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SWITCH Doom
 
 
Doom - SWITCH
Matthias Engert (29.08.2018)

SYSTEM: SWITCH-PAL
ENTWICKLER: id/Panic Button
GENRE: Shooter
SPIELER: 1(12)Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: 5MB (9GB)
DOWNLOADS: Ja
SCHWIERIGKEIT: 3-10+
MP-MODI: Online-Modi
SPRACHHÜRDE: Keine
ALTERSFREIGABE: USK18
5.1/DD/HD: Ja/Ja/1080p
TERMIN: Erhältlich
PREIS: ca.50 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE GAMEPLAY: Ja
RETAIL / E-SHOP: Ja/Ja

   
Einleitung....

Nachdem wir euch vor kurzem mit Wolfenstein II einen Titel vorgestellt haben, bei dem man mal wieder ohne schlechtes Gewissen die Sau rauslassen konnte, schieben wir wie versprochen gleich noch so ein Kaliber nach. Zwar schon etwas länger erhältlich als Terror Billy, wollen wir aktuell gleich in der blutigen Szene bleiben. Für mich als etwas älteren Redakteur auch mal schön, von einer martialischen Ballerorgie in die nächste einzutauchen. Bleibt man in der Übung. ;-) Über den Titel selber muss man an sich ja wenig erzählen. Jeder der auch nur entfernt mit Games zu tun hat, kennt den Titel Doom. Was als Pixelbrei begann, erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit, hat aber lange Zeit einen großen Bogen um die Nintendo Systeme gemacht. Neben all den vielen Indie Spielen und gelungenen Titeln für die jüngere Zielgruppe, gehören zu einer Hardware Plattform auch solche Titel. Auch hier sehr positiv das Bethesda den id Titel auf die Switch gebracht hat. Und wie sich zeigen sollte festigt man auch mit diesem Titel seinen Ruf, aus der Switch Hardware so ziemlich alles rauszuholen was geht. Das kann ich meinem Text schon einmal bedenkenlos voranstellen. Alles weitere zum Switch Auftritt der Doom Reihe erzählen wir euch im folgenden Text.

Menus und die Story....

Mittlerweile sollte man sich die Firma gut merken, die auch hier für die Switch Umsetzung verantwortlich war. Denn die Mannen von Panic Button konnten schon bei Wolfenstein II überzeugen und zeigen wie schon erwähnt auch hier, was man mit der Switch Hardware so alles machen kann. Klar das auch Doom als 18er Titel zu haben ist. Im Gegensatz zu Wolfenstein 2 sind hier alle Versionen Uncut, auch wenn zur Sicherheit wieder eine ausländische Version Grundlage des Tests war. Sicher ist sicher. ;-) Positiv dass man hier überall eine voll lokalisierte Version bekommt. Sprich Texte wie auch die komplette Sprachausgabe sind komplett Deutsch. Kleines Highlight sind die Synchronsprecher. Wer den Film 300 kennt, wird den Anführer der Griechen sofort wiedererkennen. Negativ das man auch bei Doom an die Bereitschaft, eine SD Karte zu kaufen appelliert. Denn um loslegen zu können, reicht die Cartridge nicht aus und es müssen 9GB an Daten aus dem Netz gezogen werden. Der Rest der technischen Seite ist das was auf der Switch möglich ist. 1080p im TV-Modus, Dolby Digital Ausgabe und sehr passende 6MB für ein Savegame sind angenehme Rahmenbedingungen. Anders als Wolfenstein II kommt Doom zusätzlich mit einem ausladenden Mehrspieler daher. Hier geht es immerhin mit bis zu 12 Spielern zur Sache. Schade dass es keinen lokalen Mehrspieler gibt, oder gar einen System Link. Hätte schon was. In Sachen Steuerung gibt es seit dem letzten Update, das auch alle Addons beinhaltet, mehrere unterstützte Möglichkeiten. Ich für meinen Teil schwöre auch hier auf den Pro Controller. Die Story der Doom Spiele ist so alt wie mein erstes graues Haar und wer die Anfänge kennt, erlebt hier wenig wirkliche Veränderungen. Zumindest was Grundgerüst Gut gegen Böse beschreibt.

Das Game spielt in der Zukunft auf dem Planeten Mars. Dort wurde von der Organisation UAC eine Forschungseinrichtung gebaut und unterhalten. Die zwei Führungsköpfe der Einrichtung verfolgen mit der Zeit unterschiedliche Ziele. Ausgelöst durch die Entdeckung eine neuen Dimension, der sogenannten Hölle. Dort stößt man bei Experimenten auf die Energiequelle Argent, die alle zukünftigen Probleme der Menschheit auf diesem Gebiet lösen könnte. Das ist aber nicht das einzige was sie entdecken. Denn auch einen Krieger in einem Sarkophag finden die Wissenschaftler. Ohne jedes Lebenszeichen wird dieser Krieger in die Forschungsstation gebracht. Das Unheil nimmt seinen Lauf, als eine der Führungspersonen der Einrichtung ein Portal in die Hölle öffnet und Horden von Dämonen in unsere Welt lässt. Als kein Ausweg mehr in Sicht ist und die Lage aussichtslos erscheint, erweckt man als letzte Aktion den Krieger zum Leben. Lange Rede kurzer Sinn, wie ihr euch ja denken könnt. Genau ihr schlüpft nun in die Rolle dieses Rackers und dürft versuchen mit Waffengewalt die Dämonen zu eliminieren und das Portal wieder zu schließen. Nach den üblichen Title Screens landet ihr auf dem Hauptmenü des Spiels, das die Inhalte mal als Menüpunkt, aber auch visuell als überdimensionale Buttons anzeigt. Ihr könnt hier 3 übergeordnete Punkte anwählen. Zum einen die Doom-Kampagne, die dem Story Modus entspricht, die Arcade-Variante, bei der es um den reinen Highscore geht und natürlich hier den ausladenden Mehrspieler, der bis zu 12 Leute miteinander verbindet. Optionen und ähnliches findet man später im Spiel selber, so dass wir uns hier erst einmal verabschieden wollen.

Das Gameplay....

Kümmern wir uns als Erstes um die Kampagne. Sie sorgt ja unter anderem auch dafür, dass ihr bestimmte Inhalte erst freischaltet und nutzen könnt. Zu Beginn wählt ihr ein paar Einstellungen. Neben dem Speicherslot, findet man hier die erwähnten Einstellungen. Unter anderem könnt ihr hier aus einem der anfänglich 3 möglichen Schwierigkeitsgrade wählen. Später ist das sogar während des Spiels möglich. Und ja ich gebe zu, auch mal nach unten gewechselt zu haben. ;-) Eigentlich bin ich ja gar kein Freund dieses Features. Aber auch ich muss mal über meinen Schatten springen dürfen. Ansonsten sind die Einstellungen sehr ausladend und lassen euch sehr viele Dinge anpassen. Angefangen beim Steuersetup, der Achsensteuerung und allem Möglichen in Sachen HUD. Hier bleibt kein Wunsch offen und man kann das Gameplay sehr stark an seine Vorlieben anpassen. Wer möchte kann auch hier das neue Gyro-Zielen einstellen. Mein Ding ist es nicht. Aber zumindest wird es Interessierten angeboten. Sind alle Rahmenbedingungen eingestellt, wird nochmal explizit nach dem Schwierigkeitsgrad gefragt und man sieht, dass später mit Albtraum und Ultra-Albtraum noch 2 ganz spezielle auf euch warten. Allgemein sind alle eher etwas höher angesiedelt. Selbst auf dem einfachsten Grad ist Doom alles andere als ein Selbstläufer. ;-) Danach startet die Kampagne endlich. Wie immer vor einer neuen Location im Spiel, muss man hier einmalig etwas längere Ladezeiten ertragen. Für einen schnellen WC-Besuch, oder den Kaffeepegel heben ideal. Danach verfolgt ihr zu Beginn noch einmal ein bisschen die Geschichte und alles Beginnt mit dem Erwachen eurer Person innerhalb der Einrichtung. Ohne großartiges Tutorial werdet ihr in das Geschehen entlassen und dürft die ersten Dämonen mit der zu Beginn einzigen Pistole eliminieren.

Allein schon in diesem ersten Raum im Spiel bekommt man einige Dinge sofort mit. Zum einen ist das Spiel in Sachen Gamespeed unheimlich schnell. Dagegen war Wolfenstein ein Schleicher. Es gibt keinen Auto-Aim in dem Sinne, sondern man darf hier wesentlich mehr "Handarbeit" beim Zielen einsetzen. Ist im Spielverlauf hier eher eine Mischung aus schnellen Laufbewegungen und leichten Bewegungen des rechten Sticks für das Feinjustieren beim Ballern. Und das wird hier mehr als genug gefordert. Zudem zeigt sich die Möglichkeit sich zu ducken, um so etwas langsamer in Bewegung zu bleiben. Dazu kommt die Sprungfunktion, die im Verlauf erweitert werden kann und im späteren Verlauf unverzichtbar sein wird, um vor allem an den Brennpunkten zu überleben. Relativ schnell beeindruckt ist man dazu vom grafischen Ambiente und der Framerate allgemein. Gerade technisch zeigt schon der Anfang wohin hier die Reise gehen wird. Hat man sich so ein wenig umgeschaut, können wir uns so langsam an die Feinheiten machen. Das Spiel bietet euch in der Kampagne im Verlauf wunderbar designte 25 Locations plus 1 weitere im Arcade Modus. Dabei geht es nicht nur in der Forschungseinrichtung zur Sache, die eh über Freibereiche ein riesiges Areal umfasst, sondern auch in die Höllen-Dimension in die Heimat der Dämonen. Die sind dann mal richtig geil geworden, um es mal etwas emotionaler auszudrücken. In allen Gebieten gilt es gleich mehrere Aufgaben zu erfüllen, die sich auch während einer Mission dynamisch verändern können.

Neben dem roten Story-Faden, kann man sich um einiges an Nebenmissionen kümmern, oder noch besser gewisse Vorgaben versuchen zu erfüllen, die euch als Spieler besser machen sollen. Denn neben all der Balleraction, kommt mit Doom auch ein Spiel daher, bei dem ihr euren Helden in vielerlei Hinsicht entwickeln und verbessern könnt. Der Motivation im Spiel sehr zuträglich, glaubt mir. Alle Areale im Spiel sind so aufgebaut, dass ihr Stück für Stück vorankommen müsst und nicht alles sofort erreichbar ist. Sprich innerhalb von Gebäuden sind manche Wege erst einmal nicht möglich, in Freiarealen müssen erst einmal geheime Schalter oder Barrieren gefunden werden. Auch das spricht im Verlauf des Spiels klar für den Spielspaß. Es geht nur wirklich selten mal linear nur nach vorn. Ein stupider Shooter ist Doom beileibe nicht. Selbst Taktiken spielen hier eine große Rolle. Dem zuträglich sind auch die extremen Höhenunterschiede und weitläufigen Areale. Und was fehlt dann am Schluss noch - genau die Dämonen, die euch ständig nach dem Leben trachten. 36 verschiedene Gegnertypen gibt es, die man wirklich aus allen Doom Spielen kennt und hier wieder erlebt. Am häufigsten erwartet euch im Spiel punktuelles Gemetzel. Sprich es existiert irgendwo ein Nest, aus dem stetig neue Dämonen kommen. Ihr erreicht z.B. eine große Halle oder Freiareal in dem es zunächst noch recht ruhig ist. Plötzlich gehen hinter euch die Türen zu oder Tore schließen sich. Dann geht's los und man taucht extrem ein in die Action im Spiel. Gemetzel wohin das Auge reicht. Wo Wolfenstein aufhört, fängt Doom an. Denn einfach nur Ballern wäre hier auch ein wenig einfach. Im Verlauf des Spiels habt ihr 27 Waffen zur Verfügung, sofern ihr alle überhaupt findet, die von verschiedenen Shotguns, Maschinengewehren oder Railguns reichen, bis hin zu futuristischen Waffen, die alle so ihre spezielle Wirkung haben.

Außer die einfache Pistole benötigen alle Munition, so dass dieser Part äußerst wichtig ist. Entweder liegt Zeugs herum, oder Gegner hinterlassen Munition. Genauso die Lebensenergie. Einmal die persönliche Energieanzeige, aber auch eine Rüstung existiert im Spiel, die unabhängig voneinander mit Energie gefüllt werden müssen. Ein genialer Punkt in Sachen Upgrades ist die Möglichkeit die Gesundheit, die Rüstung und die Munitionsmenge 4-fach zu entwickeln. Dafür gilt es bestimmte Terminals zu finden. Speziell die Munitionsmenge war bei mir als erstes voll entwickelt. ;-) Das System geht aber noch viel weiter. Während des Ballerns an sich füllt man im Spiel spezielle Anzeigen. Ist eine voll, bekommt man einen Waffenpunkt. Damit kann man nun wiederum die einzelnen Wummen für sich speziell verbessern. Das gleiche Prinzip gibt es auch noch für euren Anzug, der ebenfalls verbessert werden kann. Und das ist alles andere als ein Alibi Feature. Man giert nach jeder Verbesserung im Spiel. Einfach weil sie sich teilweise extrem auswirken können. Nun wäre ein Doom Spiel nichts ohne seine Körperkontakte. ;-) Dämonen per Kopfschuss zu erlegen ist zwar eine Aufgabe im Spiel für eine spezielle Belohnung, Belohnungen in Form von Gesundheit gibt es viel mehr, wenn man zum Nahkampf übergeht. Willkommen bei den Glory-Kills im Spiel. Dazu muss man die Gegner in einen speziellen Zustand bringen, so dass sie bläulich leuchten. Bei fetten Rackern dauert das schon ein paar Granaten lang. Dann aber kann man zum Nahkampf übergehen. Steht man vor ihnen reicht ein Druck auf den rechten Stick und man nimmt den Gegner im wahrsten Sinne auseinander. Zwar gescriptet, aber einer der vielen Gründe für das 18er Rating. Erinnerte mich immer wieder an die guten alten Fatalities in einem Mortal Kombat. ;-)

Teilweise hintereinander weg geht das Metzeln. Speziell im letzten Drittel, in dem man in der Höllen-Dimension agiert und auch die härteren Gegner dabei sind, erhöht die Action den Spielspaß ungemein. Und wie schon erwähnt gibt es trotzdem taktische Momente. Sei es über Schluchten explosive Objekte mit einzubeziehen, oder Gegner die ebenfalls explosive Waffen besitzen so zu treffen, dass sie im richtigen Moment ihre ganze Umgebung mit in den Tod reißen. Man muss selbst bei den großen Gegnern teilweise einiges an Munition hineinblasen, um sie endlich zu erlegen, oder gar einen Glory-Kill anzubringen. Nur eine legendäre Doom Waffe macht aber mit allen Gegnern kurzen Prozess - die Kettensäge. ;-) Egal wer vor euch steht, eine Anwendung und es herrscht Ruhe. Problem, dass ihr sie nicht so oft einsetzen könnt, da ihr Sprit dafür braucht, den man nicht so oft findet. Dennoch gerade für Boss-Gegner der Tie-Breaker. Entgegen den actiongeladenen Momenten, wo Stehenbleiben den sicheren Tod bedeutet und man mal kurz seine reale Umgebung vergisst, gibt es aber das Gegenteil. Hat man ein Gebiet Feindfrei gemacht, was in Doom ja möglich ist, kann man sich erst einmal in Ruhe umschauen. Diverse Items und Munition einsammeln und sich so manchem Geheimweg widmen. Wie schon erwähnt gibt es auch die zuhauf. Am Ende jedes Gebietes gibt es eine abschließende Bewertung und man wird schnell auf den Boden der Tatsachen geholt, was man an Secrets nicht alles liegengelassen hat. Kein Grund zur Panik. Man kann sich den Gebieten jederzeit erneut widmen und nimmt dabei ja auch seine erspielten Waffen und Fähigkeiten mit, so dass anfänglich nicht erreichbare oder schaffbare Momente jetzt kein Problem darstellen.

Von daher ist auch der Wiederspielwert sehr hoch. Was aber auch daran liegt, dass man alle Gebiete auch noch im Arcade-Modus spielen kann. Hier geht es darum einen hohen Score zu erspielen. Dazu sollte man möglichst wenig Zeit brauchen und die Gegner alle in kurzen Abständen erwischen. Nur dann greifen die Multiplikatoren, die den hohen Score ergeben. Für Spieler die den Druck brauchen und wirklich ohne Pause durch die Levels fegen wollen, genau das richtige. Um aber jetzt Spaß zu haben reicht die Kampagne allemal aus. Ich war durchaus überrascht über den Umfang. Denn gut 15 Stunden habe ich schon dran gesessen und wurde dabei sehr gut unterhalten. Es gab eigentlich keinen langatmigen Moment, oder auch Stellen die einen extrem frustrieren. Alles ist machbar, auch wenn man manchmal ein paar Anläufe braucht. Schade dass man hier nicht punktgenau Speichern konnte wie bei Wolfenstein. Dafür sind aber die automatischen Speicherpunkte recht passend. Einzig wenn man kurz vor dem nächsten Speicherpunkt draufgeht war es ärgerlich, da man nun ein relativ großes Gebiet noch einmal spielen musste. Aber keine Kritik an einem wunderbaren Kampagnen-Modus, der mehr bietet als man zu Beginn denkt und euch in eine actiongeladene Ballerorgie entführt, die man so eben nicht oft erlebt.

Grafik & Sound....

Grafisch kann ich mich ebenfalls nur wiederholen. Die Entwickler holen wirklich alles aus der Switch raus und präsentieren euch ein grafisch opulentes Spiel, das vor allem hinten raus in der Höllen-Dimension extrem atmosphärisch rüberkommt. Das beginnt bei sehr detaillierten Waffen, unheimlich vielen Effekten um euch herum, sowie wirklich gelungenen Texturen und Lichteffekten. Das beeindruckende dazu ist halt die Technik. Da ruckelt nix und man erlebt keine technischen Fehler. Von daher ein dickes Lob. Das gleiche gilt für die Gegner Gestaltungen, die man ebenfalls sehr detailliert hinbekommen hat. Egal ob man sie nun im Ganzen erlegt, oder per Glory-Kill in mehrere Teile zerlegt. Es gibt immer was fürs Auge. ;-) Thematisch erwarten euch genug abwechslungsreiche Gebiete. Selbst im Inneren wird viel geboten, wobei natürlich die Marslandschaften und wieder die Höllen-Dimension das höchste der Gefühle darstellen. Gerade die Frei-Areale sind ein anderes Kaliber, als es sie z.B. in einem Wolfenstein II waren. Dazu der ungemein hohe Gamespeed, an den man sich schnell gewöhnt und ohne den man mit der Zeit nicht mehr agieren möchte. Der passt zum Doom Gameplay perfekt. Hier darf die Switch also durchaus zeigen, zu was sie doch fähig ist. Gerne mehr davon. ;-)

Auch der Sound ist ein absolutes Highlight. Die martialischen Schreie, Waffengeräusche und Umgebungsakustik sind ein Genuss für die Ohren. Ein satter Bass und viele verschiedene Musikstücke wissen auch hier sehr zu gefallen. Atmosphärisch ungemein stimmig. Abgerundet vom Highlight Sprachausgabe, die auch sehr von den bekannten professionellen Sprechern lebt. Auch hier also ein klarer Daumen nach oben.

Mehrspieler/Online....

Der Mehrspieler in Doom ist ebenfalls von der sehr ausladenden Sorte und bietet euch reichliche Möglichkeiten die Sau gegen und mit anderen rauszulassen. Über allem steht hier ein großer Bereich der Personalisierung. Über allem thront ein Level des Spielers, das viele Dinge im Mehrspieler beeinflusst. Unabhängig vom Offline Spiel könnt ihr euren Helden hier stetig anpassen und mit allen möglichen Waffenmischungen ausstatten. Es gibt eine sehr detaillierte Statistik und ihr könnt neben dem eigenen Level auch diverse weitere Belohnungen wie Medaillen erspielen. Alles wirkt sich auf das Level und Ranking aus, so dass dieser Teil des Spiels ein in sich geschlossenes System ist. Man geht also nicht einfach mal so mit seinem Einzelspieler Dödel in eine MP Schlacht. Zu Beginn noch schwach ausgestattet, sollte man sich also durchaus im extra verfügbaren Trainingsmodus versuchen. Dazu gibt euch das Spiel die Gelegenheit Partien zu suchen, die speziell für Anfänger gemacht sind. Wer höher levelt kann sich allen verfügbaren Modi widmen. Schön das man explizit wählen kann, wo man auf unserem Globus nach Spielern suchen will. Danach stehen euch alle bekannten Arten von Einzelspieler Modi bis hin zu Team Matches zur Verfügung. Alles wird mit Erfahrung bewertet. Wie ihr Gegner tötet, natürlich wie viele und wie oft man selber dran glauben muss. Die Areale sind an das Hauptspiel angelehnt, aber natürlich passend hier kleiner gemacht. Man will sich ja nicht er suchen müssen. Maximal 12 Spieler können in einem Deathmatch zur Sache gehen. Technisch muss man hier auf nichts verzichten, so dass auch dieser Bestandteil des Spiels mit viel Tiefgang und Action auf euch wartet.

Fazit....

Doom ist vielleicht bisher die technische und spielerische Überraschung auf der Switch. Was die Entwickler hier aus der Hardware rausholen ist beeindruckend. Dazu ist der Titel alles andere als ein stupider linearer Shooter, sondern bietet viele Facetten und reichlich Gameplay Abwechslung. Die herrlich gestalteten Umgebungen, Gegner und Areale machen es nie langweilig. Von der Action mal ganz zu schweigen. Dazu das Upgrade und Entwicklungssystem, das sich wunderbar in das große Ganze einbettet und die Motivation des Spielers zusätzlich hebt. Der Wiederspielwert ist hoch und zu guter Letzt der gelungene Mehrspieler sorgt für langen Spielspaß. Wie ich schon bei Wolfenstein II anmerken konnte. Solche Games gehören einfach in ein Software Angebot. Wenn sie dann noch qualitativ so umgesetzt sind sowieso.

 

+ Gute Spielzeit/Gameplay
+ Technisch sehr gut/Grafik
+ Mehrspieler mit 12 Spielern
+ Waffenanzahl/Typen
+ Herrlich fordernd gegen Ende
+ Klasse Steuerung/Gamespeed
+ Entwicklungsmöglichkeiten
+ Geniale Höllen-Locations
+ Sehr gute deutsche Vertonung
- Nur feste Speicherpunkte
- 9GB DL muss nicht sein
- Warum kein Offline-MP?

GRAFIK: 85%

SOUND/EFFEKTE: 84%

MULTIPLAYER: 81%

GESAMTWERTUNG: 86%

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