Leserbrief zum Thema des Monats September

Von Oliver Mühleisen.

Hey Matthias,

Da hat Heinz aus der Schweiz absolut recht. Ein sehr komplexes Thema. Besonders die Anmerkung, dass auch ein sehr gutes Spiel aus einem anderen Genre als den, den man eben gerne spielt, nur dann ein Kaufreiz bietet, wenn es gut gemacht ist und auch für Genre-Neulinge "einstiegsfreundlich" ist. Gerade die extrem simulationslastigen Formel 1 - Rennspiele der letzten Zeit schrecken mich z.B. ab, ein solches Spiel zu kaufen.

Doch ich denke, nicht nur das Gameplay und die Aufmachung sollte gut sein. Immer mehr kommt es auf die Technik und deren Einsatz an. Online-Gaming wird in der nächsten Konsolengeneration möglich sein und nicht mehr dem PC vorbehalten bleiben. Ein guter Schritt, wie ich meine. Ebenfalls sind solche Features wie z.B. das Übertragen des eigenen Gesichts per Camera auf die Handlungsfigur im Spiel sicherlich ein Quell der Freude bei einer gemeinsamen Runde Quake oder einem anderen Ballerspiel. Gerade auch die Idee, per bereits in der Konsole integrierten Technik, Spielstände zu versenden oder gar Wiederholungssequenzen an den Freund online zu verschicken, wäre sicherlich auch eine Bereicherung. Gerade ein "Hole in one" bei Mario Golf gemacht und schon kann der Kumpel den tollen Abschlag bei sich daheim sehen - das wäre wahrlich was für den Spielspaß.

Doch nicht nur bei der Software wären Zukunftsideen denkbar. Auch sollte eine Hardware ausbaufähig werden. Aufgrund der immer schnelleren Entwicklung wäre es sicherlich sinnvoll, nicht alle 4 Jahre eine neue Konsolengeneration auf den Markt zu bringen, sondern Hardware-Zubehör bzw. Erweiterungen anzubieten und dafür auch notwendige Anschlüsse bereitzuhalten. Ähnlich, wie es die Grundidee des 64DD und damit mit dem Expansion-Pak war. Es wäre sicherlich blauäugig, wenn man auch für die Zukunft annehmen würde, dass die Konsole als Basisgrundgerät sich von der technischen Weiterentwicklung lösen könnte und für "ewig" unverändert bliebe. Selbstverständlich wird wohl auch in absehbarer Zeit hierbei kein PC-Bereichniveau erreicht werden (hoffentlich !), wo der Aufrüstwahn fast täglich neue Blüten treibt. Doch der Abstand zum PC wird sich mit Sicherheit merklich verringern. Dies birgt aber auch Vorteile. Ein schnelleres Modem, AC3-Tontauglichkeit, DVD-Abspielfähigkeit, HDTV, integrierte Datenbänke und Festplatten zum Abspeichern der Spielstände etc. - all das ist sicherlich noch Zukunft. Doch mit der Zeit ändert sich nicht nur der Anspruch an eine Spielkonsole, sondern auch der "normale" User und deren Wünsche.

Obwohl es vielleicht nicht ganz passend ist, möchte ich meinen Beitrag beenden mit Markus 5, Vers 9: "... denn unser sind viele !"

Euer Oliver M.

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