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SYSTEM:
GCN-PAL |
SCHWIERIGKEIT:
5-8 Dieser Testbericht wurde geschrieben von Jens Morgenschweiss am 06.06.2003 |
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CHEATS:
NEIN
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KOMPLETTLÖSUNG:
NEIN
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TIME
TRIAL / SCORES:
NEIN
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Und wieder werden die Spieler mit einer Tom Clancy Spielumsetzung beglückt. Nach „Der Anschlag“ und „Ghost Recon“ erreicht uns nun Splinter Cell. Dabei schlüpft der Spieler in die Figur Sam Fisher, der seineszeichens NSA Mitarbeiter ist. Der Grund dafür, das man den guten Sam aus seinem familiären Umfeld reißt, ist äußerst kritisch. Am anderen Ende der Welt, in Georgien, dreht mal wieder ein kleiner Despot am Rad. Um den „Präsidenten“ Nikoladze im Auge zu behalten, schickte die CIA zwei Agenten dorthin. Leider wurden beide geschnappt und ihre Ortungschips entfernt. Nun also ist Sam Fisher gefragt. Und der folgt der Spur, um das Geheimnis zu lüften und dabei ein viel schrecklicheres zu entdecken. Nicht das Nikoladze ein Auge auf das Erdöl in Aserbaidschan geworfen hat, nein auch die Chinesen stecken in der ganzen Geschichte mit drin. Eine Menge Zündstoff für ein Spiel und in eurer Hand liegt es nun, den dritten Weltkrieg zu verhindern und die durchgeknallten Elemente zu eliminieren.
Um die richtige Einstimmung zum Spiel zu bekommen, der sollte sich den Vorspann nicht entgehen lassen.
Das Hauptmenu ist das schlichteste, welches ich je gesehen habe. Neben dem Spielstart findet man lediglich das Bonusmaterial und die Auflistung der Mitwirkenden.
Im Bonusmaterial bekommt man neben dem Intro auch die Einblicke in das Vorgehen bei der musikalischen Untermalung im Spiel bzw. das Entstehen der Geräuschkulisse.
Wer Sam Fisher einmal Privat erleben möchte, kein Problem. Dazu hat man die Spielfigur in einen realen Hintergrund gesetzt und plaudert lustig darauf los.
Nachdem man den Spielstart gewählt hat, kann man ein eigenes Profil anlegen, was den Namen und den Schwierigkeitsgrad anbelangt. Wer das Game zum ersten mal zockt, der sollte ruhig den normalen Schwierigkeitsgrad nehmen, denn der ist schon recht anspruchsvoll. Wer die leichte Vorgehensweise bevorzugt, der wird enttäuscht sein. Diese Stufe hat man gleich weggelassen. Nur Normal und Hard stehen zur Debatte.
Die Spieleinstellungen bieten neben der Controller Konfiguration, das Rumble Feature, die Sound-, Musik- und Sprachlautstärke. Die optischen Einstellungsmöglichkeiten begnügen sich mit der Helligkeit/Kontrast und der Bildzentrierung.
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Zum Speichern seiner Einstellungen bietet das Game 10 Saveblocks, die der Spieler selbst bestimmen kann. Später erscheint dann zum Speicherblock dazu, der Name des Spielers, sein erarbeiteter Fortschritt im Spiel (Lokation im Spiel und erreichte Gesamtprozentzahl) u.s.w. Da wir gerade beim Speichern sind. Im Laufe des Spiels hat es sch einmal wieder gezeigt, das es Spiele gibt, die mit den 1000´er MemCard´s ihre Probleme haben. Da hängt sich das Spiel beim speichern auf, oder kann die MemCard nicht erkennen, wenn doch, dann als defekt u.s.w. Ob es weitere MemCard´s gibt, die das Game nicht mag, wird ein eventueller seperater Bericht Gewissheit bringen. Wer nun denkt, er kann sofort loslegen und gezückter Knarre in Georgien einreiten, der hat sich getäuscht. Zuvor wird der Spieler in die Steuerung des Charakters eingewiesen. Und das sehr gewissenhaft. Auf einem Trainingspacourt muß man alle elementaren Bewegungsformen und Fähigkeiten erlernen. Das beginnt mit einfachen Sehübungen und endet in einer ausgedehnten Kletterpartie. Nachdem wir den „Kinderspielplatz“ hinter uns gelassen haben, wird es richtig interessant. Der Spieler muß beweisen, das er mit einem Dietrich umgehen kann, schleichen und unsichtbar sein kann, Gegner außer Gefecht setzen ohne sie zu töten und die gegebenen Deckungsmöglichkeiten zu nutzen versteht. Zu jeder Übung bekommt der Spieler die benötigte Tastenbelegung angezeigt, so das die Übungen am Ende recht einfach, aber sehr hilfreich sind. Es sei erwähnt, das man alle Fähigkeiten im Spiel abverlangt werden. Es ist im Spiel auch von Nutzen, wenn man schnell mit der Kamerasicht umgehen kann. Und diesen Aspekt lernt man auch hier. Wer bei anderen Spielen mit Sichtumkehr gespielt hat, wird sich hier am Anfang schwer tun. Denn diese Option ist leider nicht vorhanden. Wer alle geforderten Ansprüche erledigt hat, der darf nun seinem Boss gegenübertreten und seine Teammitglieder begrüßen. Von seinen Kameraden erhält man unterwegs wichtige Infos, die unsere Vorhaben, nicht direkt erleichtern, eher überschaubarer machen. Zum bsp. bekommen wir ab und an einen Gebäudeplan, an dem wir uns orientieren können oder Hinweise auf Minen u.s.w. |
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Zum Einsatz trägt Mr. Fisher gern schwarz. Dazu gespickt mit vielen kleinen Spielsachen, die die Einsätz richtig abrunden. Neben einem normalen Nachtsichtgerät, bekommt man später auch noch ein Wärmebildgerät, was die Orientierung in kühlerer Umgebung wesentlich erleichtert, vor allem, was Gegner betrifft. Als Bewaffnung gibt es zwei Standartwaffen. Das SC 20K ist ein Sturmgewehr mit Zielfernrohr und Granatwerfer und die 5.72 mm SC Pistole mit Schalldämpfer. Der Granatwerfer feuert aber nicht nur Granaten, sondern schickt auch andere Dinge auf Reisen, die Sam bei sich tragen kann. Das können Rauchgranaten sein oder, Haftkameras, Ablenkungssysteme oder Taser (Elektroschockwaffe).
Was Sam Fisher gerade bei sich trägt, kann man einmal über das Steuerkreuz abrufen oder über den Pausenbildschirm. Im Pausenbildschirm kann man aber auch ein Spiel neu laden, an den Einstellungen schrauben oder ganz aussteigen. Der Bereich Missionsdaten liefert einen Überblick, welche Aufgaben wir zu erledigen haben, welche Daten wir übermittelt bekommen haben und diverse Notizen (Zahlencodes u.s.w.)
Im Spielbildschirm bekommen wir den aktuellen Primärauftrag unten eingeblendet. Rechts unten in der Ecke sehen wir die aktuelle Waffe und den verfügbaren Munitionshaushalt. Darüber befindet sich eins unser Hauptaugenmerke: die Lichtanzeige. Die Skala fließt übergangslos von hell zu dunkel und gibt Auskunft darüber, wie der momentane Standort beleuchtet wird. Ist die Markierung im Schwarzen Bereich, kann uns der Gegner nur in unmittelbarer Nähe bemerken. Ist es dagegen richtig Hell, sitzen wir praktisch auf dem Präsentierteller.
Sam Fisher verkörpert eine Mischung aus Metal Gear Solid, James Bond, Mission Impossible. Hier ist es nicht angesagt, jeden Typen, der gelaufen kommt, umzulegen. Oft ist das töten sogar ganz verboten. Das sind die „harten Missionen“, wo man jedem Ärger aus dem Weg gehen muß. Sprich ausweichen, warten, belauern, die Möglichkeit finden, den Posten zu umgehen.
Das Spielprinzip ist ja nicht gerade neu. Doch das althergebrachte ist gelungen umgesetzt, so das man sich schon an der einen oder anderen Mission die Zähne ausbeißen kann. Splinter Cell lebt von seinen kleinen Feinheiten.
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Wer seine toten oder bewußtlosen „Hinterlassenschaften“ nicht beiseite schafft, riskiert neuen Ärger. Werden Leichen oder Verletzte gefunden, nervt die Alarmsirene wieder. Wird dadurch zu oft Alarm ausgelöst, bricht man die Mission ab und ihr beginnt vom letzten Speicherort neu. Kann man einen Toten nicht beseitigen, weil an anderer Posten in der Nähe ist, kann manchmal ein makaberes Schauspiel verfolgen. So stößt der lebende den toten Posten mit dem Fuß in die Seite und fragt: „Hey, was ist los??“ Oder man hört nur den Ausruf:“Hier liegt ja einer, was´n hier los?“. Auch animierte Gimicks laden oft zum schmunzeln ein, wenn sich ein Posten ganz versonnen im Schritt oder Hintern kratzt. Ein besonderes Highlight ist das greifen von Personen. Gelangt man dicht hinter die Zielperson, kann man sie am Hals fassen und mit der Waffe bedrohen. Dadurch erlangt man Zutritt zu Räumen, die mit einem Netzhautscanner gesichert sind. nach getaner Pflicht erlöst man seinen Gefangenen, durch einen wuchtigen Schlag auf den Hinterkopf. Natürlich kann man auch diese Geisel als Schutzschild verwenden. Später werden aber die Posten nicht mehr auf die Geisel schießen, sondern bieten euch Aufgabe an. Dumm nur für ihn, das ihr eure Waffe weiterhin voll einsetzen könnt und er zum Ziel degradiert wird. Eile ist in diesem Spiel verpönt. Bevor man jede Tür achtlos aufreißt um zu sehen, was dahinter los ist, sollte man sich die Zeit nehmen und seine flexible Optik einsetzen. Damit begrenzt man die Überaschungen. Achtet auf eure Gesundheitsleiste rechts außen. Haltet Ausschau nach Health Päckchen, die ihr mitnehmen könnt und bei Bedarf verwendet. Auch Munition ist nicht unendlich vorhanden. Diese finden wir aber wesentlich seltener als Gesundheitspakete Grafisch liefert man uns ein sauberes Spiel mit guten Bewegungsanimationen und glatten Texturen. Die Lokations sind zwar auf begrenzte Orte festgelegt (Botschaft, Ölplattform), doch kann man sich relativ frei bewegen. Die Sprachausgabe ist deutlich und man hat auch einen leichten russischen Akzent mit eingegliedert, so das die Wachen an ihrer Nationalität erkennbar sind. Bei den Chinesen hat mich das gesprochene „R“ überrascht, das die das beherrschen :-) Bei Splinter Cell braucht man die typischen Agentenfähigkeiten, Ausdauer, Geduld und Gespür für die Situation und keinen schnellen Abzugsfinger. Was sich auch auf die Spieldauer niederschlägt. Es bleibt ein Spiel, welches fesselt und auch nervt, aber beides in einem ausgewogenem Verhältnis. |
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PLUS - MINUS LISTE +
anspruchsvolles Gameplay -
Probleme mit 1000´er Karten |
ZUSATZINFOS / LINKS - Entwickler Ubi Soft
KONKURRENZ - Keine Konkurrenz |
WERTUNG GRAFIK:
MUSIK/SOUNDEFFEKTE: MULTIPLAYER: GESAMTWERTUNG:
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Meinungen, Anregungen und sonstiges zum Test bitte an info@mag64.de
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