RE: Chronischer Papiermangel

Leserbrief von Alexander Lasch.

Der Zeitschriftenmarkt bedient Kunden, die sich mit bestimmten Themen beschäftigen. Damit spiegeln Quantität und Qualität der angebotenen Printmedien auch den Markt wieder, den sie versorgen. Damit hätte sich auch die Frage erledigt, weshalb sich Zeitschriften, die sich nur einer Plattform (Sega) bzw. einem Hersteller (Nintendo) widmen, relativ schlecht durchsetzen können, erledigt (eine Ausnahme bildet hier Sony augrund der breiten Userbase). Viele Spieler besitzen mehrere Konsolen und legen darauf wert, dass im Vergleich unter den einzelnen Systemen objektiv bewertet wird. So liest man z.B. die VG oder Man!ac, vertraut der MegaGames oder ähnlichen Blättern. Denn die Gefahr, dass ein Spiel in einem Nintendo- oder Sega-Mag hochgejubelt wird (die Kult macht erstaunlicherweise seit langer Zeit eine Ausnahme), ist doch recht groß. Das Problem bei Nintendo ist das gleiche wie immer: Vor dem Release einer neuen Hardware wird seitens der Firma geschwiegen, während die Vorgänger-Plattform bereits im Sterben liegt. Und die Pokemon-Welle ist ja nun kein ernstzunehmendes Lebenszeichen mehr für eine Konsole, die mehr unter Beweis gestellt hat als Pikachu und seine 150 Freunde: Die 'N-Zone', die mir sofort als 'Nintendo-Only-Mag' einfiel, besteht zu 50% aus der Poke-Zone - traurig. Die TOTAL! war für ihren Umfang eh zu überteuert. Und mit Stickern und Postern sollte man keine Werbung für eine Zeitschrift machen. Schließlich handelt es sich dabei nicht um 'Wundertüten': Zeitschriften werden wegen des Informationsgehaltes gekauft - der bei 'Nintendo-Only-Mags' aus besagten Gründen recht dünn ausfallen dürfte.

Zum Thema Informationsgehalt: Ein weitere Grund dürfte sein, dass man sich die ohnehin schon knappen - und dann auf Papier gebrachten - Informationen aus dem Internet besorgen kann, so dass eine Zeitschrift schon vor Drucklegung wenig Neues anzubieten hat. Was dann zählt, dass man nicht einfach nur lieblos Informationen hinschludert, sondern durch interessante Aufbereitung des Materials glänzt: Ausführliche Specials z.B. erfreuen sich immer großer Beliebtheit. Um bei der 'N-Zone' zu bleiben: Fehlanzeige. Der Heftinhalt wurde in den 3 Jahren, die ich sie jetzt lese (habe mir das letzte Heft nach längerer Pause wieder einmal besorgt) nicht wesentlich durch solche Features aufgerüstet - von der TOTAL! ganz zu schweigen.

Alexander Lasch"

Bis dahin und liebe Grüße.

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