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Wonder Boy In Monster Land (Virtual Console | Sega Master System)
Die Wonder Boy -Serie ist schon eine Verrückte. Vom klassischen Jump´ n´ Run, hin zum Action-Adventure mit RPG Elementen, bis zu einem Mix aus Platformer und Shoot´ Em Up. Wonder Boy In Monster Land ist der zweite Titel des Franchises rund um den Blondschopf Tom-Tom. In diesem Teil haben die Entwickler es mit einem erfrischenden Mix aus Jump´ n´ Run, Action-Adventure und RPG-Elementen probiert.

Die Story ist schnell erklärt. Nach den ersten Schritten im, seitlich scrollenden, 2D Monsterland, erhaltet ihr ein Schwert und werdet auf die Reise geschickt, um einen bösen Drachen und seine Monsterschergen zu bezwingen. Also nichts wie los durch diverse Wälder, Höhlen, Schlösser und Pyramiden. Die Steuerung beinhaltet, neben dem Laufen und Springen, einen Angriffsknopf für eure Schwertattacke und einen Befehl für den Einsatz von Bomben/Zauberkünsten (Steuerkreuz unten). Diese könnt ihr, genauso wie Rüstungen, Stiefel und Schilde, in diversen Läden innerhalb der Levels kaufen, womit wir schon bei den RPG Elementen des Spiels sind. Neben kleineren Sprungeinlagen und dem Besiegen der Monster ist das Sammeln von Gold ein elementarer Teil des Spiels. Mit einem Schild könnt ihr gegnerische Fernattacken abwehren, mit einer besseren Rüstung verliert ihr weniger Energie und mit neuen Stiefeln könnt ihr höher und weiter springen. Die Bomben und Zauberkünste (Feuerbälle, Blitze u.ä.) sind innerhalb der Levels und bei Bosskämpfen eine hilfreiche Angriffsvariante.

Beim Angriff mit eurer Hiebwaffe ist vor allem das Timing entscheidend. Einige Gegner greifen euch aus der Luft an, wenn ihr Ihnen zu nahe kommt, andere hingegen bewegen sich stets nach einem festgelegten Bewegungsschema, von links nach rechts. Dort heißt es dann langsam annähern, so dass ihr diese gerade so mit eurem Schwer erreicht, ohne, dass sie euch zu nahe kommen. Diese Spielmechanik ist schnell durchschaut und geht, nach kurzer Zeit, gut von der Hand, ebenso wie die kleineren Sprungeinlagen, die hier, im Gegensatz zu klassischen Jump´ n´ Runs, deutlich kürzer kommen und keine größere Herausforderung darstellen. Anders sieht es da schon mit den Bosskämpfen aus, die euch am Ende jedes Levels (Levels werden im Spiel als "Rounds" bezeichnet) erwarten. Da Tom-Tom zum einen nicht der schnellste Protagonist ist und zum anderen, wie schon angesprochen, nicht die größte Angriffsreichweite hat, verlangen euch spätere Bossgegner einiges an Geschick ab. Sehr hilfreich ist es daher ständig Gold für eine bessere Ausrüstung zu sammeln und nach versteckten Locations Ausschau zu halten, wo man möglicherweise ein besseres Schwert bekommt. Diese Locations werden im Spiel durch Fragezeichen angedeutet, die für 1-2 Sekunden auf dem Bildschirm aufblitzen. Habt ihr solch ein Fragezeichen entdeckt, könnt ihr euch an die markierte Stelle bewegen und das Steuerkreuz nach oben drücken. Auf diese Weise betritt man nebenbei auch die zahlreichen Häuser, an denen ihr im Spiel vorbeikommt, wo ihr, neben der angesprochenen Ausrüstung, auch öfters eure Energie aufladen könnt. Dies ist deshalb nicht zu unterschätzen, da man im Spiel nur sehr selten ein Item findet, das euch wiederbelebt. Sterbt ihr hingegen ohne, dass ihr im Besitz eines solchen Items seid, seht ihr den Game Over Bildschirm und ihr müsst wieder von vorne anfangen. Auf Grund der nicht vorhandenen Speicher-/Continue-Funktion, müsst ihr das Spiel somit in einem Zug durchspielen.

Zudem gibt es eine Art Zeit-Feature im Spiel. Das heißt, wenn die Sanduhr (am oberen Bildrand sichtbar) einmal abgelaufen ist, verliert ihr eines eurer Herzen. Entgegenwirken kann man dem durch das Wiederauffüllen eurer Lebensenergie und durch das Einsammeln von Sanduhr-Symbolen innerhalb der Levels, welche aber eher rar gesät sind. Da ihr mit dem Ablaufen der Sanduhr jeweils nur ein Herz verliert, kann man dies innerhalb der Levels aber relativ gut kompensieren. Probleme mit dem Energiehaushalt treten also eher in Kämpfen mit schwierigeren Bossgegnern auf, so dass das Zeitfeature kein größeres Frustpotential bietet. Ein weiteres Feature des Spiels, ist, dass einige der Monster euch nicht direkt an die Kehle springen, sondern zunächst eine simple Frage stellen, wie z.B. "Was hatte ich heut zum Mittagessen?". Tipps zum richtigen Beantworten der Fragen erhaltet ihr von Einheimischen in den versteckten Locations, was euch wiederum einen schweißtreibenden Kampf gegen den entsprechenden Fiesling erspart. Dies verleiht dem Spiel, zusammen mit der liebenswerten 2D Grafik und den simplen Animationen des Protagnisten, ein gelungenes Retroflair für Virtual Console -Freunde.

Fazit:
Wonder Boy In Monster Land kann sich durch seinen gelungenen Genre-Mix von vielen 08/15 Jumpern und Actiontiteln abheben und motiviert mit seinen Rollenspielelementen dazu, immer weiter im Spiel vorankommen zu wollen. Dies ist allerdings auch nötig, da eine fehlende Speicherfunktion, gepaart mit einem hohen Schwierigkeitsgrad in späteren Levels, schnell dazu führen kann, dass man die ersten Levels satt hat und das Spiel erstmal beiseite legt. Falls ihr Interesse an der Serie habt oder einfach nur einen etwas "anderen" Action-Platformer sucht, macht ihr mit dem zweiten Teil der Wonder Boy Serie aber nicht viel falsch. (Manni)

Pluspunkte:
+ unkomplizierte und spaßige Spielmechanik
+ erfrischendes Ausrüstungs-Feature
+ Retro-Charme

Minuspunkte:
- schnellere Gegner teils nervig
- großes Durchhaltevermögen für spätere Levels nötig

Wertung:
Einzelspieler: 7,0

Screenshot 1

Screenshot 2

Preis: 500 Nintendo Punkte

news@mag64.de (01.09.2009)

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