch so ab und zu zur Weißglut. Grund ist eine Steuerung, die in bestimmten Leveln den Spieler an den Rand des Wahnsinns treibt. In reinen 2D Leveln steuert Ihr mit dem Kreuz den guten Milo nach links und rechts sowie natürlich nach oben und unten.


Ihr könnt springen und per L und R-Taste jeweils den Screen nach oben oder unten bewegen um die Umgebung zu untersuchen. Ein gutes Feature. Mit der B-Taste kann man Milo bestimmte Items benutzen, die man veteilt in den Leveln findet. Diese hat man immer nur temporär, das heißt wenn man ein neues, anderes findet wird das alte ersetzt. Auch das kann in bestimmten Situationen nervig sein. Braucht man z.b. an einer bestimmten Stelle im Spiel Sprengstoff um z.b. eine Kiste oder einen Weg freizubomben und man hat gerade in diesem Moment vielleicht den Bumerang sieht man ganz schön alt aus. Denn die Suche nach dem Item wird zum fast kompletten neuen Beginn des Levels. Man kann sie ebenfalls nutzen um Schalter zu aktivieren, oder Brände zu löschen die den Weg versperren. Dazu kommt eine Sprung Steuerung, die mir gerade im 5. Level die Zornesröte in's Gesicht getrieben hat. Drückt man die Sprungtaste im Stand springt Milo nur ein kurzes Stück. Tut man dies im Rennen kann man kaum hinterherschauen. Problem ist zum einen das der Übergang zwischen Stand und Rennen manchmal sehr knapp ist und zum zweiten das Milo nach der Landung nicht unbedingt gleich stehenbleibt. Gerade im 5. Level wo man oft auf knappe Plattformen springen muß ist das tödlich. Man sollte springen und danach sofort die Finger vom Kreuz nehmen. Ideal ist das sicher nicht. Problem gerade in diesem Level ist das teilweise Plattformen von Wasserfällen überschüttet werden. Was grafisch ganz nett aussieht sorgt für Rutschen wie auf Eis. Im Rennen so auf eine Plattform und man rutscht postwendend auf der anderen Seite wieder herunter. Will man in der Luft korrigieren kommt die sehr direkte Steuerung in's Spiel, die mehr Schaden anrichtet als Freude macht. Hier hat man zuviel des guten gemacht. Dann lieber eine träge Steuerung mit der man sich auch anfreunden kann. In anderen Leveln wo man sich in festen Umgebungen bewegt mag das gehen. Milo besitzt zu Beginn 3 Leben. Oben links hat er eine Energieleiste die bei Treffern von Gegnern in Form von Räubern oder auch Raubtieren daherkommen natürlich abnimmt. Um sie aufzufüllen gibt es ab und zu Med Kits. Desweiteren hat man eine Kristall Anzeige, die nichts anderes sind als Münzen und auch die gleiche Bedeutung haben wie in anderen Spielen. Hat man eine bestimmte Menge davon bekommt man ein neues Leben. Und die braucht man. Rücksetzpunkte gibt es maximal 1 pro Level, was vor allem durch die Teilung der Level nicht immer optimal ist. Weiß man wohin man muß schafft man ein normales Level ohne Zeitlimit ohne Fehltritt in knapp 10 Minuten. Die Level selber sind recht linear und bereiten wenig Kopfzerbrechen. Einzig wenn man das in jedem Level zu findende Bonusitem erreichen will muß man ein wenig suchen.

Hier gibt es z.b. auch Teleporter, die euch innerhalb des Levels hin und her bringen. Grafisch fällt das Spiel gegenüber der Konkurrenz deutlich ab. Teilweise könnte man meinen ein aufgebohrtes Color Spiel vor sich zu haben. Es gibt Level die gefallen durchaus, aber auch Level wie das U-Boot, die sehr steril und einfach gehalten sind. Hat man ein Level geschafft gibt es zum einen eine Zusammenfassung was Zeit, Aufträge und Bonusitem angeht und man bekommt ein Paßwort um das Spiel fortzusetzen. Das Paßwort merkt sich alle Eigenschaften. Eingesammelte Kristalle wie auch die Anzahl der Leben. Ein Item Menu in diesem Sinne gibt es nicht. Spielt man Level in denen man nicht abstürzen kann ist es ein Jumper der normale Jumper Kost bietet, ohne aber Bäume auszureißen. Plattform und Steuerungskritische Level dagegen sorgen für Frust und der Spielspaß geht in den Keller. Auch die Grafik sorgt hier nicht für Aha Effekte. Der Sound ist angenehm und kommt im mystischen Filmambiente daher. Ebenso gefallen die schon angesprochenen Sequenzen zwischen den Leveln. Aber für einen Must Have Titel viel zu wenig. Selbst Kinogänger finden besser Alternativen im Jumper Genre. Man wird den Eindruck nicht los das die Filmlizens der einzige Trumpf im Spiel ist. Bin hier sehr auf die GBC Version gespannt. Wie auch zu den anderen 2geteilten Spielen. Aber nächste Woche kommen diese GBC Titel alle mit einmal.


PLUS - MINUS LISTE

+ Original Lizens
+ Schöne Sequenzen
+ Komplett Deutsch

- Zu wenig Abwechslung
- Zu direkte Steuerung
- Kaum Rücksetzpunkte
- Mäßige Grafik

ZUSATZINFOS / LINKS

- Publisher THQ
- Disney Website
- Ehapa Comic Reihe

 

KONKURRENZ

- Power Rangers Time Force
- Lady Sia
- Spiderman
- Donald Duck Advance
- Batman Vengeance
- Wario Land 4
- Mario Advance
- Rayman Advance
- Earthworm Jim
- Pinobee: Quest of Heart
- Pitfall: The Mayan Adventure

WERTUNG

GRAFIK:
67%

MUSIK/SOUNDEFFEKTE:
75%

MULTIPLAYER:
--%

GESAMTWERTUNG:
60%

 

Meinungen, Anregungen und sonstiges zum Test bitte an info@mag64.de

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