SYSTEM:           GameBoy Advance
ENTWICKLER:
Ubi Soft

GENRE:             RPG
SPIELER:          1-2 Spieler
HANDBUCH:    Mehrsprachig
Speicher:           Batterie

SCHWIERIGKEIT:    3 - 8
SECRETS:                JA
SPRACHHÜRDE:    Keine
PREIS:                       ca. 40 Euro
TERMIN:                     Erhältlich

Dieser Testbericht wurde geschrieben von Jens Morgenschweiss am 01.08.2002


CHEATS: Nein
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
TIME TRIAL / SCORES: NEIN

Der Name des Spiels erinnert doch sehr an die GBC Kassenschlager Pokémon. Ob beabsichtigt oder nicht. Das Spiel an sich, zeigt deutlich, das man von Kleinigkeiten abgesehen, eine andere Richtung einschlägt. Wenn wir das Hauptmenu erreichen, stellen wir zunächst die Textsprache ein. Nun können wir ein gespeichertes Spiel von den beiden Saveblocks laden oder auch ein neues beginnen. Der Punkt „löschen“ ermöglicht es uns, den Speicher um einen oder auch beide Spielstände zu erleichtern. Mit einem neuem Spiel, wird euch das ganze Prozedere von Poponga und der Abenteurerei erklärt. Das Spiel beginnt damit, das ihr bzw. eure Spielfigur gerade 11 Jahre alt geworden seid und damit in eine bestimmte Kategorie Junge geklettert seid. Denn in Poponga, eurerm Heimatdorf, darf jeder Junge mit 11 Jahren einen Test bestreiten, der ihm nach bestehen als Abenteurer ausweist. Erst als Abenteurer darf man die Insel Dokkano bereisen und für sich bzw. seine Auftraggeber Missionen erfüllen. Zunächst aber müssen wir Jacob, dem Leiter des Amtes für Abenteuerangelegenheiten (3A), beweisen, das wir das Zeug zum Abenteurer haben. Er schickt uns in die Mine, damit wir Diramond finden. Somit ziehen wir los, bewaffnet mit einem (Gurken)Schwert und einem harmlosen Schild. In der Mine treffen wir nun auf die ersten Gegner, die ebenfalls in die Kategorie Harmlos fallen. Doch mit eurer Levelstärke 1 seid ihr ja auch noch nicht der King im Ring. Wie üblich steigen eure Erfahrungspunkte bei jedem Kampf und ihr klettert langsam Level für Level nach oben. Die Kämpfe mit den Monstern laufen nach einem ungewöhnlichen Schema ab. Zunächst wird per verdeckter Kampfkarten ausgewählt, wer angreift bzw. verteidigt. Ist das entschieden, beginnt der Kampf. Die Frage über Treffer und Abwehr wird über das Kinderspiel Stein-Schere-Papier entschieden. Jeder Gegner und natürlich ihr auch habt vor einem Move das Symbol für Stein, Schere, Papier stehen. Greift ihr mit dem Papier Move an und der Gegner entscheidet sich für seinen Scheren Skill, wehrt er euren Angriff ab und sein Verteidigungs Move kommt zu Einsatz. Im Laufe des Spiels merkt man sich von einigen Gegnern die Hauptattacken und kann somit besser verteidigen. Trotzallem bleibt es es reines Glücksspiel, welches über Sieg oder Niederlage entscheidet. Zu den Stein-Schere-Papier Skills besitzt jeder noch die Grundattacke / -verteidigung seiner Waffe. Doch diese ist anfänglich nicht allzu viel wert.


Im Laufe der Zeit und der Siege verbessern sich die Eigenschaften von Schild und Waffe, was deren Schlagkraft sehr entgegenkommt. Auch lernen wir einige neue Skills dazu, die wir dann selbst einer Position (Stein, Schere, Papier) zuordnen können. In allen Locations außerhalb Popongas finden wir kleine Säckchen mit brauchbaren Items, die per Roulette ausgespielt werden. Das können Healer, Gegengifte, Fallen oder ähnliches sein. Also auch eine reine Glücksache, was man einsacken kann. Die Schatztruhen unterwegs enthalten auch diverse Sachen, die aber nicht ausnahmslos gut für uns sind. Denn wenn man hier das Roulette falsch stoppt, kann man vergiftet, umnachtet, eingeschläfert werden oder man verliert alle erspielten Münzen u.s.w. Genauso Glücksverbunden verhält es sich mit den Waffen und Schildsymbolen unterwegs, die uns neue Waffen verschaffen können. Anhand der Angriffswerte kann man erkennen, ob uns diese neue Waffe nützlich ist oder nicht. Im Laufe des Spiels kann man 100 Waffen und 50 Schilde finden oder konstruieren lassen. Neben „normalen“ Waffen, wie dem Schwert, dem Breitschwert, dem Dolch oder Beil kann man auch „abnorme“ Waffen einsetzen. So ist ein Fass recht effektiv oder auch die Wasserpistole, der Scherzartikel oder das Ü Ei. Unterwegs kann man max. 30 Dinge mitschleppen. Ist der Rucksack voll, muß man weitere Dinge zurück lassen oder mit dem Item „Lager es“ nach Hause transferieren. Da man nach jedem gewonnenen Kampf neben den Erfahrungspunkten auch Kohle einsackt, hat man relativ schnell 2000 - 8000 Münzen im Beutel. Verliert man einen Kampf, erwacht man in der Kirche von Poponga und hat alles verloren, was man sich mühsam erkämpft hat. Auch kann man die Location nur nach erfolgreichen Abschluß gegen den Endgegner dieser Stage verlassen. Deswegen ist es sinnvoll, ab und zu mal mit dem Item „Nach Hause“ den Rückmarsch anzutreten und seine Münzen ins Sparschwein zu stecken, Items und Waffen in der Kiste zu verstauen. Wenn man verschiedene Waffen und Schilde gefunden hat und dabei auch noch Geld übrig hat, der kann zum Schmied gehen und sich eine neue Waffe konstruieren lassen. Doch ein billiges Unterfangen ist das nicht. Wenn man in dem Item- und Waffenladen vorbeischaut, kann man sich dort auch neue Ausrüstung verschaffen. Sieht es mit der Kohle etwas eng aus, hat man auch noch die Option etwas zu verkaufen oder den Laden zu überfallen und somit einen Gegenstand ohne Bezahlung abzustauben. Dazu muß man nur den Kampf gewinnen. Verliert man, wird man polizeilich gesucht und ist ständig auf der Flucht.

Hat man eine „Falle“ gefunden oder gekauft, kann man diese in dem Dungeon aufstellen und darauf warten, das sich ein Monster darin verfängt. Wenn man die Falle noch mit einem Nahrungsköder bestückt, steigen die Chancen auf Erfolg. Irgendwann bekommt man dann die Meldung, das sich etwas in der Falle befindet. Nun schnell hin und gegen das Monster gekämpft und gesiegt. Damit eröffnen wir uns die Möglichkeit, diese Kreatur in unser Team aufzunehmen und erfolgreich einzusetzen. Ab diesem Zeitpunkt treten wir dann zusammen gegen die Gegner an und können die Angriffs- oder Verteidigungs Power bündeln. Erst wenn man uns den Partner vernichtet, steht man wieder allein auf weiter Flur. In der Austausch Rezeption in Poponga, kannst du mit einem Freund Ausrüstungsgegenstände tauschen oder dich mit ihm in einem Kampf messen. Mit diesen Möglichkeiten ist Dokapón, was den Multiplayer Sektor betrifft unterentwickelt. Doch ein übliches Multiplayer Game sieht ja auch anders aus. Bis man alle 151 Monster gesehen und besiegt hat, alle Waffen und Schilde sein eigen nennt bzw. einmal bessen hat, das dauert. Und das man in einem Ritt durch das Spiel zieht, das kann man getrost vergessen. Leider viel zu oft wird man geschlagen, weil man den falschen Verteidigungs Skill angewendet hat. Besonders bei den Endgegnern der einzelnen Stages kann man mächtig auf die Mütze bekommen. Auch wenn man in diesen Situationen den Game Boy in die Ecke schmeißt und denkt „Leck mich ...“, eine Stunde später sitzt man wieder da und versucht es erneut. Irgendwo ist dieses Verhalten krank, doch kann man oft nicht anders. Ein absolut fesselndes Spiel was uns dem Wahnsinn ein Stückchen näher bringt.


PLUS - MINUS LISTE

+ lange Spieldauer
+ mit 100 Waffen und 50 Schilden unerreicht bestückt
+ ausgewogene aber auch teils sehr schwere Fights
+ Autosave nach jedem Kampf
+ größer werdende Stages im Spielverlauf
+ Gutes Handbuch

- zu glücksabhängig (Waffen, Items und Kämpfe)

ZUSATZINFOS / LINKS

- Publisher Ubi Soft

 

KONKURRENZ

- Medabots Rokusho Ver.
- Medabots Metabee Ver.
- Breath of Fire 2
- Breath of Fire
- Golden Sun
- Tactics Ogre

WERTUNG

GRAFIK:
80%

MUSIK/SOUNDEFFEKTE:
76%

MULTIPLAYER:
62%

GESAMTWERTUNG:
82%

 

Meinungen, Anregungen und sonstiges zum Test bitte an info@mag64.de

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