Nachdenkliches zum Pokemon Hype

Leserbrief von Frau Lena Pohl.

Sehr geehrter Herr Matthias Engert!

Mein Name ist Lena Pohl und ich habe mich an sie gewant, weil sie als Zuständiger für einen Text über eine der vielen Aktionen, die das Spiel Pokemon betreffen als verantwortlich aufgeführt sind.In vielen mehr und weniger seriösen Zeitungen wird das Pokemon -Fieber behandelt und ich habe den Eindruck, dass man sich über die Reaktionen der Kinder im klaren ist.Ich möchte Sie bitten mit mir nur ein kleines stück weiterzudenken von dem, was offensichlich gesehen und auch beurteilt wird zu dem was das für die Kinder bedeutet.Ich sehe in der Welt, die in den Kindern aufgebaut wird und die voller,mehr oder weniger agressiver, Monster ist,eine Möglichkeit sich völlig aus der wirklichen Welt herauszuziehen. Das Verhalten von Kindern vor dem Computer oder gameboy ist ansich bereits autistisch - sie sind kaum mehr ansprechbar verlieren Bezug zur Umwelt und werden unfähiger zu sozialem Verhalten -aber hier wird ein Fieber verbreitet, das sich in alle Spielmöglichkeiten erweitert (Kartenspiel,Sammeln,freies Spiel,d.h. nachspielen der Fernsehserie....).Es wird also eine Manipulation betrieben die die Kinder in diese andere Welt zwingt.Ich spreche hier nicht von etwas von mir ausgedachten ich erlebe einen Jungen der seit Monaten ,wenn er endlich eingeschlafen ist, Albträume hat.

Vieleicht kann man in seine Überlegungen auch miteinbeziehen, daß der Erfinder diese Spiels (nach Angaben in der "Zeit") Spielhöllensüchtig war. Ich möchte Sie dazu anregen darüber nachzudenken, ob man hier nicht eine schizophrene zweite Welt aufbaut und Kinder nicht nur zu Phantasien veranlast, die krankhaft sind, sondern dadurch, wie immer wieder beschrieben wird Gewalt hervorruf. Bitte denken Sie nach.

Lena Pohl

Magazin64@aol.com