Einleitung....
Wie sich die Zeiten doch ändern. Zu Zeiten des N64, des GCN oder auch auf der Wii haben wir Nintendo Spieler darüber geschimpft, dass viele Genres immer wieder unterbesetzt waren. Was es dagegen immer reichlich gab, waren Spiele die Jumper, Adventure und ein Aufgaben-Gameplay in einem boten. Allen voran sicherlich Software Perlen wie die Banjo Reihe oder ein unvergessenes Donkey Kong 64. Seit der Switch und auch der Switch 2 hat sich das alles ein wenig gedreht in meinen Augen. Heute sucht man nach genau diesem Gameplay mit der Lupe. Das diese Mischung auch heute noch ungemein zieht, sieht man an den Neuauflagen zur Mario Galaxy Reihe. Aber genau dieses Flair hat nichts von seinem Reiz verloren. Geht mir heute nicht anders wie vor über 25 Jahren. Umso schöner war seinerzeit die Ankündigung über ein neues Donkey Kong Spiel, das genau diese Mischung mal wieder exzessiv bieten soll. Im Sommer erblickte Donkey Kong Bananza das Licht der Welt und brachte viel frischen Wind und für das Genre passend, viele neue Ideen. Auch für mich ein Highlight meiner Spielerkarriere, das wieder alle Gamer Emotionen entfachen sollte, die so in einem schlummern. ;-) Was ich damit meine und was der Titel auf der Switch 2 zu bieten hat, soll euch der folgende Test verraten.
Menus und die Story....
War seinerzeit alles in der Hand der legendären Software Schmiede Rare, so kommt Donkey Kong Bananza dieses Mal als reiner Nintendo Titel daher. Ist ja nun auch nichts Schlechtes. ;-) Dementsprechend musste und muss sich hier auch keiner Sorgen über die Rahmenbedingungen machen. Mit Donkey Kong Bananza erwartet euch ein Titel der die Fähigkeiten der Switch 2 sehr gut ausnutzt. Sei es bei allen unterstützten Bildmodi auf der Switch 2, als auch bei der Soundausgabe. Für 2 Spieler gemacht, auch wenn ich diesen nur als Beiwerk ansehe, kommt der Titel komplett deutsch daher und bietet neben deutschen Texten auch eine ebensolche Sprachausgabe. Wenn auch nicht für den Helden, dafür aber für eine andere Heldin im Spiel. Denn allein unterwegs ist Donkey Kong einmal mehr nicht. Bananza ist eines der wenigen Spiele im Moment, die auch wirklich mal als nutzbare Cartridge daherkommen und nicht als Schlüsselkarte oder Download umgesetzt sind. Daher müsst ihr hier nicht große GB Mengen freigeben, sondern braucht ca. 400MB um Update und Savegame Dateien zu erstellen. Online Gameplay gibt es zwar nicht, dafür aber die Nutzung der gängigen amiibos, die man für diverse Items im Live Spiel nutzen kann.
Kein Jumper mit Adventure Inhalten ohne eine Story. Worum geht es hier? Das ist keine große Überraschung und alles andere als weit hergeholt - Bananen. :-) Aber das wäre zu einfach. Ein bisschen mehr bietet man euch in der Geschichte schon. Es zieht uns zunächst einmal grob auf die sogenannte Ingot-Insel. In den tiefen Erdschichten Richtung Erdkern schlummern Bananenschätze und ganz tief unten die legendäre Banandium-Ader, die wenn man es einfach sagen will aus purem Gold besteht. Solche Schätze ziehen natürlich Schurken und Spitzbuben an. Hier in Form der sogenannten Void Company mit ihrem Oberlehrer Void. Sie ziehen von Schicht zu Schicht und stehlen Donkeys Goldbananen, wobei auch deren großes Ziel die legendäre Ader ist. Was wir als Spieler bis kurz vor dem Ende nicht wissen, der wirkliche Bösewicht im Spiel ist ein ganz anderer und beileibe kein Unbekannter. Ihr wiederum schlüpft nun in die Rolle von Donkey Kong und verfolgt die Void Gang in die Tiefen der Erdschichten. Verpackt in ein herrliches Aufgaben-Gameplay erwartet euch dabei reichlich Abwechslung, viel Neues, neue Mitstreiter und altbekannte Donkey Kong Features.
Der Spielstart selber ist wie in vielen Spielen zunächst recht simpel gehalten und bietet euch neben dem Hauptmenü einzig den Punkt DK Artist. Eher ein Modus für zwischendurch, bekommt ihr hier die Möglichkeit euch künstlerisch zu betätigen. Ihr bekommt spezielle Skulpturen zur Verfügung gestellt und dürft diese bemalen und ausschmücken. Die weitaus wichtigeren Punkte bietet das Hauptmenü selber. Neben einem Neuen Spiel, könnt ihr natürlich ein gespeichertes fortsetzen. Dazu kommt mittlerweile der Punkt "Herunterladbare Inhalte", über die man für knapp 20 Euro eine zusätzliche Welt kaufen kann. Eventuell etwas für ein Testupdate und hat in dem Sinne nichts mit dem normalen Hauptspiel zu tun. Also erstmal kein Muss, um Bananza zu beenden. Wichtiger sind hier die Optionen, die euch viele Möglichkeiten geben, diverse Rahmenbedingungen anzupassen. Angefangen beim Thema Steuerung, wo man auch die Belegung ändern kann, Sound-, Kamera und Achseneinstellungen anpasst, bis hin zum Aktivieren des Spielmodus, der eher den Schwierigkeitsgrad verändert. Alles Dinge die man aber auch im Spiel beeinflussen kann, so dass wir uns hier gar nicht lange aufhalten wollen. Auf geht's erstmal in die Welten und damit die sogenannten Schichten.
Das Gameplay....
Sobald das Spiel startet, kann man zunächst einen von 3 Speicherständen nutzen und für das Spiel einen von 2 Schwierigkeitsgraden. Neben einer normalen Variante, gibt es einen Modus, der sich "Unterstützt" nennt und euch im Spiel in Form von erhöhten Continues unter die Arme greift. Es macht nicht zwingend die Gegner leichter, sondern unterstützt euch beim Thema Geschicklichkeit, sofern ihr mal dahin stürzt und fallt, wo es nicht unbedingt hilfreich ist. ;-) Wie schon erwähnt beginnt das Spiel an sich noch recht harmlos und man entlässt euch in den Tiefen einer Mine auf der Ingot Insel. Ist eher ein kleines Tutorial Level, um Steuerung und erste Gegebenheiten des Gameplays kennen zu lernen. Aber zumindest sieht man schnell, wohin die Reise spielerisch gehen wird. So sind die ersten Minuten im Spiel eigentlich nur wildes Gekloppe, in denen man die wichtigste Action im Spiel kennenlernt - Zerstören. ;-) Naja gut, so schlimm ist es nicht. Bananza ist dahingehend schon ein ungewöhnliches Spiel, weil man wie wohl in keinem anderen Spiel die gesamte Umgebung bearbeiten kann. Und das kann man hier durchaus wörtlich nehmen.
Ihr seht DK in der Third Person Perspektive und könnt mittels A-Taste springen und mittels der anderen Action Tasten nach vorn, nach unten und nach oben schlagen. Dabei zerbröselt ihr alles was nicht Niet und Nagelfest ist. Ihr zerstört so nicht nur Felsen, Steine oder Sand, sondern legt damit auch alles Mögliche an versteckten Dingen frei. Neben dem Rätsel Gameplay wie in früheren Tagen ist das ein riesiger Bestandteil des Spiels und sorgt für reichlich Überraschungen, was allein damit auch zeigt, was spielerisch im Spiel möglich ist. Und natürlich ist Bananza ein Spiel, das sein volles Potential und seinen Umfang zu Beginn natürlich nicht zeigt. Alles muss erspielt und freigeschaltet sein. Ganz im Stile der alten Klassiker punktet hier die Mischung aus Geschicklichkeit, Rätselkost und eben der Zerstörungswut unseres Helden. Das große Ziel im Spiel ist natürlich das erspielen der Bananen und am Ende das Erreichen des Planetenkerns. Dabei haben die Bananen ungefähr die Bedeutung wie früher Marios Sterne oder auch Banjos Noten. Auch wenn es ja eigentlich Kristalle sind, die wie Bananen aussehen. ;-)
Nur das von der Menge her hier etwas mehr auf euch wartet. Wirklich über die Welten erspielbar sind 777 Bananen. Über Boni und Zusätze sind aber noch mehr möglich. Wirklich wichtig und zwingend, um alle wichtigen Inhalte zu sehen sind 600. Fragt nicht wie sich dieses Ziel ziehen kann. Ich habe jetzt am Ende 606 Bananen Kristalle, hab dauernd den Test verschoben, weil ich wenigstens diese Menge erreichen wollte. Nur dann seht ihr alles was spielerisch möglich ist. Verteilt sind diese auf insgesamt 17 sogenannte Ebenen, die man von oben nach unten freispielen muss. Es gilt auf jeder Ebene bestimmte Ziele zu erfüllen, um zur jeweils nächsten vorzudringen. Allerdings nicht wie man denkt bestimmte Mengen an Bananen, sondern auf verschiedene Weise. Positiv und auch zwingend nötig ist die Tatsache, dass man später jederzeit zwischen den Ebenen wechseln kann. Denn mit dem Fortschritt in den Welten, gehen auch Entwicklungen bei DK und seiner Begleiterin einher. Ihr lernt stetig neue Fähigkeiten, die euch erst im Verlauf es Spiels die Möglichkeiten geben, alle versteckten Bananen zu erspielen.
Im Nachgang kann man sagen, man sollte nicht zu lange in den Welten bleiben, sondern sich erstmal alle Spezialfähigkeiten holen, um sich dann in Ruhe allen Welten nochmal zu widmen. Aber schon genial gemacht, was man in den ersten Stunden des Spiels gar nicht so denkt. Man kloppt sich durch die Ebenen, hat jede Menge Spaß, merkt aber das immer irgendwas fehlt. Man kennt ja die typische Gamer Fragen, …" Wie soll das gehen"…, oder "…Wie soll ich da hinkommen…" Jede Ebene und Welt hat dabei so ihr eigenes Thema, was auch grafisch sehr imposant umgesetzt ist. In wunderbar großen 3D-Umgebungen geht es weit nach oben, nach unten und alle Ebenen sind in verschieden große Abschnitte unterteilt. Später im Spiel kann man sich über eine Art Statistik immer anschauen wie viele Bananen innerhalb einer Ebene schlummern. Und wieder fragt man sich wo sind die alle. ;-) Um nun an die Bananen zu kommen gibt es viele Wege, die an sich gar nicht mal so schwer sind, aber dafür oft sehr unterhaltsam. Dabei ist nicht wie früher in einem Mario, sondern theoretisch sind alle Bananen sofort möglich, sofern man weiß wo sie sind und man alle Fähigkeiten besitzt.
Zu Beginn des Spiels muss man zumindest bis zur 2.Ebene warten ehe das Dream Team im Spiel komplett ist. Erreicht man hier den Thron eines der Ältesten im Spiel, gibt sich Pauline die Ehre, die von nun an die ständige Begleiterin von DK sein wird. Nur mit ihr ist es z.B. möglich bestimmte Barrieren zu zerstören, die von der Void Compay platziert wurden. Mittels ihres Gesangs, der in diesem Spiel zumindest eine Story-technische Rolle spielt. Ebenso öffnet man damit spezielle versiegelte Eingänge, die euch einmal mehr zu weiteren Bananen führen. Spielerisch warten aber noch viel mehr Facetten auf euch, die dieses Spiel einfach sehr genial machen. Allein dadurch das DK an fast allen Oberflächen hochklettern kann, diverse Fässer benutzen und eigentlich alles aufheben und als Wurfgeschoss nutzen kann. Die Freiheiten für den Spieler sind echt sehr hoch und es gibt eben nur selten den einen Weg, um an ein Ziel zu kommen. Ebenso wird man selten gegängelt Reihenfolgen einzuhalten, sondern kann sich relativ frei um die Ziele kümmern. Es sei denn man kommt an Stellen, an denen Spezialfähigkeiten gefordert sind… ;-)
Aber bevor wir dahin kommen, gilt es noch einen ganz anderen Punkt zu beleuchten, ein eingebautes Upgrade Feature. Denn abgesehen von den im Spiel enthaltenen 5 Spezialfähigkeiten, kann man auch alle anderen normalen Fähigkeiten entwickeln. Immer wenn man als Spieler 5 Bananen gefunden hat, bekommt man einen Upgrade-Punkt. Diese kann man in einem speziellen Upgrade-Menü ausgeben und diverse Aktionen und Rahmenbedingungen verbessern. Das fängt bei den reinen Herzen in Sachen Lebensenergie an, reicht über stärkere Wirkung der Klopperei, bis hin zur Verbesserung der Surf Fähigkeiten. Auch das gibt's und DK reißt einen Steinblock aus dem Boden und kann damit über schädliche Untergründe surfen. Überraschend viele Möglichkeiten, die man dem Spieler an die Hand gibt. So betritt man in der Regel die Welten und schaut sich erstmal um, was hier auf einen wartet. Eine echt geniale Kartenfunktion unterstützt euch dabei. Durchzogen sind alle Welten von Rücksetzpunkten und sogenannten Wegpunkten. Das können Bauten sein, Charaktere oder spezielle Orte. So hat man einen gewissen roten Faden was die Story angeht, ohne dass man zwingend dahin gehen muss.
Ansonsten reicht der spielerische Aspekt von Bananen die man im Boden findet, über spezielle kleine Aufgaben, bis hin zu durchaus ausladenden Rätseln, die man in den Welten lösen muss, um an sie zu gelangen. Dazu kommen Boss Kämpfe und auch Zeitkritische Events, die dann vor allem die Geschicklichkeitscracks fordern. Aber auch das war ja noch lange nicht alles. Es gibt im Spiel ein Kleidungssystem, über das man den Helden stetig neue Klamotten spendieren kann. Auch diese verbessern bestimmte Fähigkeiten, solange man diese Klamotten trägt. Die höchsten Weihen und damit auch alles erreichbar ist nur mit den 5 sogenannten Bananza Fähigkeiten. Diese erlernt man bei bestimmten Ältesten Charakteren und erweitern die Möglichkeiten unseres Helden immens. So kann DK mittels Kong-Bananza viel stärker schlagen und auch spezielle Wände durchschlagen. Dazu kommen Fähigkeiten, die ihn über spezielle Untergründe Sprinten lassen, er durch die Luft fliegen kann und damit natürlich ganz andere Entfernungen schafft. Oder die Rüssel-Bananza, mit deren Hilfe er die gesamte Umgebung einfach einsaugt und Secrets so offenlegt.
Mit der letzten Fähigkeit dem Sprungkracher, sind spezielle Höhen möglich, die vorher einfach nicht drin waren. Und wie es immer so ist. Sobald man eine der Fähigkeiten hat, beginnt das große Grübeln, wohin man jetzt "fix" nochmal gehen könnte. Dieses Feeling erzeugt Bananza wie kaum ein anderes Spiel. Dabei ist der reine Schwierigkeitsgrad an sich lange Zeit recht human. Es gibt kaum Stellen oder auch Bosse, wo man mal länger festhängt. Es spielt sich alles sehr flüssig, ohne dass man z.B. über den Unterstützungsmodus überhaupt mal nachdenkt. Und dennoch sitzt man gut 30 Stunden, ehe man mal alles gesehen hat. Das Ende finde ich sehr genial, auch weil mit K.Rool der wirkliche Schurke erst spät im Spiel offeriert wird. Und dann geht für mich das Spiel eigentlich erst richtig los. Denn an sich habe ich gedacht, nun kann ich mich dem Test widmen. Von wegen… Denn jetzt erwacht der typische Gamer in einem solchen Spiel. Denn nun offerieren euch die Ältesten die goldenen Bananza Fähigkeiten, für die man die angesprochenen 600 Bananen braucht. Und die Teile sind dann in meinen Augen teils extremst knackig. Hier vollzieht das Spiel eine echte Wende im Schwierigkeitsgrad. Selten so anspruchsvolle Einzelprüfungen in einem vergleichbaren Spiel gespielt. Denkt man die letzten Boss Kämpfe sind schon knackig, dann erlebt man hier noch einen Tick mehr Anspruch.
Sorgte auch bei mir das nochmal gut 10 Stunden draufgegangen sind, ehe nochmal der Abspann zu sehen war. Dabei lebt das Spiel gerade dann von der typischen Jäger und Sammler Sucht. Mehr geht dann eben nicht in Sachen Fähigkeiten und versucht immer und immer wieder auch die letzten Secrets zu bekommen. Dabei spielt Geld eine Rolle, das man eh das gesamte Spiel über sammelt. Jetzt aber kann man es in den Shops auch für teure Karten ausgeben, die euch zeigen wo Bananen noch liegen. Oder ihr saugt ganze Level leer, und legt damit Bananen frei. Oder einfach mal von oben herab Stellen per Flug zu erreichen, die bisher nicht gingen. Es wird dann einfach nicht langweilig. Genau das zeichnet den Titel aus.
Grafik & Sound....
Grafisch habe ich den Titel im Testzeitraum ja mit verschiedenen TV-Geräten erlebt. Angefangen mit FHD ohne HDR bis zur maximal möglichen Auflösung mit HDR. Man sieht den Unterschied schon, auch wenn das Spiel selbst auf normalen TV-Geräten eine mehr als gute Figur macht. Bananza ist sicherlich einer der farbenfrohesten Titel auf der Switch 2, das vor allem durch Abwechslung glänzt und teils wunderbar gestalteten Welten. Zwar sind nicht alle 17 Ebenen gleich groß, aber was euch hier und da oft entgegenfunkelt und an Animationen erwartet ist schon Klasse. Selbst im normalen Modus unterwegs gehört das Spiel zu den klar besseren Titeln. Man findet sehr viel Liebe zum Detail innerhalb der Welten, die oft vor edlen Texturen und animierten Dingen strotzen. Das reicht weiter über die knuffigen Animationen der beiden Helden, bis hin zu den auch verspielten Gegner Designs. Auch da zeigt sich das Spiel von einer tollen Seite. Sind jetzt meist nicht die schwersten, aber es macht Laune viele davon zu zerbröseln. Der Glitzereffekt rund um die Bananen und die eigentlichen Kristalle und Goldadern ist imposant in Szene gesetzt. Jede Welt bringt so ihr eigenes Flair mit. Teils auch sehr ausladend, mit vielen Abschnitten ist das Leveldesign sehr gelungen. Es gibt so schon viel zu entdecken. Aber kloppt man die Umgebung weg oder geht mit dem Rüsselsauger durch die Welten, sieht man erstmal was da im Untergrund nicht alles so schlummert. Manches sehen die Spieler an sich gar nicht, wenn man nicht danach sucht, oder eben einfach die Bauten auf komplett links dreht. ;-)
Auch technisch gibt es wenig zu meckern. Einzig wenn man sich wirklich mal in den Berg fräst und unter Tage einfach nur wild herumkloppt, zeigt die Kamera Schwächen. Ruckeln an sich habe ich nicht gesehen. Ansonsten strotzt das Spiel vor Effekthascherei bei allen möglichen Aktionen und gerade Umgebungen mit den Elementen wie Feuer, Schnee oder Eis sind schon etwas fürs Auge. Beim Sound sind es eher ganz spezielle Sounds die mir im Gedächtnis geblieben sind. Gerade die Spezialaufgaben werden begleitet von einem sehr prägnanten Sound was die Hintergrundmusik angeht. Aber auch sonst gehören die Musiken zur gehobenen Klasse. Auch hier wurde viel Zeit investiert. Soundeffekte gibt es reichlich, die auch sehr satt klingen und gerade den Helden DK sehr gut in Szene setzen. Auch hier gibt sich das Spiel also keine Blöße.
Fazit....
Auch wenn der Titel jetzt doch schon wieder ein paar Tage auf dem Buckel hat. Übergehen kann man Bananza nicht. Dafür bringt er einfach frischen Wind in ein Genre, das wir früher so viel häufiger erlebt haben. Aktuell gibt es solche Spiele eher selten, so dass man jede Minute hier genießen kann und sollte. Die Möglichkeiten die man dem Spieler hier an die Hand gibt, sind immens und zeigen sich vor allem erst mit der Zeit. Anfangs denkt man noch ein lustigen 10 Stunden Action Jumper vor sich zu haben, um mit der Zeit zu merken, was alles drinsteckt. Spielerisch wie grafisch und ausgestattet mit einem gelungenen Sound, wird das Spiel nie langweilig oder gar langatmig. Es gibt immer irgendwas zu tun und dem Spieler wird sehr viel Freiheit bei seinen Entscheidungen gegeben. Ebenso eine große Stärke ist der typische Gamer Sucht Faktor, wenn man alles erspielen und finden will. Selbst wenn man den Abspann einmal gesehen hat und denkt jetzt ist man fertig, geht's eigentlich nochmal los. Allein die Bedingungen zu erfüllen, um die goldenen Bananza Fähigkeiten zu spielen, sind ein kleines Spiel im Spiel. Das man dabei dann auch noch versucht alle nicht gefundenen Bananen zu finden, unterstreicht diesen Punkt. Unterhaltsam ohne Ende, lange Zeit nicht Bockschwer, dafür mit einem genialen Ende und den danach folgenden knackigen Aufgaben ein Titel für jede Altersgruppe und Anspruch.