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SWITCH Skylanders Imaginators
 
 
Skylanders Imaginators - SWITCH
Matthias Engert (08.08.2017)

SYSTEM: SWITCH-PAL
ENTWICKLER: Vicarious Visions
GENRE: Adventure
SPIELER: 1(2) Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: 432 MB
DOWNLOADS: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-8
MP-MODI: 2 Joycons
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK6
5.1/DD/HD: Ja/Nein/720p
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.45 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE GAMEPLAY: Nein
RETAIL / E-SHOP: Ja/Nein

   
Einleitung....

Man sagt den Spieleserien, die jedes Jahr aufs Neue erscheinen, ja eine gewisse Abnutzungserscheinung nach. Zum Teil stimmt das, auf der anderen Seite versuchen viele Entwickler doch die gewisse Neuerung zu bringen, die den Titel dann jedes Jahr aufs Neue wieder empfehlenswert macht. Ein gutes Beispiel dafür ist die Skylanders Serie, mit der Activision seit Jahren gut verdient hat. Auch wenn das Spielprinzip grob immer das Gleiche war, hat man zumindest versucht, jedes Jahr etwas wirklich Neues einzubauen. Ob das nun die Giants Figuren waren, die zweigeteilten Swap Force Figuren, oder wie im letzten Jahr die Superchargers, wo dann auch mal Fahrzeuge eine Rolle spielten. Irgendwann ist dann aber wohl doch die Ideenschmiede wie leer gefegt, was wir im letzten oder diesem Jahr erlebten. Denn mit der aktuellen Umsetzung Imaginators gibt es erst einmal eine kleine Pause innerhalb der Serie. Zumindest wird wohl in diesem Jahr mal keine neue Skylanders Umsetzung mehr kommen. Vielleicht ganz gut so, um die Serie nicht auf Gedeih und Verderb auszuschlachten. Dass man das gut geschafft hat, sehe ich ja selber in unserer Redaktion, die neben tonnenweise amiibos, auch eine ähnliche Anzahl an Skylanders Figuren aller Teile beherbergt. ;-) Dem Prinzip an sich doch sehr zugetan, waren natürlich auch wir sehr gespannt, was uns Activision mit dem vorerst letzten Teil Imaginators so bietet. Der folgende Test soll euch darüber aufklären.

Menus und die Story....

Wie jedes Jahr, gab es auch zu Imaginators wieder mehr als nur eine Nintendo Version. Dieses Mal allerdings nicht mehr für den 3DS, dafür aber für die Switch, die einige Monate nach dem Wii U Release ebenfalls eine eigene Skylanders Umsetzung spendiert bekam. Daher haben wir uns trotz der Dark Edition für die Wii U dazu entschlossen, die Switch Version als Testgrundlage zu nehmen. Nicht nur weil es halt die aktuellere Konsole ist, sondern weil auch technisch einige Sachen anders umgesetzt sind. Wie immer unter dem Dach von Activision erschienen, zeichneten sich einmal mehr die Mädels und Jungs der bekannten Softwareschmiede Vicarious Visions für die Switch Umsetzung verantwortlich. Wie immer sind so extreme Experimente nicht zu erwarten gewesen. So stehen zunächst auf der Haben Seite eigentlich auch wieder alle bekannten Aspekte vergangener Teile. Das beginnt bei der technischen Umsetzung in der 720p Variante, dem bekannten Switch 5.1 Surround Sound und der kompletten Lokalisierung des Titels. Dürfte erneut allen Spielern gefallen, die seit dem ersten Teil dabei sind und so einmal mehr die bekannten Stimmen der Beteiligten zu hören bekommen. Mehrere Spielstände stehen zur Auswahl, sowie ein akzeptabler Speicherplatzhunger in der Switch Hardware. Bedingt durch das Toys-2-Life Feature gibt es den Titel als Retail, mit den entsprechenden Beigaben in Form der Figuren und benötigt im Switch Speicher 432MB. Darin enthalten ist dann schon das Update auf die aktuelle Version 1.1.1.

Wo sich die Serie mittlerweile doch stark abgenutzt hat, ist die Geschichte der Spiele. Seit der Swap Force Umsetzung handelt es sich doch grob immer um das gleiche Ambiente innerhalb der Story. Immer wieder spielt Kumpel KAOS den Schurken, der mal allein oder mit einem Verbündeten die Skylands an sich reißen will. So auch hier, wo er mal wieder die Hilfe eines schurkischen Fieslings erhält, die als Duo stark an den Pinky und den Brain erinnern. ;-) Mehr sei hier noch nicht erzählt. Auf der anderen Seite zaubert Meister Eon, der Oberwächter der Skylands immer wieder irgendwelche epischen Skylander aus dem Hut. In Imaginators sind das dieses Mal die sogenannten Sensei's, mit deren Hilfe die Skylands einmal mehr vor KAOS beschützt werden sollen. Ob das klappt, liegt mal wieder voll und ganz in eurer Hand, den Portalmeistern. Was auf der Switch eigentlich gar nicht mehr so stimmt, denn ein Portal gibt es auf Nintendos aktueller Hardware nämlich nicht mehr. Aber dazu später mehr. Der Start in das Spiel ist einmal mehr relativ ähnlich gemacht, wie bei den letzten Teilen. Nach den üblichen Firmenscreens erwartet euch das sehr simple Hauptmenu, das euch einzig den Start und Laden eines Spiels zur Verfügung stellt. Später könnt ihr logischerweise auch hier wieder alle Spielstände löschen. Alles zum Thema Einstellungen usw. gibt euch das Spiel erst später an die Hand. Wie in allen Teilen schmeißt man euch auch hier wieder ins kalte Wasser. Kein Grund um Kritik zu üben, sondern vielmehr um in ein weiteres Abenteuer rund um die Skylands einzutauchen.

Das Gameplay....

Einmal mehr interessant ist der Speicherplatz, oder besser gesagt deren Anzeige. Wie eigentlich immer in solchen Spielen, wird euch der Spielfortschritt in Form einer Prozentanzeige dargestellt. Das Thema 100% und Durchspielen gehen auch hier einmal mehr nicht konform. Positiv das auch Imaginators nach dem eigentlichen Ende weiter spielbar ist. So stand nach dem Abspann bei mir trotzdem erst ein Spielfortschritt von 30% zu Buche, was also schon hier für den Inhalt sprechen sollte. Hier muss sich also kein geneigter Portalmeister Sorgen machen, ein kurzes Spiel zu bekommen, das euch nur die Euros aus der Tasche ziehen will. Auch wenn es dies natürlich wieder tut. ;-) Was mir an Imaginators im Nachgang sehr gut gefallen hat, waren die enthaltenen Schwierigkeitsgrade. Immerhin 4 davon gibt es, die man gleich zu Beginn wählen kann. Und wie sich zeigen sollte, erlebt man auf den hinteren beiden "Experte" und "Albtraum" so manchen temporären Skylanders Friedhof. ;-) Leider kann man diesen wieder jederzeit ändern, was mir immer nicht so gefällt. Wer aber die hinteren nutzt und dabei bleibt, erlebt einen durchaus anspruchsvollen Skylanders Titel. Speziell bei den vielen kleinen und großen Boss Gegnern merkt man das sehr schnell. Habt ihr den Schwierigkeitsgrad gewählt, startet das Spiel und überrascht den Skylanders Crack auf der Switch mit einer neuen Hardware Komponente. Oder besser gesagt einer fehlenden.

Denn wie schon erwähnt gibt es auf der Switch kein kabelgebundenes Portal mehr. Diese Funktion übernimmt auf der Switch das NFC-Feld des Joycon, oder des Pro Controllers, der sich einmal mehr sehr für das Spiel eignet. Das bringt speziell für die Jäger und Sammler unter euch ein Problem mit sich. Da das Feld umgeben von 1 oder 2 Sticks ist, kann man die original verpackten Figuren der früheren Spiele nicht mehr alle nutzen. Mag man die neuen Sensei Figuren auspacken und bequem nutzen können, schaut man mit den älteren komplett verpackten oft in die Röhre. Ist also durchaus vergleichbar mit den amiibos. Nutzbar und das ist ja schon immer eine große Stärke der Serie, sind aber alle Figuren der Serie seit dem ersten Teil mit Spyros Adventure. Wie immer gibt es zum Spiel wieder eine spezielle Verkaufsversion, die neben dem Spiel 2 Figuren auf der Switch bietet, sowie einen sogenannten Kreations-Kristall, der komplett für das neue Imaginators Feature reserviert ist. Aber dazu später mehr. Die beliebte und durchaus werthaltigere Dark Edition ist einmal mehr nur der Wii U vorbehalten. Das reine Grundprinzip der Figuren greift natürlich auch hier wieder, auch wenn selbst dort kleine Änderungen vorgenommen wurden. Um eine Figur steuern zu können, muss diese erst einmal zum Leben erweckt werden. Dazu nimmt man einfach irgendeine Skylander Figur und stellt diese auf das NfC Feld des Pro Controllers. Innerhalb der Figuren befindet sich nun ein Datenspeicher, der seine Informationen über das NFC-Feld an das Spiel überträgt. Einmal draufgestellt erscheint die Figur im Bildschirm und wird danach ohne große Ladezeit in das Spiel gebeamt. Geht in Imaginators endlich auch wieder schneller, als in den letzten Versionen. Die Entwickler haben es auch mit Imaginators wieder verstanden, um dieses Feature aber auch ein passendes Spiel zu designen, dass eben vor allen von den Figuren lebt.

Wobei hier allerdings auch das große neue Feature greift, das dem Spiel ja auch seinen Namen gab. Denn war man bisher eigentlich immer auf die fertigen Figuren festgelegt, so darf man in Imaginators endlich seine Fantasie walten lassen, und sich wirklich absolute Unikate selber erstellen. Sinnvoll erst mit der Zeit und einem gewissen Fortschritt, kann man sich jetzt über einen sehr ausladenden Editor seinen eigenen Recken erstellen. Dazu gibt es einmal mehr eine Hardware-Zugabe in Form der sogenannten Kreations-Kristalle zu kaufen, auf denen man eine Figur Speichern kann. 8 verschiedene Klassen gibt es dafür, wobei die verfügbaren Kristalle über die eigene Menge an Charakteren entscheidet. Das Prinzip an sich ist sehr simpel. So wie man bisher eine fertige Figur auf das NFC Feld stellt und im Spiel zum Leben erweckt, so tut man dies mit dem Kristall, der nun entweder beim Erstgebrauch den Editor und beim gespeicherten darauf, den selber erstellten Skylander in das Spiel beamt. Wer die Mischung aus fertigen Figuren aus dem Handel und dem eigenen Dödel nutzt, erlebt noch eine zweite Neuerung gegenüber früher, die so die 3DS Versionen seinerzeit boten. Sind die Figuren einmal zum Leben erweckt worden, werden deren Daten nicht automatisch auf den Figuren selber gespeichert, sondern dieses Mal im Spiel. Bedeutet man kann im Spiel die Skylander wechseln, ohne jedes Mal die Figur zur Hand zu haben. Nachteil dass dadurch die Fortschritte im Spiel was das Level und die Fähigkeiten der Figur angeht, nicht auf den Figuren gespeichert werden. Das geht natürlich glücklicherweise schon. Will man seine Figur aber mal mit zu einem Kumpel nehmen, um dort zu zeigen wie stark der eigene Racker ist, muss man in Imaginators in den Weiten des Spiels einen speziellen Charakter aufsuchen, der diesen Abgleich auf die reale Figur über das NFC Feld manuell vornimmt.

Insgesamt nähern wir uns aber so langsam der 400er Marke, was mögliche Figuren, Fahrzeuge und Eigenkreationen, seit dem ersten Teil betreffen. Bleibe dabei dass man mittlerweile ein gutes Nachschlagewerk haben sollte, um alle möglichen Figuren mal gesehen zu haben. Geblieben ist aber auch in Imaginators die magische Grenze des Level 20, was die Level Ups der Figuren angeht. Zwar geht das hier nur in gewissen Etappen über den Spielfortschritt. Bei Level 20 ist aber auch in Imaginators Schluss. Egal ob das die käuflichen Figuren oder den eigenen Dödel auf dem Kreations-Kristall betrifft. Ansonsten hat sich aber auch spielerisch einiges verändert, was vor allem ein wenig Back tot he Roots geht. Denn mal abgesehen von den Eigenkreationen spielt sich die Welt in Imaginators eher wie die ersten Teile der Serie. Allein das die berühmte Skylanders Akademie bei weitem nicht mehr die Rolle spielt wie früher, verdeutlicht dies sehr. Denn Grundlage allen Agierens ist eine spezielle Oberwelt mit dem vielsagenden Namen O.R.T. Von hier kann man frei herumlaufen und alle eigentlichen Spiellevels und die reichlichen Bonusbereiche erreichen. Positiv das die Entwickler ein Freischaltsystem eingebaut haben, so dass viele Orte erst zu einem bestimmten Zeitpunkt möglich sind. Manche öffnen sich gar erst nach dem erstmaligen Durchspielen. Neben den knapp 30 spielerisch wichtigen Orten, die unter anderem auch die reinen Spielwelten enthalten, gibt es zudem einiges an Bonusbereichen, die man zwar nicht machen muss, aber gegen Ende doch mal aus Neugier besucht.

Wie immer in den Skylanders Spielen, folgt die Geschichte aber schon einem klaren roten Faden. Sprich innerhalb der Storylevels geht es in einer halbwegs festgelegten Abfolge zur Sache. Durchzogen von Sequenzen, die einmal mehr sehr humorvoll gemacht sind, wird euch immer das nächste Ziel auf der Oberwelt angezeigt. Läuft man dort hin, so kann man die Levels beginnen und darf sich an den bekannten spielerischen Abläufen erfreuen. Die Areale durchläuft man immer von einem Startpunkt zum Ende und muss auf dem Weg zum Ziel mit immer wieder neu auftauchenden Gegnern fertig werden, sich Wege frei räumen, oder eben sich diverser Hilfsmittel bedienen. Gesteuert wird wie gewohnt auf der Switch per Stick, während die Kamera einmal mehr vollkommen eigenständig agiert. Allerdings noch nie ein Grund für Kritik, da sie auch hier je nach Situation mal weiter weg oder näher heran zoomt. Der Rest der Tasten ist auch hier für die verschiedenen Attacken reserviert. Zu Beginn nur wenige pro Skylander Figur verfügbar, schaltet man weitere im Spielverlauf frei. Ebenfalls wieder enthalten ist die Sprungfunktion, die aber auch in diesem Jahr aus dem Spiel keinen Jumper macht. Von daher ist der reine Spielablauf sehr flüssig und durchaus easy umgesetzt. Unterstützt wird der Spieler dabei von diversen Anzeigen im Bildschirm. Neben dem Skin des Skylanders und dessen Klasse, werden euch das Level angezeigt, sowie die Erfahrungspunkteleiste darunter. Für jeden Gegner, den man zerbröselt gibt es kleine Kristalle, die man einsammeln kann und diese Leiste füllen. Ist die Leiste voll, gibt es einen Levelaufstieg, den man anhand einer erweiterten Lebensleiste am schnellsten sieht. Denn Leben an sich gibt es hier nicht. Verliert euer Charakter einmal seine gesamte Lebensenergie, wird er nur erst mal auf die "Wartebank" gesetzt. Um punktgenau weiterspielen zu können, muss man nun einfach einen weiteren Skylander auf das NFC Feld setzen, oder kann ihn über das Pausenmenü aufrufen.

Danach geht es weiter und der erschöpfte Racker steht euch dann im nächsten Kapitel wieder zur Verfügung. Erst wenn man keinen "frischen" Skylander mehr zur Verfügung hat, muss man das Kapitel von vorn beginnen. Um die einzelnen Bereiche des Spiels zu erkunden oder gar erst freizuschalten, läuft man also durch die Oberwelt und findet eben neben den Story-Levels weitere wichtige Orte, sowie die sogenannten Herausforderungen und das erweiterte Arenen Gameplay. Vor allem starten von hier immer eure Kapitel und ihr bekommt mit zunehmendem Spielfortschritt weitere Modi an die Hand. Hatte man früher nur die Herausforderungen, um seine Skylander auch zu leveln, so gibt es hier wesentlich mehr Modi dafür. Diese sind auch umfangreicher und sind für sich schon ein Zeitloses Unterfangen, wenn man viele Skylander sein eigen nennt. Und entwickeln kann man die Skylander auch hier wieder reichlich. Hier heißt es also auch mehr virtuelles Geld zu erspielen als früher. Innerhalb der Areale kann man neben EP auch reichlich Geld in Form von herumliegenden Items sammeln. Im Shop kann man dann verfügbare Attacken stärker machen, oder gar erst neue kaufen. Je mehr Figuren man aber hat, um so öfters besucht man Kapitel erneut. Gerade im Hinblick auf die Zahlungsmittel, die man natürlich nicht genug haben kann. Und da sich diese Dinge auch auswirken, mehr als lohnenswert. Und wie schon erwähnt, werden alle diese Informationen innerhalb der Figur gespeichert. Zunächst im Spiel, aber jederzeit auch übertragbar auf die realen Skylander Figuren. Die Levels sind viel abwechslungsreicher und bieten genug Wege zum Entdecken. Kein Wunder das man von den 3 Belohnungssternen als Bewertung im ersten Anlauf, eigentlich immer nur 1 holt.

Geblieben sind die berühmten Abzweige innerhalb der Levels, aber eben auch auf der Oberwelt. Hier kommen dann immer wieder die einzelnen Klassen der Skylanders zu ihrem Recht, so dass man bestimmte Wege nur mit einer bestimmten davon betreten kann. Oder Verkaufsfördernd, was die neuen Sensei Figuren angeht. Denn überall im Spiel gibt es spezielle Tore, die nur mit einem solchen neuen Skylander geöffnet werden können. Ebenfalls sind spezielle Kämpfe nur mit ihnen möglich, die dann aber dafür mehr als reichlich EP bringen. Man hat also auch dieses Feature wieder sehr umfangreich eingebaut. Ansonsten glänzen die Levels wie schon erwähnt wieder mit mehr Gegnern und kleineren Wegerätseln. Dazu mehr kleine Bosse, welche die Serie wieder ein Stück in Richtung Anfänge bringen. Weniger Features, die aufgezwungen wirken, sondern mehr Action mit dem Gesetz des Stärkeren. So wie die Skylanders mal angefangen haben. Dazu mischt man auch wieder spielerisch durch. Was in Superchargers die Fahrzeuge waren, hat man hier durch Railaction und diverse Luftkämpfe kompensiert, was vom Spaßfaktor her dem in nichts nachsteht. Lockert vor allem das Ganze auch wieder auf. Freunde des gepflegten Skylanders Brettspiels, bekommen auch dieses Mal eine neue Variante mit dazu. Dennoch übernimmt die reine Action den Großteil des spielerischen Parts, ohne langatmige Stellen zu bieten. Das hat mir gut gefallen.

So als Zuckerguss des Ganzen kann man nun den angesprochenen Editor und das dazugehörige Imaginators Feature ansehen. Habt ihr also einen Kristall zur Hand, der selbst in der Standard Edition einmal dabei ist, stellt diesen auf das NFC Feld und erstellt sich seinen eigenen Racker. Neben der Klasse kann man ihm angefangen beim Namen zunächst vor allem im Aussehen pimpen. Er kann eine Stimme bekommen, eigene Hintergrundmusik und kann zudem mit neuen Ausrüstungsteilen ständig weiterentwickelt werden. Sogar unabhängig von der Stärke über das reine Level, das auch beim eigenen Dödel bis Lv20 gehen kann. Dafür findet man im Spiel hunderte an Teilen. Angefangen bei Hüten, über Rüstungen, Waffen, bis hin zum Beinkleid. Bekommen kann man diese auf verschiedenen Wegen. Mal über Kisten, die man am Ende eines Levels bekommt, dem Gewinn diverser Minispiele und natürlich durch das Besiegen bestimmter Gegner. Diese Truhen gibt es in 4 Kategorien von Häufig bis Ultimativ. Klar dass in der letztgenannten Rubrik teilweise sehr mächtige Sachen dabei sind, aber eben auch schwerer zu finden oder zu erspielen sind. Diese kann man später immer wieder aufs Neue updaten und bekommt so einen wesentlich stärkeren Skylander hin. Im Vergleich kann ein eigener Lv20 Charakter fast doppelt so stark sein, wie eine gekaufter Skylander mit Level 20. Von daher lohnt das schon. Auch im Hinblick auf das eigentliche Ende des Spiels und das Agieren danach. Laune macht das schon und man freut sich über jedes hochwertige Ausrüstungsteil. Wem das gefällt muss allerdings tief in die Tasche greifen. Denn auf einem Kristall kann man nur einen eigenen Charakter speichern. Man braucht also für jeden neuen immer einen neuen Kristall.

Grafik & Sound....

Grafisch bin ich ein wenig hin und hergerissen. Vor allem die ersten Welten finde ich von der reinen Umgebungsgrafik her nicht besser als die Wii U Teile. Erst in der zweiten Hälfte des Spiels zieht das durchaus etwas an. Trumpf ist einmal mehr die Abwechslung. Keine Welt ähnelt der anderen und es ist wieder alles an Umgebungen dabei, was man sich wünscht und erwarten kann. Typisch Klassenbezogen sind diese gemacht und es ist wieder alles dabei von Wald & Wiesenlandschaften, über Berge, Höhlen, Feuerumgebungen, bis hin zur Eisumgebung. Das passt auf jeden Fall. Auch sehr gefallen haben mir die Effekte. Diese empfinde ich als gelungener als auf der Wii U, Irgendwie noch einen Tick bunter und voluminöser. Ebenfalls auf der Haben Seite stehen ganz klar die eigenen Helden, die man über den Editor erstellt und auf dem Kristall sichert. Diese sind durch die Unmengen an Teilen doch sehr individuell, ohne aber auf Details der Ausrüstung verzichten zu müssen. Man bekommt hier wirklich sehr universelle Racker hin. Technisch sind es Kleinigkeiten die gefallen oder auch nicht. Positiv ist das Lauftempo, dass endlich mal wieder etwas fixer ist, auch wenn das Level des Skylander dies auch wieder beeinflusst. Was ich nicht verstehe, warum die Ladezeiten trotz Cartridge so hoch sind. Das muss auf der Switch echt noch besser werden. Gibt bisher nur wenige Spiele, denen man es wirklich anmerkt, dass nicht von der Scheibe geladen werden muss, sondern von der Cartridge. Der Rest der Technik ist wie immer frei von Kritik.

Der Sound ist mittlerweile die gewohnt gute Kost. Das ändert sich auch auf der Switch nicht. Speziell die Hintergrundmusiken sind wieder sehr feinfühlig geworden. Zwar darf man hier keine epischen und orchestralen Sounds erwarten, bekommt aber dennoch einen gelungenen Mix aus motivierenden, schnellen und ruhigen Stücken geboten. Auch hier muss man einmal mehr Kaos nennen, der seinen eigenen recht motivierenden Sound mitbringt. Dazu auch hier reichlich Effekte, egal ob das Gegner, Umgebungen oder die eigenen Attacken angeht. Abgerundet von der sehr schönen deutschen Sprachausgabe. Egal ob das die Figuren beim Spielen sind, die euch immer wieder was zu erzählen haben, oder eben auch in den zahlreichen Sequenzen und Small Talks mit den NPCs. Auch hier haben die Entwickler gute Arbeit geleistet. Abgerundet von eigenen Musikstilen, die man seinen selber erstellten Charakteren spendieren kann.

Fazit....

Was mir am neuen Skylanders Titel gut gefällt, ist der in meinen Augen wieder actionlastigere Inhalt, der einfach wieder viel mehr auf das Gesetz des Stärkeren setzt und durch die 4 guten Schwierigkeitsgrade auch fordern kann. Muss mich ja als Redakteur immer auch in Spieler versetzen, die nicht gefühlt 100 Skylanders im Regal haben. Wer also nur mit den beiden Standard Jungs agiert, erlebt doch durchaus knackige Momente. Da spielt dann vor allem das neue Imaginators Feature seinen Reiz aus und das man als Spieler theoretisch ständig neue Racker erstellen kann. Solange man Kristalle zur Hand hat. ;-) Macht Spaß eigene zu erschaffen und vor allem zu pimpen. Der Rest ist stimmig und macht Spaß. Etwas das die Serie ja durchaus schon immer ausgezeichnet hat. Hier eben mehr mit dem Fokus auf die reine Action. Von daher macht auch Imaginators wieder eine gute Figur. Und wem alle bisherigen Skylander-Titel zu leicht waren, holt sich genau diesen Titel und spielt auf dem Grad Experte. ;-)

 

+ Back to the Roots
+ Erstellen eigener Charaktere
+ Sehr viele "Bauteile"
+ Alle Figuren bis Level 20
+ Speichern intern und Figur
+ Gelungener Humor
+ Anspruchsvoll/Guter Endkampf
+ Alle Figuren seit Teil 1
+ Komplett Deutsch
- Ladezeiten trotz Cartridges
- Story wird immer dünner
- Groschengrab Figuren/Packs :-)

GRAFIK: 77%

SOUND/EFFEKTE: 78%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 77%

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