Leserbrief zum Thema des Monats Januar

Von Heinz Bren.

Hallo Zusammen

Ich habe mir schon oft meine Gedanken über blutige Spiele gemacht.

Grundsätzlich brauch ich eigentlich gar kein Blut in Spielen. Auch ich spiele ab und an mal gerne einen 3D-Shooter, wie Tomb Raider oder auch Goldeneye 64. Dabei kommt es mir aber viel mehr auf die Atmosphäre eines Spieles an, denn auf die Anzahl Blutstropfen pro umgelegten Gegner. Ich denke nicht, dass solche 3D-Shooter unsere Jugend verrohen, finde es jedoch langsam alarmierend, dass dieses Genre mittlerweilen so stark geworden ist.

Ist unsere Menschheit schon an einem solchen Punkt angelangt, dass wir uns nur noch mit solchen Dingen den gewissen "Kick" verpassen können? Wann werden wir soweit sein, dass wir wie im Buch von Stephen King, beginnen reale Menschen innerhalb eines Wettbewerbes zu jagen??

Klar, das war jetzt eine ziemlich überspitzte und provokative Aussage. Die Beispiele Zelda oder auch Mario geben doch den besten Beweis, dass es auch ohne Blut oder sogar töten geht. Auch wenn die Hintergrundstory einem weis macht, dass die Aliens die ganze Menschheit vernichten will und dies um jeden Preis verhindert werden muss. Rechtfertigt dies nun wirklich einen Tötungsakt?? Gäbe es da nicht beispielsweise Alternativen, wie paralysieren oder ähnliches??

Nein, ich bin kein Gegner von 3D-Shootern. Ich möchte hier einfach nur ein paar Gedanken in den Raum stellen, die sich wahrscheinlich einige von Euch auch schon gemacht haben. Ich möchte mich an dieser Stelle auch nicht für Pro oder Kontra entscheiden, sondern einfach nur die Möglichkeit aufzeigen, dass man gute Spiele, die Tiefgang, Atmosphäre und kein Blut haben, herstellen kann und diese genaus soviel Spass machen wie ein Spiel aus dessem Modul schon das Blut raustropft.

In diesem Sinne wünsche ich Euch noch ein gutes neues Jahr und viel Vergnügen mit dem N64.

Heinz

Magazin64@aol.com