konsolenkost.de

 
SWITCH Fire Emblem Warriors
 
 
Fire Emblem Warriors - SWITCH
Matthias Engert (22.01.2018)

SYSTEM: SWITCH-PAL
ENTWICKLER: Koei Tecmo/TN
GENRE: Action
SPIELER: 1-2 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: 5MB
DOWNLOADS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 3-8
MP-MODI: Split
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK12
5.1/DD/HD: Ja/Nein/1080p
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.50 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE GAMEPLAY: Nein
RETAIL / E-SHOP: Ja/Ja

   
Einleitung....

Vor kurzem haben wir euch ja die 3DS-Version zur aktuellen Fire Emblem Warriors Umsetzung vorgestellt. Dabei ist natürlich das Alleinstellungsmerkmal des 3DS dieses Mal allerdings gar nicht mehr vorhanden. Denn um unterwegs zu zocken, gibt es ja nun auch die Switch, auf der Fire Emblem Warriors ebenfalls zeitgleich erschienen ist. Hier allerdings darf man es sich nun auch auf der heimischen Couch bequem machen, um den Titel natürlich am heimischen TV doch in einer anderen Dimension spielen zu können. Das die Warriors Games an sich eine große Fangemeinde haben, ist nichts Neues und spiegelt sich ja auch in der Ankündigung der Neuauflage von Hyrule Warriors auf der Switch wieder. Das System völlig verschiedene Spieleserien im actionreichen Warriors Korsett zu vereinen, konnte schon immer überzeugen und wir waren natürlich gespannt, wie sich das Ganze nun mit den Möglichkeiten der Switch, am heimischen TV zeigen würde. Gibt es Unterschiede zur 3DS-Version und kann die Technik und Steuerung einmal mehr überzeugen? All das erzählen wir euch im Test zur Switch Umsetzung von Fire Emblem Warriors.

Menus und die Story....

Auch hier gibt es natürlich keine Experimente was die Entwickler angeht und die bekannten Teams von KT und TN sind einmal mehr für den Titel verantwortlich. Im Vergleich zur 3DS-Version gibt es technisch natürlich schon ein paar Unterschiede. Klar dass man euch hier neben der 1080er Variante für den heimischen TV auch die 720p Auflösung für unterwegs spendiert. Das Ganze im gewohnten 5.1 Switch Sound, so das hier keine Wünsche offen bleiben. Im Gegensatz zum kleinen Bruder gibt es hier nun einen Mehrspieler, so dass sich 2 Spieler in allen Schlachten im Spiel bewähren können. Nichts spezielles, so dass ich im normalen Gameplay Teil darauf ein wenig intensiver eingehe. Geblieben ist der amiibo Support, den es ebenfalls schon auf dem 3DS gab. Gefühlt aber etwas weniger imposant. Auch hier schaltet man Waffen, Geld und Material frei und kann dafür alle Figuren nutzen. Allerdings weitaus weniger werthaltig, so dass ich das Feature auf der Switch nicht ganz so lohnenswert empfinde. In Sachen Speicherdaten benötigt ihr bei Nutzung der Cartridge Version läppische 5 MB. Diese erlauben euch das Nutzen von 3 separaten Speicherplätzen später im Spiel. Positiv, wenn auch wenig überraschend, ist einmal mehr die hervorragende Einbindung des Pro Controllers, der sich auch hier wieder von seiner besten Seite zeigt. Auch hier erlebt der Spieler Nintendos neue Liebe zum kostenpflichtigen DLC. Einmal mehr bietet man einen sogenannten Season Pass für 20 Euro an, der euch nach und nach 3 größere Pakete mit jeweils neuen Helden und vor allem Schlachten spendiert. Innerhalb des Spiels, spielt man zwar auch versteckte Schlachten und Helden frei. Aber gefühlt weniger als früher. Klar man will ja auch noch mit dem Season Pass etwas verdienen. ;-) In Sachen Story erwartet euch hier eine neue Variante, die aber im Vergleich zum 3DS keine Änderungen erfahren hat. Wer die 3DS-Version kennt, erlebt hier also nix Neues. Hier dreht sich in der Hauptstory alles um die Reise zweier königlicher Zwillinge, deren Geschicke ihr beeinflussen sollt. Das friedliche Königreich Aytolis wird von einer Horde merkwürdiger Monster angegriffen. Yelena, die Königin von Aytolis, ihre Zwillinge Rowan und Lianna, sowie Prinz Darios aus dem benachbarten Königreich Griston werden schnell über eine sichere Passage zum Schloss eskortiert.

Als die Passage jedoch unvermittelt einstürzt, wird Königin Yelena von ihren Kindern getrennt. Durch eine Lücke im Geröll reicht die Mutter ihren Zwillingen einen uralten Schild und fleht Prinz Darios an, Rowan und Lianna zu beschützen und zu einem nahe gelegenen Tempel zu bringen. Nachdem ihnen keine andere Wahl bleibt, als ihre Mutter zurückzulassen, machen sich die Zwillinge mit Darios auf den Weg zum Tempel. Unterwegs müssen sie es mit unzähligen Monstern aufnehmen, die ihnen den Weg versperren. Als sie sich dem Tempel nähern, begegnen ihnen Fremde, die aus einer anderen Welt zu stammen scheinen. Bei den Fremden handelt es sich um die Krieger Chrom, Frederick und Lissa aus dem unbekannten Königreich Ylisse, die sich, vereint durch dieselbe Mission, den Zwillingen und Darios anschließen. Nachdem sie sich den Zutritt zum Tempel erkämpft haben, übergeben die Zwillinge den geheimnisvollen Schild an den Bischof des Tempels. Er informiert sie, dass sie im Besitz des legendären Flammenschilds sind, welches in der Lage ist, den Chaosdrachen Velezark einzusperren, der die Verantwortung für die Zerstörung des Landes trägt. Um die Macht des Schilds wiederzuerwecken, muss die Gruppe fünf Pyroxen finden, die sich im Besitz von Helden aus anderen Welten befinden. Eines hat Chrom, doch von den vier anderen fehlt jede Spur... Bevor wir uns den ganzen Aufgaben widmen können, schauen wir uns die Möglichkeiten zunächst mal an. Zunächst könnt ihr auf einem ersten Menü ein neues Spiel starten, ein gespeichertes Fortsetzen, die Sprache anpassen und natürlich die DLCs begutachten. Erst danach folgt das eigentliche Hauptmenu. 3 Speicherplätze stehen euch zur Verfügung, die ihr auch Kopieren und Löschen könnt. Habt ihr alles freigeschaltet, steht euch der übergeordnete Story-Modus zur Verfügung, sowie der spielerische Bonus Punkt "Historischer Modus". Dazu kommen die Punkte Vorrat und das Feldlager, auf die ich später im Gameplay Abschnitt noch näher eingehe. Vor allem weil sie auch innerhalb der Story eine Rolle spielen. Zu guter Letzt kommen die Extras, in denen ihr Statistiken, Sequenzen, eine Ruhmeshalle und die amiibo Sektion vorfindet. Mehr ist es auch auf der Switch nicht, so dass wir uns wieder in die Action rund um die Fire Emblem Helden stürzen können.

Das Gameplay....

Auf der Switch beginnt das Spiel erneut mit dem sogenannten Prolog, der euch in die Story einführt und ein paar erste Actionabschnitte anbietet, in denen ihr die Grundlagen der Steuerung kennenlernt. Das eigentliche Zentrum des Story-Modus bekommt man nach der ersten einführenden Schlacht zu Gesicht. Dann nämlich wartet ab jetzt immer ein Schlachtenbaum auf euch, über den ihr die jeweils nächste Schlacht anwählen könnt. Allerdings ist das noch lange nicht alles und das Menü des Story-Modus bietet noch einige weitere Aspekte. Neben der Bezeichnung der Schlacht werden euch hier reichlich weitere Möglichkeiten und Informationen gegeben. Ihr könnt Infos zur kommenden Schlacht bekommen und die beiden extrem wichtigen Anlaufpunkte "Vorrat" und "Feldlager" besuchen. Punkte auf die ich später noch genauer eingehe. Über die Info bekommt ihr auch zu sehen ob spezielle Charaktere erforderlich sind, oder welche gar ausgeschlossen sind. Positiv, dass man hier auch während der Story Charaktere frei wählen kann. Im Verlauf spielt man in der Switch Version ebenfalls 20 Charaktere frei, die so ziemlich alle wichtigen und großen Helden der Fire Emblem Serie beinhalten. Egal ob Marth, Lucina, Ryoma oder auch Xander sind dabei mit von der Partie. Bedeutet auch, dass die Klassen der Charaktere, wie in den gewohnten Fire Emblem-Spielen eine Rolle spielen. Es geht also nicht nur zu Fuß zur Sache. Hier greifen dann auch die beiden Menüpunkte Vorrat und das Feldlager mit hinein, die sich immer weiter vergrößern und es euch erlauben jeden Charakter für sich zu entwickeln, zu leveln und dementsprechend auszurüsten. Hier kommt das altbekannte Warriors Prinzip zum Tragen, das seinen motivierenden Aspekt einmal mehr auch hier ausspielen kann. Der Level Baum schaltet im Verlauf auf der Switch ebenfalls 21 verschiedene Kapitel und damit Schlachten frei, die euch an verschiedene Orte aus dem Fire Emblem Universum führen. Das Spielprinzip ist auch hier nun so angelegt, dass ihr euch in eine Schlacht stürzt, dort tausende von Gegnern niedermetzelt, Belohnungen en Masse sammelt und durch Erfahrungspunkte den Charakter immer besser macht.

Hier geht es also nicht um Taktik-Gameplay mit rundenbasiertem Spielablauf, sondern einfach nur um Action ohne Ende. Bevor wir uns in die Feinheiten der Charaktere Entwicklung stürzen, wollen wir uns mal eine Schlacht an sich etwas genauer anschauen, die schnell zeigt welche Möglichkeiten das Spielprinzip bietet. Bevor man die Schlacht beginnt, gibt es nun noch einen ausladenden Vorbereitungsbildschirm. Zunächst zeigt euch die Karte wie groß die vor euch liegende Schlacht sein wird und eigene Truppen, wie die der Gegner werden euch angezeigt. Wobei es viele Schlachten gibt, in denen sich mitten in einer Schlacht die Rahmen- und Siegbedingungen auch mal ändern. Allerdings weitaus weniger als z.B. in einem Hyrule Warriors. Wichtig ist dabei immer der Ziel-Info, wo man euch auch die Bedingungen für Sieg oder Niederlage preisgibt. Und in so gut wie allen Schlachten müssen einer oder mehrere Zwischen und Bossgegner besiegt werden. Wesentlich seltener sind die Schlachten, in denen auch mal die Zeit eine Rolle spielt. Neben zig Kriegern auf der Gegnerseite, die man hier als Kommandanten bezeichnet, samt deren tausender Fußtruppen, streiten auch auf eurer Seite Charaktere aus dem Fire Emblem Universum mit ihren Truppen mit. Hier kommt ein weiterer großer Pluspunkt erneut zum Tragen, der die 3DS, aber natürlich auch die Switch Version auszeichnet. Maximal 4 eigene Kommandanten agieren in einer Schlacht, sprich man steuert diese auch selber. Mitkämpfen ohne euer Zutun werden auch andere. Diese könnt ihr aber nur in Sachen Vorbereitung beeinflussen. Früher hatte man nur einen davon wirklich steuern können, während die anderen auf sich gestellt waren. Über das Steuerkreuz, kann man jederzeit und Live zu einem anderen Charakter schalten und diesen steuern. Das gibt euch vor allem bei zeitkritischen Dingen mehr Handlungsspielraum. Denn alle mitkämpfenden eigenen Charaktere gehören ja meist auch zur eigenen Armee und sind ja vielleicht in einer späteren Schlacht auch selber steuerbar.

Oftmals zunächst als neutrale Helden im Einsatz, oder gar zunächst als Gegner, schließen sie sich mit der Zeit der eigenen Streitmacht an. Da man im Feldlager aber auch per Hand alle Charaktere leveln kann, die man jederzeit steuert, beeinflusst man ebenfalls die Kämpfe. Das geht nämlich und wirkt sich ebenfalls auf den Ausgang mancher Kämpfe aus. Ist man nun mit diesen Vorbereitungen fertig, kann man sich auch endlich in die eigene Schlacht werfen. Nach kurzen Ladezeiten beginnt alles mit einer kleinen Gesprächssequenz zwischen den Charakteren und man landet schlussendlich hinter dem eigenen gesteuerten Charakter. In der typischen Third Person Sichtweise wird gespielt, egal wen und mit welcher Waffe man agiert. Wesentlich mehr Freiheit in Sachen Bewegung und vor allem Kamera hat man hier auf der Switch durch einen etwas höheren Viewpoint. Dabei dient natürlich der linke Stick der Bewegung, während mit rechts die Kamera frei bewegt werden kann. Ansonsten spielt Zeit in dem Sinne kaum eine Rolle. 60 Minuten sind Pflicht für eine Schlacht und eigentlich auch kein Problem, auch wenn manche Schlachten durchaus mal 30 Minuten dauern können. Dennoch im Vergleich zu einem Hyrule Warriors oft kürzer. Beeinflusst werden diese Zeiten durch viele Dinge, meistens aber durch Gegner, die man über die gesamte Größe der Schlachtfelder finden und eliminieren muss. Sehr oft ist das dann so angelegt, dass ihr an einer Ecke des Schlachtfelds beginnt und das eigentliche Ziel genau am anderen Ende lauert. Um zu ihm zu kommen schickt man euch tausende an Gegnern entgegen, um euch daran zu hindern. Und das darf man auch durchaus wörtlich nehmen. Oft agieren wie schon erwähnt mehrere eigene kleine Streitkräfte an eurer Seite. Werden von der CPU gesteuert, wenn ihr gerade einen anderen steuert, fangen aber oft an einer anderen Ecke des Schlachtfelds an. Kämpfen diese gut, sprich ihr habt sie im Feldlager auch ein wenig gelevelt, so kann man sie meist allein agieren lassen. Hier greift das Infosystem des Spiels, über das man streiten kann. Was sich wo und gerade überall abspielt wird durch die englische Sprachausgabe wiedergegeben und Texteinblendungen, für die man aber nicht immer ein Auge hat. Mit der Zeit arrangiert man sich aber damit. Auch auf der Switch ist die Karte natürlich etwas klein gehalten, was durchaus mal zu kurzer Verwirrung führen kann.

So sind es eher kleinere visuelle Effekte auf der Karte rechts oben im Bildschirm, die einen die nötige Infos geben. So leuchten spezielle Punkte auf der Karte, sobald etwas akutes dort passiert. Auch werden euch auf der Karte Ziele und Truppenbewegungen mittels farbiger Symbole und Einblendungen angezeigt. Vorwärts kommen ist aber erst einmal oberste Bürgerpflicht. Per linkem Stick bewegt man sich und kann die Kamera jederzeit hinter den Charakter holen. Was wichtig ist, da man immer von mehreren Seiten angegriffen wird. Die verschiedenen Gegner besitzen dabei sichtbare Lebensleisten über dem Kopf, die je nach Schwierigkeitsgrad unterschiedlich lang sind. Die Kommandanten, sowie die Story Gegner und damit wirklich wichtigen Gegner in den Schlachten haben zudem noch ihren Namen gut lesbar darüber. Dabei kommen beim Thema metzeln die X und Y Tasten am meisten zum Einsatz. Mit ihnen wird die Waffe benutzt und erzeugen je nach Level und Entwicklung des Charakters viele Kombo Aktionen, die teilweise fast schon Finisher Niveau haben. Zusätzlich kann man über die A-Taste die Specials des jeweiligen Helden auslösen, die ebenfalls mit der Zeit immer mächtiger werden und spezielle Energie aus mehreren möglichen sichtbaren Leisten ziehen. Für alle Gegner die man im Spiel eliminiert gibt es Erfahrungspunkte, die jederzeit im Spiel ein Level Up bedeuten können. Einhergehend mit stärkeren Eigenschaften des Helden. Erledigt man spezielle Gegner wie z.B. die Kommandanten oder kleinen Zwischengegner, hinterlassen diese oft Materialien, die man später im Feldlager für neue Waffen oder die Entwicklung ausgeben kann. Höchste Weihe sind die typischen Truhen, die es ja auch in den Fire Emblem Spielen gab. Dort findet man dann eben mal seltene Waffen und natürlich seltene Materialien. Dazu findet man kleine Items, mit denen man die verschiedenen Leisten auch gewollt wieder füllen kann. Man kann so Lebensenergie auffrischen, die Special Leiste schneller füllen und vor allem die ebenfalls enthaltenen externen Waffen und Gegenstände verbessern. Denn wie es sich für ein Spiel wie dieses gehört, spielen hier z.B. der Bogen, Äxte und Lanzen oder natürlich alle möglichen Arten an Schwertern eine Rolle. Der Rest ist dann wirklich im Spiel metzeln bis der Arzt kommt. Rätsel oder ähnliches sind nicht vorhanden oder sollten nicht als solche bezeichnet werden. Hier zählt einfach nur das Gesetz des Stärkeren.

Über die Karte sieht man immer wo die Massen an Gegnern lauern und man ist wirklich selten mal allein. Wenn dann kommen auch reichlich auf euch zu, wobei die reinen Fußtruppen wieder nur Kanonenfutter sind. Sie sind in der Masse zwar mal gefährlich, aber auch durchaus sehr passiv. Egal ob das Nahkampftruppen sind, oder solche die auch Fernwaffen benutzen. Selten das euch mal härtere Burschen bearbeiten. Das bleibt wirklich den Kommandanten oder speziellen Story Gegnern in den Schlachten vorbehalten. Positiv dass man die per Taste fest arretieren kann und die an sich schon etwas hektische Kamera hier etwas entschärft wird. Man macht so ein Gebiet auf der Karte nach dem anderen Feindfrei und kämpft sich nach und nach gen Endgegner oder Zielpunkt. Zwischendurch werden euch gerne mal Tore vor der Nase geschlossen, so dass man auch mal einen alternativen Weg finden muss. Aber Spaß macht es halt seine Waffen sprechen zu lassen und die oft pausenlose Action zu erleben. Genau das ist ja der Reiz dieser Spiele und richtet sich schon an eine spezielle Zielgruppe mit den enthaltenen Massenschlachten. Positiv das man innerhalb einer Schlacht eben gerne mal die Siegbedingungen ändert und man als Spieler eben nicht einen vorgegeben Weg durch die Locations nimmt. Mal muss man wieder irgendwohin zurück, muss plötzlich einem Verbündeten helfen, oder verloren gegangene Festungen wieder zurückerobern. Da sich trotz Hektik der Zeitdruck in Grenzen hält, wird man auch nicht so gehetzt wie man das eigentlich immer wieder denkt. Trödeln sollte man aber dennoch nicht. Denn verlieren kann man schon, oder auch ein Teilziel vergeigen. Man überschätzt manche Situationen doch gerne mal und bearbeitet zwar fast schon den Endgegner, übersieht aber das die eigene Heimatbasis angegriffen und eingenommen wird. Dann muss man aber nicht immer gleich komplett von vorn anfangen, sondern kann einen der Rücksetzpunkte pro Schlacht nutzen. Aber und das kann man schon hier erwähnen. Man macht hier nichts umsonst und kann alle Schlachten mehrmals angehen und nutzt seine entwickelten Charaktere ja auch in den anderen Modi. Denn glücklicherweise behalten die Helden alle EP und Items, auch wenn sie mal draufgehen. Wer möchte kann aber auch hier den schweren Modus nutzen, bei dem erledigte Einheiten nicht wieder genutzt werden können. Sehr positiv gegenüber einem Hyrule Warriors ist das Level Feature. Denn hier entwickeln sich zumindest die mitkämpfenden Charaktere auch mit und eben nicht nur der Hauptcharakter. Spart später schon einiges an finanziellen Mitteln. ;-)

Will man dann doch die Einheiten zusätzlich verbessern, muss man dort auf verschiedene Weise wieder selber Hand anlegen. Nach einer Schlacht geht es dann auch genau in diesem Teil an das Eingemachte. Zunächst wird man Bewertet und bekommt dementsprechend Geld. Dazu gibt es die angesprochenen Materialien und erbeutete Waffen werden euch für alle möglichen der eigenen Charaktere freigeschaltet. Danach landet man auf dem Schlachten Bildschirm und könnte theoretisch die jeweils nächste angehen. Macht man aber nicht, sondern begibt sich erst einmal in das Feldlager, in dem man mit der Zeit ebenfalls viel Zeit verbringen kann. Dabei nutzt man passenderweise das Fire Emblem System was Waffen und Fähigkeiten angeht. Beides hat man separiert eingebaut und es gibt die grobe Einteilung der Waffen in E bis S. Ist euer Charakter immer noch auf einem Waffenlevel E, so könnt ihr die tollsten Waffen haben, aber nicht anlegen. Zunächst muss der Charakter die Fähigkeit bekommen Waffen mit höheren Levels nutzen zu dürfen. Dazu benötigt ihr wiederum Geld und Materialien und man schaukelt das System wie in den Fire Emblem Spielen auch auf der Switch schön hoch. Das Thema geht dann auch hier soweit, dass Waffen Slots besitzen können, die man mit entsprechenden Fähigkeiten füllen kann. Dazu braucht man nur einen freien Slot in der Hauptwaffe und eine zweite Waffe, die man zwar nicht nutzt, aber die eben einen gefüllten Slot bietet. Man holt so diese Eigenschaft auf die eigene Waffe, während die andere komplett verschwindet. Positiv das man komplett unbenutzte auch verkaufen kann und somit eine Möglichkeit bekommt, frisches Geld zu generieren. Denn wie im wahren Leben kann man auch hier nicht genug davon haben. ;-) Dazu kommen auch die möglichen Klassenwechsel, für die man ein spezielles Meister-Siegel in den Schlachten erspielen muss. Erst dann kann man die Klasse einmalig wechseln und kann aus dem Lord Rowan auch den Erzlord Rowan machen, der in Sachen Stärke um einiges mächtiger wird. Überhaupt sind die Materialien nicht zu unterschätzen und es lohnt sich im Spiel jeden Dödel, der auch nur im Ansatz nach einem höherwertigen Burschen aussieht, auch umzulegen. Denn die geben noch am meisten Materialien frei. Diese dienen dazu, um z.B. die reine Defense zu verbessern, geben euch die Möglichkeit z.B. die Special Leisten zu erweitern, oder erlauben euch den Einsatz von mehr als einem Heilitem in einer Schlacht.

Die beste Möglichkeit alle Kampffähigkeiten zu entwickeln bleibt aber dem Aufleveln vorbehalten. Alle Charaktere beginnen bei Level 1 und werden wie in jedem RPG mit jedem Level-Aufstieg stärker. Am Ende hatte Rowan bei mir Level 52, was auch eines durchaus zeigt. Im Vergleich empfinde ich die Switch Version etwas leichter als die 3DS-Version. Ein paar Stunden her und 10 Level weniger und der Story Modus war mit 13 Stunden Spielzeit Geschichte. Erst wenn man einmal das Spiel beendet hat, bekommt man mit dem Extrem Modus einen Grad der auch fordert. Auch wird erst dann der taktische Gedanke um einiges wichtiger. Denn man hat zwar die Möglichkeit die eigenen Kommandanten selber zu platzieren und ihnen Wege und Ziele zuzuweisen. Nur braucht man das bis auf den Extrem Modus eigentlich nicht, da es reicht ab und zu mal hin und her zu schalten, um den großen Teil des Spiels mit Rowan zu agieren. Ansonsten erlebt man die vielen bekannten Charaktere in vielen Schlachten und erlebt so eine recht große Aktionsfülle. Und wie schon erwähnt gelten die erspielten Level und Ausrüstungen für alle anderen Modi. Im möglichen Freien Modus schon sinnvoll, profitiert vor allem der Historische Modus davon. Wobei man sagen muss, dass auch dort erspielte Waffen, EP und Materialien behalten werden. Es ist also schon ein stetiges Geben und Nehmen. Im Historischen Modus ist das Spiel nun so angelegt, dass ihr hier aus verschiedenen Fire Emblem Teilen Schlachten sozusagen nachspielt und ihr erlebt hier beispielsweise Szenarien aus Awakening oder Fates. Anders als in der Story ist hier durchaus ein großer Anteil Taktik enthalten, da man hier wesentlich häufiger auf wechselnde Sieg- und Niederlagebedingungen trifft. Man muss eroberte Festungen öfters halten und ist nicht nur ständig auf Angriff gepolt. Finde ich gut gemacht und bietet für den fleißigen Spieler auch genug Inhalt. Denn neben dem DLC an sich, der auch diese Rubrik füllt, wird auch der Spieler belohnt, der die Story auch wirklich durchspielt. Schafft ihr den großen Obermotz, gibt es reichlich Belohnungen in Form der Silberwaffen, reichlich Geld und eben dem Schwierigkeitsgrad Extrem, auch neue Schlachten für den Historischen Modus.

Der angesprochene Mehrspieler-Modus bietet das was man durchaus erwarten kann. Denn hier darf man in jeder Schlacht und jedem Modus einfach einen zweiten Spieler einbinden. Danach wird das Spiel horizontal gesplittet, so dass beide Helden unabhängig voneinander agieren können. Technisch etwas seichter und auch mit weniger Gegnerhorden ausgestattet, ist es dennoch eine gelungene Sache, wenn man den Extrem Modus zur Verfügung hat. Denn dann macht das richtig Sinn. Denn die menschliche KI ist auch hier einmal mehr durch nichts zu ersetzen. ;-)

Grafik & Sound....

Grafisch zeigt man auf der Switch natürlich mehr als beim kleinen 3DS-Bruder. Das gilt hier vor allem für die Farbpower und auch die Backgrounds in den einzelnen Gebieten. Diese wirken wesentlich detaillierter und man hat auch viel mehr ein Auge dafür. Viele verschiedene Tageszeiten geben der Action auch verschiedene Lichtverhältnisse, die speziell im Abendrot sehr atmosphärische Umgebungen zutage fördern. Man hat einen sehr gelungenen Weitblick und darf sich auf tonnenweise animierte Gegner freuen. Klar dass man das Kanonenfutter gleich animiert hat und man dort wenige Unterschiede findet. Dennoch trägt genau das ja zum unverwechselbaren Ambiente der Warriors Spiele bei, auf das man ja auch nicht verzichten will. Sehr schön sind wieder die Animationen gelungen und man erkennt auch die Ausrüstungen viel besser. Wer also alternative Waffen oder Kleidung trägt, sieht das auch in der Action selber. Highlight sind einmal mehr die Kampfeffekte. Auch wenn hier vieles natürlich gescriptet ist, gefällt das Ganze wieder sehr und es macht einfach Laune sich durch die Gegnerscharen wie die das heiße Messer in der Butter zu bewegen. ;-) Bildschirmfüllende Effekte und vor allem die Team-Attacken sind einfach wieder spektakulär geworden. Dabei geht alles wirklich sauber und flüssig daher, so dass hier keine Wünsche offen bleiben.

Beim Sound gilt eigentlich die gleiche Einschätzung wie auf dem 3DS, da auch hier nichts geändert wurde. Der Sound ist passend und auch sehr typisch für die Fire Emblem Reihe. Eher orchestrale Klänge, gepaart mit stetig fordernden Stücken unterhalten den Spieler. Hier gibt es in meinen Augen weder einen Ausreißer nach oben oder unten. Da bot von Haus aus die Hyrule Variante mehr. Die Effekte dagegen sind fast identisch und ein Schwert klingt auch hier so wie bei Link & Co. Einzig die ganz typischen Klänge der FE Spiele, wie z.B. bei einem Levelaufstieg hat man natürlich nicht vergessen. Dafür gibt es hier eine sehr schöne Sprachausgabe, die auch von der Menge an Charakteren lebt, die sich alle immer wieder mal unterhalten.

Fazit....

Einen Fakt kann man gleich vorweg nehmen. Wer die 3DS-Version kennt und nicht zwingend auf dem TV spielen will, muss sich über die Switch Ausgabe keine Gedanken machen. Inhaltlich sind beide Versionen identisch. Es sei denn ihr wollt mit einem Kumpel agieren. Dann habt ihr hier den Mehrspieler-Modus zur Verfügung. Rein von der Bewertung her, spürt man in der Switch Version durchaus hier und da mal einen Übersättigungseffekt. Was hier durchaus am etwas leichteren Schwierigkeitsgrad liegt, der vieles auf das Gesetz des Stärkeren reduziert. Die vielen guten taktischen Einflüsse, die das Spiel durchaus bietet, muss man nur selten nutzen. Es sei denn man spielt auf dem Grad Extrem. Dort wird man natürlich gefordert. Aber im ersten normalen Durchgang kommt man selten mal an eine Stelle, wo man wirklich festhängt. Das macht dann auch das Rüsten nicht ganz so wichtig, so dass der vorhandene Tiefgang nur bedingt ausgenutzt wird. Selbst der Historische Modus ist mit einem Lv50 Helden nicht ganz so herausfordernd wie erwartet. Auch hier gibt es glücklicherweise den Extrem Modus, der vor allem Vielspielern gefallen wird. Sprich die Kritik ist natürlich auf hohem Niveau, aber durchaus spürbar. Technisch und optisch muss man sich keine Gedanken und bekommt als Warriors Fan, das was man auch erwartet von einem Spiel wie diesem. Wer also mal wieder metzeln will bis der Arzt kommt, kann natürlich zugreifen, sollte aber durchaus die höheren Grade nutzen um richtig gefordert zu werden.

 

+ Gelungene Steuerung
+ Effektreich/Techisch gelungen
+ Charakteranzahl/Upgrades
+ 4 Charaktere gleichzeitig
+ Online Action ein Zeitkiller :-)
+ Entwickelbare Charaktere
+ Sehr viele Waffen
+ Speichern jederzeit
+ Historischer Modus gelungen
- Könnte schwerer sein
- Gefühlt leichter als auf 3DS
- Taktik etwas im Hintergrund

GRAFIK: 79%

SOUND/EFFEKTE: 78%

MULTIPLAYER: 77%

GESAMTWERTUNG: 78%

Sämtliche Inhalte wie Bilder und Texte zu diesem Artikel sind geistiges Eigentum des Mag'64. Eine Benutzung oder anderweitige Verwendung darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Mag'64 erfolgen.

 
                   

Game-and-Fun.de