SYSTEM:           GCN - PAL
ENTWICKLER:
Natsume

GENRE:             Simulation
SPIELER:          1 Spieler
HANDBUCH:    Deutsch
MEMCARD:      47 Seiten
60Hz Modus:      NEIN

SCHWIERIGKEIT:    1-8
SECRETS:                JA
SPRACHHÜRDE:    Keine
PREIS:                       ca.50 Euro
TERMIN:                     Erhältlich

Dieser Testbericht wurde geschrieben von Matthias Engert am 01.04.2004


CHEATS: JA
KOMPLETTLÖSUNG: NEIN
TIME TRIAL / SCORES: NEIN

Farmer auf dieser Welt schwören in Sachen virtueller Viehzucht und Landbestellung auf den Namen Harvest Moon. Eine Serie die nun schon reichlich Jahre auf dem Buckel hat und nach wie vor nichts von ihrem Reiz verloren hat. Grund ist immer wieder ein nicht berechenbarer Spielablauf, der sich zwar grob an gewisse Gesetze hält, aber dennoch genügend Raum für Überraschungen bietet. Dazu der Reiz durch die eigene Spielweise nicht irgendwelche Level zu schaffen oder einen neuen Wagen freizusspielen, sondern Geld zu verdienen und sich selber als kleiner Unternehmer zu versuchen. Was in den letzten Jahren nur auf dem Handheld möglich war, zumindest dann wenn man auf dem N64 HM64 nicht als Import besessen hat, darf nun endlich wieder in 3D auf einer Heimkonsole genossen werden. Fast zeitgleich mit dem "kleinen Bruder" Friends of Mineral Town auf dem GBA dürfen alle Farmer dieser Welt wieder auf die Felder rammeln. Das ganze gepaart mit alten Features und verschiedenen Neuerungen war man natürlich gespannt was nun auf dem GameCube spielerisch abgehen würde. Damit man auch fleißig beide Versionen in seine Finanzplanung einbezieht spendierte man den Spielen auch eine Verbindung über das GCN-GBA Linkkabel. Wie immer findet Ihr dazu am Ende des Tests einen Extra Artikel. Das Farmerleben wird storytechnisch auf dem GCN etwas anders verpackt als auf dem GBA. Hatte man dort die Farm praktisch allein geerbt ist das hier ein wenig anders. Viele Jahre vor Beginn des Spiels übernahm der Vater des Helden mit seinem Freund Takakura eine Farm und begann diese zu bewirtschaften. Wie das Leben so spielt ereilte ihn ein viel zu frühes Ableben. So sollte es nun das Schicksal so wollen das sein Sohn, also Ihr als Spieler auf den Plan tretet und die Farm übernehmt. Allerdings nicht allein, sondern immer noch mit dem Charakter Takakura zusammen. Dieser hat nicht nur die Aufgabe den Spieler in alle wichtigen Abläufe einzuführen, sondern kümmert sich im gesamten Spielverlauf um verschiedene Aspekte des Tagesablaufs. Zunächst jedoch schauen wir nach den technischen Aspekten. Einen 60Hz Modus findet man im Spiel nicht. Zwar nicht unbedingt nötig hätte man aber vielleich die PAL Balken in den Griff bekommen, die wenn auch nicht übermäßig störend dennoch vorhanden sind. Die Memory Card ist wieder so ein Thema. Gerade bei Simulationen rechnet man ja mit reichlich Platz der beansprucht wird. So auch hier wo euch 47 Seiten abgeknapst werden. Dafür positiv das man zum einen 2 Spielstände anlegen kann und das Spiel darüberhinaus auch dem Memcard Slot B akzeptiert. Wer den Platz auf 2 Karten hat darf also praktisch 4 Savegames anlegen. So hat dann die ganze Familie die Möglichkeit ihr eigenes Farmerleben zu spielen. Und Leben ist in A Wonderful Life auch das richtige Wort. Denn eines kann man sehr schnell sagen.


Auch wenn Spielziele in einem Game wie diesem realtiv sind ist die Spielzeit immens hoch. Ich habe für den Test bis in's 3. Jahr gespielt und könnte wenn ich wollte das ganze noch 27 Jahre! weiterspielen. Auch wenn verschiedene Spielziele erreicht sind zeigt sich das Spiel hier von seiner ausgiebigen Sorte. Wobei der Spieler wie in jedem Harvest Moon Spiel auch hier über einige langatmige Zeiträume hinwegkommen muß um wirklich gefesselt zu werden. Doch dazu später mehr. Einen Vorspann in dem Sinne gibt es nicht. Man landet gleich auf dem Hauptmenu, das euch einzig einen Spielstart und das Weiterspielen eines Savegames erlaubt. Optionen findet man später erst im Spiel, die euch dann neben Sound auch die Rumble Einstellung bieten. Sprachausgabe wird der Spieler leider nicht erleben. Zwar ist das Spiel in Sachen Texten komplett deutsch und bietet hier und da kurze Samples eines Wortes. Das wars dann aber auch und ist ein wenig schade. Vor allem die wichtigen Sequenzen wenn man gewisse Spielziele erreicht hat hätte man durchaus mit Sprache unterlegen können. Immerhin ist der Bezug zu den Charakteren in einem solchen Spiel um einiges höher als in anderen Spielen. Startet man ein Spiel beginnt alles mit der Ankunft unseres Helden im Vergißmeinnicht Tal und auf der Farm wo er vom guten Takakura in Empfang genommen wird. Er zeigt euch zunächst alle Örtlichkeiten der Farm und die berühmte Personalisierung beginnt. Neben einem Namen für den Helden gilt es ein Hund zu wählen samt Namen und natürlich auch die Farm zu benennen. Danach startet Ihr mit gewissen Vorgaben und einer Auswahl an Ausrüstungen und das Farmerleben kann beginnen. Zunächst jedoch will ich mich um die Rahmenbedingungen kümmern, die in A Wonderful Life anders gelöst sind als auf dem GBA. Gleich geblieben ist zunächst die Enteilung in die 4 Jahreszeiten mit all ihren Eigenheiten in Sachen Wetter, Saatgut und hier logischerweise der grafischen Präsentation. Ungewohnt dagegen ist die Tatsache das eine Jahreszeit nur über 10 Tage geht. Klingt im ersten Moment wie ein sich schnell zu spielendes Jahr. Dachte ich auch. Dabei vergehen Minuten eines Tages wie Sekunden im echten Leben. Dennoch und so ist meine Erfahrung gewesen spielt man pro Jahreszeit ca. 2 Stunden, wenn man seinen geregelten Tagesablauf einhält. Natürlich könnte man aufstehen und gleich wieder pennen gehen. Aber das ist nicht das Ziel des Spiels. Mit 8 Stunden pro Jahr seid Ihr also auf jeden Fall eine Weile beschäftigt und könnt wie schon erwähnt ewig spielen, was einen großen Pluspunkt darstellt. Denn ab dem 2. Jahr geht das Spiel eigentlich erst richtig los. Weiterhin sind die Tage in 6 Stunden Zyklen eingeteilt. Geht man also z.b. schlafen per Menu, so wacht man 6 Stunden später erstmal wieder auf und nicht wie auf dem GBA ist immer morgens 6:00 beginn.

Geht Ihr also abends um 9:00Uhr in's Bett und schlaft eine Runde so könnt Ihr nachts 3 Uhr wieder auf die Felder. Auch hier definieren sich einige Inhalte des Spiels, da man die Welt des Vergißmeinnicht Tal's auch Nachts durchstreifen kann. Auch ein Farmer lebt nicht nur von der Arbeit. ;-) Nein, kleiner Scherz am Rande. Ebenso wirkt sich dieser 6 Stunden Zyklus auf das spielerische auf. Guter Vegleich zur GBA Version ist z.b. das Reifen einer Frucht zur Ernte. Ist man dort aufgestanden und eine Rübe war morgens noch nicht aus dem Boden zu ziehen, so bleib das bis zum nächsten Tag so. Anders auf dem GCN. Steht Ihr 6:00 auf und eine Rübe ist ebenfalls noch nicht so weit geerntet zu werden kann sich dies nach 12:00Uhr plötzlich geändert haben. Eine feine Sache an die man sich als alter Farmer erst gewöhnen muß. Dazu auch das Ihr Tiere die man Melken kann so mehrfach am Tag um eine Gabe bitten könnt. Zu guter letzt wirkt sich dies auch auf das Wetter aus, das in einem Hauch von Echtzeit vorüberzieht. So kann es vormittags regnen, während am Nachmittag die Sonne scheint. Das gleiche im Winter wo sich Sonne und Schnee abwechseln können. Auch da gibt es Unterschiede zum GBA. Konnte man dort im Winter wenig mit seinen Feldern anfangen so ist dies auf dem GCN möglich und Saatgut ist auch im Winter nutzbar. Es sind so viel Kleinigkeiten die positiv auffallen. Speichern kann man vor jedem Schlafen gehen, als auch punktgenau zu jeder Tageszeit was ebenfalls gefällt. Doch wie spielt sich das Game nun? Zunächst logischerweise in der 3D Umgebung in einer Third Person Perspektive wie ein Adventure. Ihr steuert euren Helden mit dem Stick und könnt die Kamera zumindest seitlich frei drehen. Anfänglich besitzt Ihr als Spieler in Sachen Tieren nur eine Kuh und startet mit einem Kapital von 3000 Münzen. Alles andere liegt nun an euch. In Sachen Gebäuden steht euch gleich vom Start weg alles zur Verfügung was man braucht. Auch wenn der Hühnerstall z.b. leer ist und die Scheune von maximal 8 eben nur 1 Tier beherbergt. Dazu kommt als nächstes der Werkzeugschuppen. Hier findet man nicht nur diverse Arbeitsgeräte sondern kann später mit verschiedenen Maschinen um z.b. Saatgut selber zu erzeugen diesen auch erweitern. Dazu findet man auf der Farm eine große Weide, das Haus des guten Takakura sowie den Versandschuppen welcher der Versandbox auf dem GBA entspricht und zu guter letzt verschiedene Felder um normales Saatgut zu pflanzen. Hier kommen die nächsten Änderungen oder besser gesagt ungewohnten Dinge zum tragen. Zum einen ist die Weide direkt angrenzend an die Scheune. Per Schalter kann man nun seine darin befindlichen Tiere schnell auf die Weide rufen und abends auch wieder in den Stall. Desweiteren ist das immer wachsende Gras auf der Weide das Futter für die Scheunentiere.


Das heißt extra Gras anzubauen muß man nicht. Nur jeden Morgen die Sichel auspacken und jedes geschnitte Grasbüschel ist eine Futtereinheit. In Sachen Arbeitsgeräte ist ebenfalls alles ein wenig anders. Konnte man auf dem GBA diese erweitern und aufrüsten ist das System hier anders gelöst. Als erstes besitzt Ihr nur Arbeitsgeräte der schweren Kategorie. Neue und leichtere Geräte des gleichen Typ's muß man kaufen. Unterschied ist mal wieder die Auswirkung auf die körperliche Konstitution des Helden. So ist er nach 3 Büscheln mit der schweren Sichel fast schon am Rande eines Schwächeanfalls, während die leichteste Sichel sich kaum auswirkt. Bei der Gießkanne sind die Unterschiede dann z.b. die Menge an Wasser die sie transportieren kann. Leider nicht um mehrere Felder gleichzeitig zu gießen oder gar per Sprinkler dies zu automatisieren. Dafür habt Ihr z.b. den Melker sofort zur Verfügung. Um z.b. neue Dinge wie Tiere und Werkzeuge zu kaufen dient auch hier die Versandbox, die mit einem Bestellpart gekoppelt ist. Ob nun verschiedene Kühe, Schafe oder Hühner bis hin zu neuen Werkzeugen und der Möglichkeit auch Tiere zu verkaufen wird euch hier angeboten. Dazu kommt das Feature im Spiel das alle Tiere auch nach Geschlecht getrennt sind. Gutes Beispiel wie man hier vorgehen kann sind die Hühner. Habt Ihr einen Hahn samt Huhn das irgendwann Eier legt so kann man diese natürlich ausbrüten lassen. Kommen da immer wieder Gockel aus der Maschine kann man die immer wieder verkaufen, da sie keine Eier legen. Tiere sind natürlich für vieles wichtig. Kühe geben Milch, wie auch die später möglichen Ziegen. Schafe geben Wolle und all diese Produkte kann man durch Veredlungen per käuflicher Maschinen zu wertvolleren Produkten wie Käse machen was wiederum mehr Geld bringt. Dabei ist das Thema Geld auf dem GameCube ein ganz anderes als z.b. auf dem GBA. Konnte man dort im 2. Jahr schon sein Haus damit tapezieren kann man dies auf dem GCN auf lange sicht vergessen. Geld verdienen ist schwerer und bringt auch in der Masse nicht soviel ein um innerhalb 1 oder 2 Jahre alles kaufen zu können was man möchte. Auch dies liegt ein wenig an den 10 Tagen pro Jahreszeit und ich bekomme die Kurve zum Thema Saatgut. Zum einen habt Ihr mehr Auswahl und könnt neben bekannten Dingen wie Rüben oder Kartoffeln auch Bananen oder diverse Baumfrüchte nutzen. Aber allein der Preis für einen Apfelbaumsamen und der Tatsache das man ewig wartet ehe der mal Früchte trägt gibt hier den Ausschlag. Auch kommt man nur dazu pro Jahreszeit 1x zu ernten. Man kann zwar durch Düngemittel den Boden fruchtbarer machen und zuschauen wie Saatgut so schneller wächst. Da aber logischerweise vieles nur eine Saison lang nutzbar ist macht es das ganze schwieriger.

Natürlich gibt es auch Saatgut das über mehrere Jahreszeiten wächst, nur bringt das im Vergleich weniger. Hier muß der Spieler abwägen und sich nach anderen Einnahmequellen umsehen. Hier kommt nun das Vergißmeinnicht Tal selber zum tragen und wir bewegen uns auch mal außerhalb der eigenen Farm. Ist die Farm der Mittelpunkt laden diverse Gebäude zum Besuch ein. Neben dem Laden für Saatgut findet man die verschiedensten Charaktere im Spiel. Man gibt 40 verschiedene an, die ich selbst nach 3 Jahren noch nicht alle gesehen habe. Wobei manche wie ein Yeti mehr Rätsel aufgeben als nun zum konstruktiv zum Spiel beitragen. Was hier ein wenig nervt sind die oft belanglosen Kommentare bei Gesprächen über's Wetter und andere nichtssagende Dinge. Bei manchen könnt Ihr aber auch diverse Infos bekommen oder sogar kleine Minispiele zocken, die der Unterhaltung dienen. Die Welt hat einen kleinen Fluß in dem Ihr per Angel auch Fischen könnt und alte River King Zeiten lebendig werden oder z.b. eine alte Mine, in der man nach Grabstücken graben kann. Auch hier verändert sich alles im Lauf der Jahre. Z.b. wird die Ausgrabungsstätte immer größer. Dabei kann der Spieler z.b. jeden Tag hingehen und selber schaufeln. Was den Archäologen nicht interessiert wird behalten und kann zu Geld gemacht werden. Ebenso diverse Saisongräser die überall herumstehen und wild wachsen. Alles wird eingesammelt und verscheuert. Hier gibt man euch lobenswerterweise gleich 3 Möglichkeiten Dinge zu verkaufen. Zum einen nach dem alten Versandbox Prinzip, das euch aber nur Milch und Eier erlaubt zu verkaufen. Dazu könnt Ihr euch selber mitten auf dem Markt aufstellen und alles verkaufen was Ihr verkaufen möchtet. Egal ob Milch oder Gräser. Allerdings gefällt mir hier das Zusammenspiel mit den anderen Bewohnern nicht. Kommt mal einer zum Stand will er meist nur 1 Produkt. Hat er das gekauft und man spricht ihn an will er das gleiche nochmal. Und meist auch nur 1x. Warum also nicht gleich 2 Stück. Das nervt ein wenig. Aber zum Glück gibt es die dritte und beste Variante. Van, ein Händler der 2x pro Jahreszeit die Stadt besucht. Er verkauft zum einen seltene Dinge und kauft alles was Ihr ihm anbietet. Dabei ist auch die Menge von euch vorgegeben. Habt Ihr 20 Gräser könnt Ihr ihm die auch gleich anbieten und er nimmt sie auch. Mit der Zeit habe ich selber die Versandbox garnicht mehr genutzt und nur noch bei Van verkauft, auch wenn er nicht jeden Tag da ist. Man sammelt halt und hat dann mit einem Schlag ein wenig mehr Geld. Aber wiegesagt Geld hat man sehr lange nicht genügend um all seine Wünsche zu erfüllen. Vogelfutter muß gekauft werden und Dinge wie die Saatgut Maschine brauchen lange um sich zu refinanzieren. Man hat auch nicht das Geld sofort 5 Kühe zu laufen und mit der Milch Profit zu machen.


Es gilt immer wieder abzuwägen. In Sachen Menusteuerung bevor ich das hier vergesse hält man sich auch hier an das Zelda Prinzip per eingeblendeter Action Tasten. Wo etwas möglich ist wird es angezeigt. Ansonsten ruft man per X-Taste oder Start den Rucksack auf und kann im gesamten wie per Schnellzugriff alle Rubriken und Inhalte des Rucksacks einsehen. Hier gibt es ein großes Lob. Der Rucksack ist zwar limitiert. Mit maximal 350 Dingen, die man maximal 99 mal haben kann paßt alles locker in diesen hinein, was vor allem beim ernten oder sammeln viel Zeit spart, da man nicht nur 10 Dinge transportieren kann und so z.b. der Erntekorb wegfällt. Das finde ich äußerst gelungen. Gutes Beispiel ist wieder Van. So kann man bei ihm z.b. auch sein eigenes Futter verkaufen. Eh kostenlos weil auf der Weide immer vorhanden packt man bei jedem Besuch des guten Van 99 Stück in den Rucksack und verkauft es in einem Rutsch. Bringt zwar nur 10 Münzen pro Einheit. Aber 990 Münzen sind auch hier nicht zu verachten. So läuft im ersten Teil des Spiels alles noch ein wenig träge ab. Soviel kann man noch nicht machen und muß vor allem alles erlaufen, was ob des langsamen Tempo's unseres Helden äußerst langatmig ist und erstmal viel Langeweile bringt. Erst im Sommer bekommt man ein Pferd auf die Farm, mit dem man Link like durch die Gegend reiten kann und so wesentlich schneller von A nach B kommt. Auch wenn die Locations nicht ewig weit weg sind macht das sehr viel aus. Hat man dann weitere Tiere, sein Saatgut gut verteilt auf die allerdings nicht ewig großen Felder so läuft der Tag schon abwechslungsreicher ab. Man hat mit der Zeit seine festen Abläufe und variiert wenn mal zum angeln oder in Sachen Grabungsstätte. Überraschungen und das macht auch hier viel vom Reiz des Spiels aus beginnen ganz langsam im ersten Jahr. Zum einen gibt es auch hier wieder die Erntewichtel. Kleine Helfer die man besuchen kann und die einem auch etwas gutes tun. So schenken sie euch im ersten Jahr eine blaue Feder. Diese Feder kann man nun einer von 3 direkt dafür im Spiel vorhandenen jungen Damen zeigen und ist einem Heiratsantrag gleichgesetzt. Lachen die Mädels im ersten Jahr noch über euch, so ist der Farmer auf dem GCN schon im zweiten Jahr verheirat und besitzt einen Sohn. Zumindest war es bei mir so. Nicht nur die Erde ist fruchtbar. ;-) Euer Haus wird vergrößert und Ihr bekommt z.b. eine Küche in das Haus. Auch hier gibt es einen spielerischen Hintergrund. Im ersten Jahr wundert man sich überall über Hinweise die einem Zutaten für Salate, Vorspeisen oder Suppen verraten. Die Zutaten sind kein Problem. Nur fragt man sich wo man so etwas machen soll. Eben ab dem 2. Jahr habt Ihr die Küche und könnt diese Speisen zubereiten.

Zum eine bringen sie gutes Geld, stellen die Konstitution des Helden wieder her oder aber werden von den Wichteln gerne gegessen. Dazu mahnt euch eure Frau immer für einen vollen Kühlschrank zu sorgen. Als ob man keine anderen Sorgen hätte. ;-) Dafür ist sie aber eine fleißige Frau und begrüßt den Farmer früh 6:00 mit dem immer gleichen Satz das sie mit der Hausarbeit fertig ist. ;-)) Jetzt müßt Ihr euch noch um den Racker kümmern, der später einmal die Farm übernehmen soll. Wie lange man spielen soll ehe das passiert ist noch ein Rätsel. Mal sehen ob das Spiel ein Testupdate bekommt und ob sich die Zeit mal finden läßt privat weiter zu spielen. Den Reiz macht vor allem das Erreichen der Ziele aus, was hier wesentlich länger dauert und damit die Motivation lange hoch hält. Ebenso die Überaschungen die es gibt und auf die man teilweise regelrecht wartet. Das Konto füllt sich langsam und irgendwann hat man doch mal seine 2. Kuh, kann sich einen Teich samt Gänsen leisten oder die Käserei angehen. Der Drang alles zu bekommen und was wohl noch so passiert hält den Spieler ab dem zweiten Jahr mehr bei Laune als man im ersten Jahr noch denkt. Wer dieses Jahr mit viel stupider Arbeit übersteht bekommt die Kurve. Natürlich gibt es diese Arbeiten auch im 2. Jahr. Aber es ist mehr drumherum das möglich ist. Das ist in diesem Spiel ein entscheidender Faktor. Ungeduldige Spieler, die schnelle Erfolge wie auf dem GBA wollen müssen sich auf länger Sitzungen einrichten. Wer ein Harvest Moon aber intensiv spielen will ist hier genau richtig. Dementsprechend passend ist auch die Grafik. Zwar besticht sie nicht durch Effekthascherei oder extremen Glanz der Texturen. Aber sie hat viel Atmopshäre durch die sich änderen Jahreszeiten. Zwar hätte man sich mehr Animationen der Umgebung wie den Bäumen gewünscht. Dennoch ist sie liebenswert gemacht. Wer dann einmal die lange Heiratssequenz erlebt hat weiß sowieso warum ein Spiel liebenswert sein kann. ;-) Die Charaktere sind schon recht eckig gestaltet wie auch Gebäude mit teilweise schwachen Texturen daherkommen. Aber dennoch paßt es zum Flair eines solchen Spiels. Dafür wirkt die Nacht im Spiel sehr stimmig. Gerade die Gegend der Erntewichtel ist mit ihrer speziellen Beleuchtung auch was für's Auge. Grafikpuristen sollten aber dennoch nicht zuviel erwarten. In Sachen Sound ist es garnicht so einfach gerecht zu bewerten. Die Stücke selber sind zwar sehr melodisch, ändern sich aber kaum. Gerade auf der Farm hat man anfangs 2 verschiedene Melodien, die man spielen kann. Das mag einige Tage nett klingen, kann einem aber auch auf den Geist gehen wenn es sich immer wiederholt. Zumindest für jede Jahreszeit hätte man Songs gleich möglich machen sollen.


Jede Locations hat so ihren eigenen Song, was nicht schlecht ist, aber eben immer gleich. Auch hätte man Umgebungsgeräusche der Farm ruhig etwas intensiver einbauen können. Was man hört ist aber sehr gut. Ich sehe immer noch meinen Kater hier zuhause vor mir der jedesmal hochschreckt wenn ein Küken schlüpft und in meinem Wohnzimmer anfängt nach einem Vogel zu suchen. ;-) Das paßt dann schon. Aber wie Wind oder Vogelgezwitscher um die Farm wäre schön gewesen. Im gesamten muß man bei Harvest Moon: A Wonderful Life klar differenzieren. Wer keine Geduld hat braucht sich mit der GCN Version nicht zu befassen. Schnelles Geld um gleich den Großgrundbesitzer zu Mimen hat man nicht. Alles dauert und zieht sich. Vor allem das erste Jahr. Wer aber das 2. Jahr und weiter spielt wird mit Überraschungen und mehr Möglichkeiten belohnt, von denen selbst jetzt noch einige auf ihre Aufklärung warten. Aber wiegesagt. Wenn dann bringt ein Testupdate Licht in's Dunkel.

PLUS - MINUS LISTE

+ Liebenswerte kleine Welt
+ Rucksack mit extremen Kapazitäten
+ Hohe Spielzeit (30 Jahre)
+ Überraschungen und Möglichkeiten ab dem 2.Jahr
+ Punktgenaues Speichern
+ Pferdefeature
+ Viel Saatgut
+ Angelfeature
+ Verschiedene Verkaufsmöglichkeiten
+ Kaum Ladezeiten

- Keine Sprachausgabe
- Nichts für ungeduldige Spieler
- Immer mal langatmige Abschnitte
- Zu wenig Soundabwechslung
- Kleinere Übersetzungsfehler

ZUSATZINFOS / LINKS

- Publisher Ubi Soft
- GameCube Memcard
- GameCube Controller
- Special zum GBA-GCN Link!

 

KONKURRENZ

- Die Sims Brechen Aus
- Die Sims
- Doshin the Giant
- Pikmin

WERTUNG

GRAFIK:
72%

MUSIK/SOUNDEFFEKTE:
75%

MULTIPLAYER:
--

GESAMTWERTUNG:
82%

 

Meinungen, Anregungen und sonstiges zum Test bitte an info@mag64.de

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