Re: Berichterstattung über das N64

Antwort von Matthias Schmäh.

Hi Matthias und Mario Zeltwanger

Das Thema bedarf auch von meiner Seite ein wenig Tiefgang. Hier ist nun meine Meinung zu diesem Thema. Also ich lese immer folgende Fachzeitschriften: Big N, Bravo Screenfun, Computer Bild Spiele, Das offizielle PlayStation Magazin, fun generation, Man!ac, Mega Fun, NeXt Level, Nintendo fun vision, N-Zone, PlayStation Games, play PlayStation, PlayStation Power, PlayStation Zone, PowerStation, Total!, Video Games, Word of PlayStation, offizielle Dreamcast Magazin, Club Nintendo, natürlich das Mag'64 ;-) und noch so'n paar Internetseiten like IGN und Co. Den Aktienkurs von Nintendo, Sega und Sony im ARD Videotext auf Seite 752!!! So, und weil ich ja soviel lese und mich fast stündlich um die Entwicklung des Nintendo Co., Ltd Aktienkurses kümmere, komme ich schon gar nicht mehr zum Spielen! :p

Durch diese Magazine bzw. durch diese Quellen erhalte ich als Konsument meine Informationen. Die Informationen erhalte ich also durch diese Medien. Die Medien aber werden von großen Konzernen kontrolliert. Eine Information, die ich z.B. in der Mega Fun lese, ist gleichzeitig nichts anderes als Werbung. Denn wenn eine Information von einem japanischen Videospielkonzern like Nintendo, Sega oder Sony herausgegeben wird, dann ist dies Werbung! Der Unterschied zwischen Werbung und Nachricht ist folgender, eine Nachricht passiert rein zufällig, Werbung nicht! Und 90% der Veröffentlichungen in diesen Zeitschriften ist Werbung und gleichzeitig eine Vermarktungsstrategie. Die Informationen, welche man in diesen Zeitschriften ließt, sind deshalb als eine Art Werbeform zu betrachten. Schon allein aus einem einfachen Grund, denn die Information wurden schon über mehrere Monate im Voraus geplant. Mit anderen Worten, eine Information wird produziert. Nintendo, Sega, Sony und viele andere Firmen produzieren Informationen. Und genau diese produzierten, und vom Unternehmen genauestens kontrollierten Information werden dann z.B. auf Videospielmessen und in Interviews verkauft. Eine Firma auf einer Messe verkauft förmlich seine selbst gemachten Informationen. Auf einer Pressekonferenz werden Informationen verkauft. Und mit Verkaufen, da meine ich jetzt veröffentlichen, verbreiten, aussagen, bekanntgeben. Der Grund warum es Pressekonferenzen gibt, ist also der Aspekt der Werbung. Jede Information die man dann als Konsument auf sich einriesseln läßt, ist Werbung - keine Nachricht!!! Deshalb ist die Rubrik News in einigen Videospielzeitschriften total überflüssig, weil die News nicht rein zufällig entstehen sondern eben nur Werbung ist. Denn diese Informationen dienen zur Berichterstattung. Eine Berichterstattung kann also auch eine Form der Vermarktung sein. Auf Pressekonferenzen versucht eine Firma seine Produkte zu vermarkten und gleichzeitig zu bewerben, sei dies auch schon für Produkte die erst Jahre später erscheinen sollen. Eine Pressekonferenz dient nunmal zu dem Zweck, die Vergangenheit und die Zukunft erfolgreich zu repräsentieren bzw. zu präsentieren. Hauptsache auf einer Pressekonferenz werden Information produziert und weitergegeben. Selbst "bewußte" Falschinformationen für die Zukunft sind Informationen und somit Werbung. Die Berichterstattung über eine Konsole in Fachzeitschriften ist Werbung bzw. eine Form der Vermarktung. Selbst ein öffentlicher Shareholder-Brief von NCL ist gleichzeitig Werbung für das Unternehmen selbst. Es bedarf also dem richtigen Infomanagement. Ohne die richtige PR läuft nichts. Der Erfolg eines Unternehmens ist in hohem Maße davon abhängig, wie sich das Unternehmen selbst z.B. auf Pressekonferenzen und Pressemeldungen bewirbt. Das ist auch der wichtigste Faktor und zwar aus folgendem Grund: Eine Pressekonferenz bzw. Pressemeldungen sind einfach dazu da, "neue" Aktionäre zu gewinnen. Mit einer perfekten Pressekonferenz von Nintendo of Amerika oder Nintendo of Europe versucht Nintendo neue Aktionäre zu gewinnen. Je perfekter und selbstbewußter eine Pressekonferenz geführt wird, um so besser stehen die Chancen neue Aktionäre gewinnen zu können. Auf einer Pressekonferenz versucht man auch vertrauen zu erwecken, für den Konsumenten - jedoch hauptsächlich für den Aktionär. Denn der Aktionär will wissen, wie oft sich Donkey Kong 64 verkauft hat. Der Aktionär will die exakten Zahlen wissen. Tja und dann die Zahlen z.B. mit Vorabprognosen vergleichen. Und hier zeigt sich dann wie perfekt das Unternehmen sich entwickelt hat. Ob es vielleicht auch "überraschend" zur Nr. 1 in Japan, USA und Europa geworden ist ;-)

Wie die einzelnen Fachzeitschriften nun richtig erkannt haben, betreibt Nintendo eine "familienfreundliche" Politik. Wie die Fachzeitschriften auch richtig erkannt haben, produziert Nintendo Knuddelspiele für die Zielgruppe der 8 bis 14 jährigen Kleinkinder. Aber warum läßt Nintendo Knuddelspiele eigentlich entwickeln und veröffentlichen? Und warum wird in der Berichterstattung der einzelnen Magazine das Kinderspielzeug Nintendo 64 eigentlich so negativ dargestellt? Warum bezeichnen die Magazine selbst, das Kinder-Image von Nintendo als schlecht? Warum das PlayStation-Image als ein wunderbares Ereignis? Es bedarf hier nun eine Einbeziehung verschiedener Faktoren, warum Nintendo dieses Kinder-Image bei den Videospielen besitzt bzw. für sich besitzen will: Es ist so, hierzu muß man aber die unterschiedliche Werbepolitik der beiden Unternehmen Sony und Nintendo auseinander nehmen. Wir leben nun im Jahr 2000, die 90er Jahre in der Medienlandschaft Deutschlands sind geprägt von Extremismus und Sex. Der Sport und Sex wird als eine Extreme dargestellt. Sei dies nun beim Snowboarden oder in der Formel 1 und in Talkshows. Die Medienkultur in Deutschland ist Ende der 90er dem Extremismus verfallen. Das bedeutet nun für die Videospielbranche folgendes. Was extrem ist bzw. als extrem durch die Werbung erscheint, ist "in". Wer extrem ist, liegt im Trend. Ein Videospielunternehmen welches nun auf dieser Extrem-Welle suft, ist "in". Der Mainstream und damit die unbedeutenden Niemande geben das Geld für den Extremismus aus. Sony reitet und setzt mit ihrer PlayStation auf diesen Trend. Jedoch ein Trend kommt und geht!!! Was heute "in" ist, kann schon morgen total "out" sein. Um jetzt auf die Berichterstattung in den Fachzeitschriften einzugehen ist folgendes zu beachten. Eine Zeitschrift wie z.B. die Mega Fun setzt auch auf diesen Trend. Eine Videospielzeitschrift ist auch ein Spiegelbild für die Medienlandschaft in Deutschland. Die Zeitschriften haben das Konzept der PlayStation akzeptiert. Weil das Konzept der PlayStation ein Konzept vom sportlichen Extremismus und Sex war und ist, wurde genau dieses Konzept auch vom Mainstream aufgenommen und akzeptiert. Der Mainstream will Sex, also kriegt er ihn durch Tomb Raider und Co. Und die Magazine wollen natürlich auch ein bißchen Sex haben, um nicht zu kindisch auf die Leserschaft zu wirken. Jedoch jetzt kommt das Entscheidenste vom Ganzen. Die Verlage der Zeitschriften entdeckten diesen Trend, die Verlage dieser Zeitschriften wollten sich mit dem Trend des PlayStations-Image identifizieren. Die Zeitschriften wollten sich aber jetzt nicht mit Nintendo identifieren. Aus einem folgenden Grund:

Sony veröffentlichte die PlayStation als ein Produkt ohne Videospielekultur, ohne Videospielhelden, ohne Innovationen und ohne ein Symbol für Videospiele. Der Grundsatz von Sony war der, die PlayStation ohne Kultur zu präsentieren. Und mit dieser Präsentation und auch mit diesem Image sind die Fachzeitschriften zufrieden. Sie sind also deshalb so zufrieden, weil die PlayStation für keine Kultur steht. Nintendo dagegen steht für eine Kultur, für eine Videospielkultur. Sega steht genauso wie Nintendo für eine Kultur!! Nicht aber für eine Modeerscheinung oder gar einem Trend, der schon morgen wieder verschwunden sein kann. Nintendo steht also mit seinen Konsolen für eine Kultur, für eine Generation. Das NINTENDO 64 und der Game Boy sind Ausdruck dieser Kultur. Sie stehen im Mittelpunkt dieser Generation. Jedoch die Fachzeitschriften können, wollen und werden diese Kultur nicht akzeptieren. Aus einem Selbstschutz heraus werden die Multiformat-Magazine immer eine abweisende Haltung gegenüber der Politik von Nintendo haben. Das wird sich bei den Multiformat-Magazinen in Zukunft auch nicht so schnell ändern. Diese Magazine wollen den Abstand zu Nintendo haben. Und dieser Selbstschutz vor dem japanischen Konzern hat auch eine Ursache! Die Knuddelspiele sind die Ursache. Auf der einen Seite besitzen genau die Spiele von Mario, Banjo, Zelda, Donkey Kong und Pokémon den spielerischen und technischen Fortschritt, sowie auch die Innovationen. [ Deshalb immer die Höchstbewertungen in den einzelnen Magazinen. ] Sie stehen einfach für Spielspaß. Mario, Banjo, Zelda, Donkey Kong und Pokémon-Spiele sind nunmal die Stars in der Nintendo-Welt. Es sind die besten Spiele von Nintendo. Nintendo wird immer dafür sorgen, daß man über die hauseigenen Nintendo Spiele staunt. Man wird immer über den Spielspaß aus den hauseigenen Games fasziniert sein. Nintendo setzt den Spielspaß-Standart! Sony kopiert die Ideen aus den Mario-Spielen. Sony wird viele Ideen seitens Nintendo kopieren. Ist ja auch nicht tragisch. Jedoch Nintendo wird immer das erste Unternehmen sein, welches den Standart für Sony setzen wird. Nintendo setzt den Maßstab für andere Unternehmen. Nicht andersrum!!! Und Nintendo setzt die Knuddelspiele auch als Waffe gegen Sony ein!!! Nintendo produziert Kinderspielzeug, aber nicht ohne eine Absicht. Nach meiner Meinung produziert Nintendo Kinderspielzeug um eine Videospielkultur zu erschaffen, zu gestalten. Nintendo kontrolliert mit der Hilfe von Mario, Banjo, Zelda, Donkey Kong und Pokémon die eigene Kultur. Nintendo selbst definiert die Gegenwert und die Zukunft der Videospielbranche - die ganze Welt des Videospiels. Und Nintendo hat nunmal die Absicht Videospiele für Kinder herzustellen. Der Grund warum Nintendo immer wieder "perfekte" Videospiele im Baby-Kinder-Stil produziert ist so trügerisch und stellt für Nintendo den größten Erfolg dar. Ich versuche jetzt einmal den Sinn des Spielzeugs und dem daraus resultierenden typischen Nintendo-Effekt ein klein wenig zu beleuchten:

Nintendo will mit Spielen like Mario, Banjo, Zelda, Donkey Kong und Pokémon den Konsumenten für sich erziehen. Nintendo erzieht die Zielgruppe der 8 bis 14 Jährigen zum Videospielen. Die Nintendo-Erziehung zum Videospiel! Die Bravo Erziehung zu Liebe, Sex und Zärtlichkeit. Die VIVA und RTL Erziehung zum dummen und blöden Mainstream. Die MTV Erziehung zur Musik. Nintendo manipuliert und verführt doch einen zum kollektiven Videospielen. Es ist nicht rein zufällig, daß sich z.B. das Unternehmen Nintendo zur Zielsetzung gemacht hat, die Bevölkerung in Japan, in den USA und auch in den Europa für sich zu erziehen. Die Erziehung von Nintendo zum Game Boy Spielen, zum N64 Spielen ist das beste Marketing und die beste Strategie und Taktik überhaupt. Durch Erziehung kann Nintendo jemanden manipulieren. Nintendo versucht so gut wie's geht den Massenmarkt für sich zu gewinnen. Und es klappt :-) Der Erfolg gibt Nintendo recht. Denn durch die Erziehung schafft es Nintendo auch in Zukunft, mit dem Dolphin-System in andere gesellschaftliche Bereiche vorzudringen. Nintendo ist auf dem besten Wege innerhalb der nächsten zehn bis 15 Jahren zum größten, wertvollsten und profitablesten Unterhaltungskonzern der Welt aufzusteigen. Wenn ein Unternehmen einen Menschen erzieht, übt dieses Unternehmen auf die betreffende Person eine unglaubliche Macht, Herrschaft und Kontrolle aus. Die Strategie von Nintendo geschieht nicht rein zufällig. Genauso wie die Nintendo-Philosophie. Hier bedarf es ja wohl auch keinem Zufall. Ein Teil dieser Philosophie bedeutet nämlich, daß Spiele universell in der ganzen Welt zu spielen sind. Figuren wie Mario, Donkey Kong und Link beweisen, daß Konsumenten auf der ganzen Welt trotz völlig identischer Spiele eine Menge Spaß mit Nintendo Produkten haben. Bei diesen Entwicklungen wird die deutsche Spielermentalität natürlich mit einbezogen.

Damit Konsumenten auf der ganzen Welt trotz identischer Spiele eine Menge Spaß mit Nintendo Produkten haben, bedarf es eben einem sehr wertvollen und zugleich interessanten Machtinstrument. Und zwar der, der menschlichen Erziehung! Universelle Erziehung in den weltweiten Industrienationen lautet das Zauberwort! In der Entwicklung eines jeden Menschen in Japan, USA oder in Europa gehören nunmal Kinderspielzeug zu einem wichtigen Bestandteil im Leben. Jedes Kind spielt. Jedes Kind spielt mit Kinderspielzeug. Ob nun Legobausteine, oder die legendären megastarken Lazy-Bausteine oder mit einer Märklin-Eisenbahn. Jedes Kind spielt mit Kinderspielzeug. Und mit Kinderspielzeug kann eine Firma ein Kind erziehen und für sich gewinnen. Das bedeutet nun, daß große deutsche, amerikanische und japanische Spielekonzerne, allen voran Nintendo, den Menschen für sich allein erziehen wollen. Nintendo will den Menschen für sich allein Erziehen!!! Oder ganz hart ausgedrückt, man wird ein Sklave von Big N! Man wird im eigentlichen Sinne nicht von Mama und Papa erzogen, sondern durch die Spiele von Nintendo. Ein Konzern der nun Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Spielzeug versorgt, dieser Konzern hat etwas phänomenales geschaffen. Denn dieser Konzern besitzt eine größere Power als z.B. ein Staat. Dieser Konzern entwickelt seine eigene Gesellschaft, seine eigene Autorität, seine eigene Identität. Ein Konzern wird zum Mittelpunkt der Gesellschaft. Zum Mittelpunkt einer sehr wertvollen Gesellschaft! Denn schließlich verdient Nintendo an dieser werbetechnisch vollkontrollierten Nintendo-Gesellschaft ne ganze Menge Geld. Und gleichzeitig versucht Nintendo diese Gesellschaft zu repräsentieren. Im eigentlichen "ist" Nintendo die Gesellschaft bzw. wird es in ferner Zukunft sein! Tja und Nintendo hat es nunmal geschafft, weltweit eine Nintendo-Infrastruktur zu besitzen, von der man sich nicht so leicht entziehen kann. Natürlich unter der Voraussetzung, daß man von den Nintendo-Produkten fasziniert ist und über diese staunt. Man ist ja so abhängig von Big N! Man ist ja in der Nintendo-Atmosphäre gefangen. Die BPjS wird niemals versuchen Pokémon verbieten zu wollen. Ganz im Gegenteil, denn sonst würden sich doch tausende, hunderttausende zutieftst besorgte Eltern darüber aufregen. Es zeigt sich also, eine Firma wie Nintendo ist im Begriff seine eigene Gesellschaft zu entwickeln. Eine Gesellschaft die in den modernen Industriestaaten akzeptiert wird. Nintendo installiert ganz leise und unbemerkt eine Macht von der sich nicht mal Staaten entziehen können. Ohne Nintendo läuft in der Welt nichts mehr. Nintendo stirbt nicht. Ganz im Gegenteil, gerade in den USA wird sich die Zahl der Bevölkerung in den nächsten 100 Jahren verdoppeln.

Wie viele Kinder und Jugendliche will Nintendo, oder soll ich besser sagen, "hat" Nintendo wohl zu erziehen und für sich zu gewinnen? Man sollte Nintendo nicht unterschätzen, gerade was die Zukunft anbelangt. Nintendo wird innerhalb der nächsten Jahrzehnte größer werden, als man es sich heute vorstellen könnte. Nintendo darf man einfach nicht unterschätzen, wer weiß wozu Nintendo noch fähig ist. Nintendo ist dazu fähig andere Unternehmen zu zerstören. Und wird das auch tun, um sich auf andere Marktsegmente auszudehnen. Tja und diese neuen Märkte werden kein Baby-Image beinhalten. Ganz im Gegenteil, diese Märkte werden die Kontrolle über einen technologischen und nationalen Standart verfügen. Regiert Nintendo erst einmal über die zwingende und notwendige nationale Technologie innerhalb eines Landes, tja dann kontrolliert Nintendo gleichzeitig die Gesellschaft und erzeugt eine sehr große Abhängigkeit. Nintendo ist die Gesellschaft! Sei dies nun in Japan, USA oder in Deutschland. Auf alle Fälle wird Nintendo diesen Weg in den nächsten 20 Jahren anstreben. Alle werden von Nintendo abhängig, selbst die derzeit größten amerikanischen Medien-, Unterhaltungs- und Telekommunikations-Konzerne. Ich bin fest davon überzeugt, daß Nintendo diesen Weg gehen wird! ;-) Kinder die mit dem Nintendo Entertainment Geräten aufwachsen, werden auch in Zukunft mit dem Game Boy oder dem Dolphin, Dolphin 2, Dolphin 3+4+5+6 spielen. Denn Nintendo produziert das Spielzeug in Form von Mario und Pokémon-Spielen. Und gleichzeitig wiederspiegeln diese Pokémon-Spiele die Nintendo Kultur wieder. Eine weltweite Kultur, die nur ein einziger, riesengroßer japanischer Konzern verwaltet. Die Multiformat-Magazine mögen aber nicht das Spiegelbild dieser Kultur sein, deshalb wollen sie Abstand halten von dem Kinderspielzeug-Image von Nintendo.

Wie man jetzt aber in den only for Nintendo Magazinen like N-Zone und Total! sieht, wiederspiegelt sich hier die Kultur Nintendos in Form von unzähligen Pokémon Berichten. Hier ist eben der Pokémon-Wahnsinn ausgebrochen. Mehr als 800.000 Menschen in Deutschland wollen Pokémon. Pokémon ist auch in Deutschland ein großer Erfolg geworden! Die Berichterstattung ist hier zum Großteil auch die Nintendo-Welt, das Nintendo-System, die Nintendo-Kultur. Und die Berichterstattung ist gleichzeitg nur Werbung von Nintendo. Wie schon gesagt, die Informationen in den Zeitschriften sind eine Form der Werbung. Außerdem ist zu beachten, auf der PlayStation gibt es eine ganze Menge mehr Spiele, auf dem N64 zu wenige um genau zu sein. Die Quote liegt bei ca. 1 zu 5. Auf ein N64 Spiel fallen fünf PSX Games. Das bedeutet nun, Sony verbreitet mehr Informationen als Nintendo of Europe produzieren kann. Sony produziert nunmal mehr Informationen bzw. mehr Spiele pro Jahr, also mehr Werbung als Nintendo of Europe. Dies führt eben dann in den Multiformat-Mags dazu, daß selbst eine Mega Fun eine größere Sony Berichterstattung anbieten kann, als eine Nintendo Berichterstattung es zulassen würde. Da es mehr PSX Besitzer gibt als N64 User, dürfte doch wohl klar sein, daß ein Mag nur die größere Masse an Usern eines System unterstützen will. Und mit Informationen verdient man Geld, viel Geld. Wenn die Mega Fun jetzt zu wenig über die PSX oder die PS 2 berichten würde, dann verdient die Mega Fun (insbesondere natürlich der Verlag) kein Geld. Die Mega Fun würde die breite Sony Schicht verlieren. Und gleichzeitig auch viel Geld verlieren. Der Journalismus in der Medienwelt ist schon ein hartes Geschäft. Und wer da keine guten Firmenkontakte aufweist, der bleibt schon auf dem Weg zu den heißen und brisanten Informationen liegen, und wird sich sehr schwer tun, bei der riesengroßen Konkurrenz bestehen zu können. Es ist schon ein knallhartes Geschäft, Informationen frisch verpackt in einer Fachzeitschrift anbieten zu können. Und sie vielleicht sogar als Erster anbieten zu "dürfen"! Deshalb dürfte klar sein, warum sich die Multi-Format Magazine am Massenmarkt orientieren müssen, damit am Ende die Kohle stimmt, und auf die kommt es schließlich an! Und der Massenmarkt ist zur Zeit eben die PlayStation, nicht aber der Dreamcast. Es dürfte wohl auch jetzt verständlich sein, warum der Game Boy Color sogar in den Multiformat-Mags eine Daseinsberechtigung gefunden hat, weil der GBC eben auch zum Massenmarkt avanciert und die GBC-Fans nach neuen Informationsquellen ausschau halten. Und beim N64 gibt es eben die saisonalen Schwankungen in der Berichterstattung. Deshalb dürfte auch wohl jedem klar sein, warum Nintendo die Vermarktung der Dolphin Konsole im Mai'99 gestartet hat. Weil Nintendo eben nun viele Informationen verkaufen möchte, obwohl die Konsole selbst erst im Laufe des Jahres 2002 erscheinen kann. Schon allein aus marktpolitischen Gründen. Das gleiche findet auch bei der Bewerbung der N64-Spiele statt. Die ersten Ankündigungen von N64-Highlights werden ja auch "Jahre" vorher geplant!!!!!! Es wird sich aber schon zeigen, daß die Dolphin Konsole seitens der Multimags in den Himmel gelobt wird, denn Nintendo wird mit aller Macht versuchen die Konsole nicht mehr als eine reine Spielkonsole zu vermarkten. Genau genommen ist die Dolphin Konsole gar keine Spielkonsole, sondern eher eine Technologie auf der Grundlage der Informationsgesellschaft. Es dürfte somit auch klar sein, daß Nintendo genau mit dieser Konsole in jedem Bereich der Medienwelt vordringen wird. Und das Spielzeug wird weiterhin produziert werden. In Form von Kinderspielen zur Erziehung, zur Erziehung der Masse, zur Erziehung der Bevölkerung in den Industrienationen. Deshalb muß man auch etwas trennen können, eine Konsole ist kein Spielzeug, das Spielzeug sind nur die Spiele.

Was jedoch stimmt ist folgende Sache: Leider versuchen die Multiformat-Mags das N64 als die Baby-Konsole darzustellen, obwohl es eigentlich gar keine ist. Die Spiele von Nintendo sind das Kinder-Baby-Spielzeug. Das Kinderspielzeug mit den größten Innovationen in der Welt der Videospiele! Das Kinderspielzeug sind nunmal Nintendos schönste Videospiele. Und die wird es auch in Zukunft geben, denn Nintendo verdient ne Menge Geld damit. Dreimal darf man raten, welche hauseigenen Nintendo-Spiele NCL den größten Umsatz beglücken. Tja und den Aktionären freut's bei der Dividende :-) Die Zukunft wird jedoch zeigen, daß sich selbst die Multiformat-Mags wiedereinmal der Macht von Nintendo unterwerfen müssen und sich dieser Power nicht entziehen können, um erfolgreich existieren zu dürfen!

Noch etwas zu den miesen, fiesen, kleinen und frechen Horror-Kids aus den Kaufhäusern. Das sind zumeist nur "Unbedeutende Niemande", anonym, zeigen keine Richtung, Mainstreamlemminge. Das ist der Mainstream. Genau diese Kids verstehen nicht die Videospielindustrie, den Videospielmarkt, die Videospielbranche. Das sind genau die Kids, welche auf jede Marketingstrategie von Nintendo, Sega und Sony förmlich reinfallen. Tja und wie kann man den Mainstream kontrollieren? Ganz einfach durch Werbung! Entweder man versteht eine Branche die in der Zukunft zum mächtigsten und einflußreichsten Unterhaltungs-Weltmarkt in den Industrienationen heranwächst, oder man läßt es gleich ganz damit bleiben. Der Mainstream wird niemals das wahre Gesicht von Nintendo, Sega oder Sony kennenlernen, weil er es einfach nicht verstehen möchte und auch niemals versuchen wird zu hinterfragen. Denn der Mainstream ist mit der werbetechnisch kontrollierten Verführung zum Videospiel voll und ganz zufrieden. Doch zum Glück gibt es immer ein paar Leute, die das richtige Gespür, Wissen und die kreativen Ideen besitzen, um die Videospiel-Industrie in eine sichere Zukunft manövrieren zu können. Und vielleicht auch gute und sachliche Argumente vorweisen können. Denn für diese Leute bedeutet die Videospiel-Industrie ihr Leben, ihre Leidenschaft und Freundschaft!

Zum Schluss jetzt noch etwas was man bei der Berichterstattung der Medien anmerken sollte. Werbung kann auch Bildung und Lernstoff bedeuten. Man zahlt eben seine 5,90 DM oder 6,50 DM für Bildung und Wissen bzw. dem Fachwissen über die Videospiel-Industrie. In diesem Sinne möchte ich noch andeuten, daß Werbung auch positive Eigenschaften besitzen kann. Denn auch aus Werbung kann man sich Fachkenntnisse und ein großes Videospielwissen aneignen. Somit kann man auch aus der Berichterstattung lernen und vielleicht eine Branche besser verstehen. In diesem Sinne besitzt Werbung gleichzeitig positive Fähigkeiten! Hauptsache man hat Spaß am Lesen :-) Hauptsache man hat Spaß die Informationen zu lesen, deswegen kauft man sich doch die Magazine. Jedenfalls das Mediengeschäft insbesondere des Journalismus ist schon ein knallhartes Geschäft bei dem man es oft nicht jeder Konsolen"Glaubens"Gemeinschaft recht machen können wird!

Jedoch etwas muß man als Mensch immer besitzen: Das Interesse für ein Thema, daß vielleicht sein ganzes Leben bestimmt! Man findet seinen Spaß eben immer nur in den Themen, die einem auch wirklich interessieren. Man braucht nunmal das große Interesse, die Neugier und eine unbegrenzte Begeisterung um die Wahrheit verstehen zu können. Man ist ja sowas von süchtig und geil nach Informationen! ;-)

Bis demnächst...
JUST MY IMAGINATION
Euer
:-) Matthias Schmäh

Magazin64@aol.com