Editorial zum Thema des Monats August 1999

Editorial von Matthias Engert (Mag'64).

Hallo Mag'64 Leser

Auch wenn wir jetzt ein Magazin selber machen und dadurch der Weg zum Händler recht selten geworden ist so können wir doch auf eine lange Zeit davor zurückblicken. Wie Ihr alle war auch ich früher Stammgast bei verschiedenen Händlern und habe da so einiges erlebt was einen heute noch zum schmunzeln bringt. Haarsträubende Infos, schlechter und guter Service, totale Unkenntnis bis hin zu kompetenten Partnern. Wie bei vielen Dingen machen es auch Videospielhändler wie beim Computerkauf. Merken sie das der Gegenüber keine richtige ahnung hat oder weiß was er will wird einem da manchmal Zeug angedreht über das man mal den Mantel des Schweigens hüllt. Am Anfang meiner Spielleidenschaft war meist das Kaufhaus der einzige Weg um an Spiele zu kommen. Fachhändler gab es kaum und Versandhändler kaum bekannt. Wenn ich mir heute überlege was ich da an Kohle gelassen habe und vor allem was für Preise die Kaufhäuser haben wird mir jetzt noch ganz schlecht. Und das ganze hat sich auch nicht geändert. Ich war letztens mal wieder im Kaufhaus und habe mich ein wenig umgesehen. Sage und schreibe 159,00DM für Fifa'99 als PAL Version stand dort unter anderem. Bei fast allen Third Party Spielen konnte man solche Preise sehen. Für den Preis bekommt man mittlerweile locker die NTSC Version desselben Spiels. Auf meine Frage warum die N64 Spiele meist so teuer sind wurde mir entgegnet das sie die beste Qualität hätten. Nun ja so sehr einen N64 Spieler so eine Aussage auch freut. Hinterm Mond leben wir ja nun auch nicht. Aber durch solche Aussagen werden unbedarfte Spieler über den Tisch gezogen. Als ich dann aber mal ein schlechteres Spiel anspielen wollte, das ich hier mal namentlich nicht nenne war auf einmal die Konsole für Probespielchen kaputt. Schon komisch. Auch der Service läßt sehr oft gerade im Kaufhaus zu wünschen übrig. Ich verstehe zwar das die Jungs permanent im Stress sind, aber das sollte noch lange nicht zu unfreundlichkeit führen. Sicher sind die sehr jungen Zocker die nur mal ein bischen Probespielen wollen sehr oft vertreten. Aber das ist in meinen Augen noch lange kein Grund unfreundlich zu werden. Auch dies habe ich am selben Tag dort erlebt. Natürlich will ich hier nicht alle Kaufhäuser über den Kamm scheren. Aber das sind meist die Erlebnisse im Kaufhaus.

Anders ist es meist bei den Fachhändlern. Gerade hier bei uns in der Nähe ist ein sehr großer, der auch nicht über mangelnde Kunden klagt. Aber egal welche Plattform. Man kann alles anspielen und bekommt auch kompetente Antwort. So sollte es sein. Denn viele Spiele kosten eine Menge Geld. Und die Katze im Sack kaufen will ja nun auch niemand. So entsteht gerade bei den Fachhändlern viel eher mal ein kleines Gespräch als in den großen Ladenketten wo der jeweilige angestellte neben der PC und der Videospielabteilung noch weitere Aufgaben hat. Aber auch unter den Fachhändlern gibt es schwarze Schafe. Gerade im Versandhandel. Aus meiner Kaufzeit sind mir noch einige Situationen in Erinnerung wo falsche Informationen oft zu einer großen Empörung geführt hatten. Gerade was NTSC Spiele angeht. Und das schon zu Zeiten des SNES. "Läuft mit dem Adapter" war ein oft genannter Spruch. Nur lief es dann eben doch nicht. Oder die Zuverlässigkeit bei Versand selber. Oft wird geworben mit prompter Lieferung und man freut sich noch vor dem Wochenende auf das Spiel. Was war. Es kam Mitte der nächsten Woche. So könnte man den Faden immer weiter spinnen. Tenor ist natürlich es gibt gute wie schlechte Händler. Gerade an einigen Kleinigkeiten merkt das der Kunde.

Wie sind eure Erfahrungen mit Händlern. Klappt alles reibungslos oder habt Ihr auch schon die eine oder andere "nette" Situation erlebt. Schreibt uns dazu. Wir freuen uns auf eure Post.

Bis dann
Matthias Engert
Mag'64

Magazin64@aol.com