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NDS
 
 
Tiger Woods PGA Tour - NDS
Matthias Engert (11.03.2005)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: EA
GENRE: Golf
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 5-10+
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Im Moment ist das Thema Dauertesten mal wieder angesagt. Man merkt das es um einen Hardware Launch geht. ;-) Mit vertreten am Start ist dabei ein Genre das mir persönlich schon immer sehr am Herzen liegt und mich in den verschiedenen Versionen Nächte meines Lebens gekostet haben - Golf! Allen voran die Tiger Woods Umsetzungen, die auf dem GCN excellenten Spielspaß bringen. Und jetzt wo die einzig wahre Nummer 1 in der Realität wieder an der Spitze der PGA Tour Rangliste steht macht doch Golf gleich nochmal soviel Spaß. ;-) Aber ich schweife ab. Deswegen war natürlich einer meiner Most Wanted unter den Starttiteln Tiger Woods PGA Tour für den Nintendo DS. Gespannt auch deshalb wie EA hier nun den Touch Screen eingebunden hat und wie sich das ganze spielt. Auf jeden Fall ist die DS Version eines der Spiele die wohl mit die längste Eingewöhnungszeit mit sich bringt und selbst virtuelle Golfcracks erstmal tüchtig viele Probleme haben werden. Aber es gibt auch ein danach, und was der Spieler dann erwarten kann will ich euch nun in ein paar Zeilen etwas genauer darlegen.

Menus und die Story....

Auch Tiger Woods PGA Tour glänzt zunächst mit einem gelungenen Drumherum. Neben einem komplett deutschen Spiel in Sachen Texten, das glücklicherweise bei den Fachbegriffen trotzdem englisch bleibt bietet man euch einen Multiplayer für bis zu 4 Spieler an. Ein Highlight ist die Rescue Speicherfunktion auf die ich später noch näher eingehe. Gespeichert an sich wird im Spiel über ein selbst erstelltes Profil. Auch hier erwartet man den Spieler ohne große Umstände im Spiel und Ihr dürft euch auf dem Hauptmenu zunächst für 4 Punkte entscheiden. Neben dem Schnellen Spiel gibt es die Legend Tour als spielerischen Kern, sowie den Multiplayer und den Punkt Mein Profil. Im Punkt Mein Profil legt Ihr nun euren eigenen Golfer an und gebt ihm neben einem Namen auch ein gewisses eigenständiges Aussehen. Allerdings ist der Editor weit entfernt von dem was euch die großen Teile bieten. Hier sollte man also nicht zuviel erwarten. Ist dies Geschehen könnt Ihr hier unter den Optionen Licht und Soundeinstellungen verändern, sowie für das Schnelle Spiel einen Schwierigkeitsgrad wählen. Dazu kommen Statistiken die jeden Schlag auf eurer Reise mitregistrieren und die Rekorde auf den enthaltenen Kursen. Wichtigster Punkt in Mein Profil ist der Abschnitt Mein Spieler und Tiger Spieler der großen Versionen werden ein bekanntes Feature entdecken. Denn neben Aussehen und Namen, den man hier auch später ändern kann findet man die Punkte Attribute, was nichts anderes ist als die Möglichkeit den eigenen Golfer zu entwickeln. Und im Gegensatz zu den anderen Versionen startet man hier komplett bei Null und hat also eine tüchtige Gurke anfangs zur Verfügung, was zunächst auch die spielerischen Schwächen deutlich erklärt. Doch auch dazu später mehr. Kümmern wir uns zunächst um das spielerische und vor allem das wichtige Thema Steuerung.

Technik und Gameplay....

Gerade die Steuerung ist in diesem Spiel etwas das man ganz genau behandeln muß. Denn der erste Kontakt ist einfach nur so mit Fehlern gespickt und die Eingewöhnung ist sehr schwierig. Also starten wie hier mal im Schnellen Spiel Modus und wählen einen der 6 enthaltenen Kurse an. Leider nur 5 originale wie z.b. Sawgrass, Pebble Beach oder St.Andrews kommt der japanische Fantasy Kurs Emerald Dragon dazu, den die Spieler schon von den großen Versionen her kennen und fürchten. ;-) Im Schnellen Spiel könnt Ihr zudem den Modus wählen ob Ihr ein Zählspiel oder wahlweise Loch und Skin Varianten spielen wollt. Ob alle 18 Löcher und ob CPU Gegner mit von der Partie sein sollen. Turniere gehen hier z.b. nicht, weil auch die Anzahl der CPU Gegner mit 4 relativ gering ist. Einmal diese Einstellungen getroffen startet das ganze am ersten Grün und man sieht schnell wie EA sich das ganze gedacht hat. Zunächst ist die Vorstellung und Aufteilung auf den Screens vorbildlich gemacht. Im oberen Screen seht Ihr bei der Grün Vorstellung per 3D Kamerafahrt wohin der Ball sollte, während unten die gleiche Kamera das ganze in der Draufsicht zeigt. Danach wechselt Ihr in den eigentlichen Spielmodus und die Vorberreitung beginnt. Wieder ist die Einteilung der Bildschirme verschieden und gut gelöst. Oben im Screen sieht der Spieler seinen Golfer in 3D und das ganze wirkt wie bei einer TV Konsole.

Ihr habt nun oben neben der 3D Grünansicht erste Informationen eingeblendet. Neben der Untergrund und Spielbarkeits Bezeichnung, eurem aktuellen Stand findet man hier auch die Geldanzeige, die ja später für die Attribute äußerst wichtig ist. Dazu unten links wie weit der Weg zur Fahne ist und welcher Schlag ansteht. Wiegesagt sind Anzeigen für Entfernungen, Wind und Schläger in Englisch gehalten was ich hier als nichts schlechtes empfinde. Der untere Screen wiederum dient nun zum Anpassen des Schlages. Weiterhin sieht man das Grün per Draufsicht und erkennt Hindernisse und Beschaffenheit sehr gut. Dazu kommen hier nun weitere Anzeigen, was durch beide Screens im gesamten recht aufgeräumt wirkt. Neben dem aktuellen Schläger plus maximale Längenangabe der Schlagvariante findet man hier die Windanzeige und die Par Anzeige des aktuellen Grüns. Am wichtigsten um den Schlag auszurichten ist allerdings eine per Linie dargestellte Flugbahn die der Ball mit den Vorgaben des Spiels als machbar ansieht. Dabei geht das Spiel auch hier den Weg euch immer die sichere Variante anzubieten. Was Ihr draus macht ist was anderes. Aber man hat ja auch die Freiheit dies zu ändern. Einfaches Beispiel ist der Driver. Anfangs mit maximal 275Yards angegeben endet die Linie mit einem Kreissymbol auf dem Touch Screen genau an der Stelle bis wohin Ihr mit eurem Driver bei einem 100% Schlag kommen würdet. Dies könnt Ihr nun verstellen und man betätigt dazu das Kreuz. Gleichzeitig wechselt oben die Kamera nun an diesen Endpunkt in 3D und man kann je nach Wind und Grün nun die Richtung beeinflussen.

Zusätzlich bekommt man zum Kreissymbol Anzeigen ob der Punkt tiefer oder höher liegt und eben die Prozentangabe eures aktuellen Schlägers. Bleiben wir weiter bei der 100% Anzeige in unserem Beispiel. Ihr wollt also nun abschlagen und habt die Vorberreitungen abgeschlossen. Man drückt nun die A-Taste und im Touch Screen kommt das Herzstück der Steuerung - der Touch Swing zum Vorscheint. Und hier ist man anfangs perplex wieviele Fehler man machen kann. Ihr habt in dieser Anzeige einen mittig beginnenden Schwungbereich, der nach unten und dann links nach oben zum Ball geht. Über dem Ball sind dazu noch mehrere Pfeile zu sehen. Ziel ist es einfach gesagt für einen geraden Abschlag mittig oben anzufangen und so wie das Schwungteil beschaffen ist in einer Bewegung nach unten und links oben zum Ball zu kommen und ohne abzusetzen einen der Pfeile komplett mit abzufahren. Klingt bekloppt und spielt sich zunächst auch so. Dabei ist das ganze so gedacht das Ihr bei der Bewegung auf dem Touch Screen die Ihr ja machen müßt sauber im inneren der Schwunganzeige bleibt. Auch wenn man sich sagt das müßte mit dem Finger doch gut gehen, dem sage ich nutzt den Pen der bei der Hardware dabei ist. Auf Dauer macht er sich besser und man ist viel genauer. Denn stimmt auch nur ein Teil im Ab und Aufwärtsschwung nicht schlagt Ihr Gurken ohne Ende, was die Steuerung erstmal verkompliziert und man nach ersten Versuchen erstmal gefrustet den DS zur Seite legen will. Rechts dazu findet man nun die Boost Anzeige, mit der man den Schlag auch noch verstärken kann. Hier wischt man von oben nach unten und aktiviert so den Boost der immer schwächer wird, je länger man danach auf den eigentlichen Schlag wartet. 120 Prozentschläge sind so aber später kein Problem.

Zurück zum Schwung. Habt Ihr die Bewegung ausgeführt sieht man richtig, wenn man später etwas sicherer ist, wie oben im Screen der Golfer einen animierten und kompletten Schwung ausführt. Am Ende bekommt Ihr eine Anzeige über die Stärke des Schlages in Prozent und ob Ihr seitlich einen Draw oder Fade gespielt habt. Hier muß man sagen das wenn man einmal das Feeling raus hat ein Fade oder Draw sehr schön zu spielen ist. Dazu muß man dann am Ende des Schwunges einfach nicht den mittleren, sondern die linken und rechten Pfeile erwischen. Wie auf den großen Versionen gibt's bei perfektem Boost und Abschlag auch wieder den Rundumflug um euren Golfer per Kamerasequenz. Nur das Herzklopfen fehlt noch. ;-) Danach kann man den Ballflug oben in 3D und unten in der Draufsicht verfolgen. Je nach Wind und Schlagstärke landet er und weiter geht's. Nun beginnen die Feinheiten. Die Schwunganzeige ist nicht umsonst mit Strichen versehen. Setzt man mit dem Pen ganz oben an sollte ein 100% Schlag heraus kommen. Der nächste Strich sind 95% und schwächt sich proportional immer weiter ab. Dabei ist die Hälfte der Schwunganzeige keineswegs ein 50% Schlag. Auch daran muß man sich erstmal gewöhnen und ein Händchen für die Abstufungen bekommen. Liegt Ihr nun auf dem Fairway könnt Ihr je nach Wind oder anderen Hindernissen natürlich die Schlagvariante ändern. Zum einen per L und R die Schläger selber um vielleicht ein längeres Eisen als vorgegeben zu benutzen. Dazu wenn Ihr Annäherungsschläge ausführt oder im Rough liegt auch die Schlagart. Also ob nun einen Chip, Punch, Lob oder Pitch. Jedesmal verändern sich dabei die Anzeigen und Prozentzahlen und man muß alle Anzeigen gut im Blick haben. Man verbringt mehr Zeit bei der Vorberreitung als man denkt.

Was allerdings weniger gelungen ist und eine Schwachstelle darstellt ist das Putten. Vor allem deshalb weil man selbst vom Vorgrün aus nicht den Schläger wechseln kann, wenn das Spiel euch den Putter in die Hand drückt. Dazu habt Ihr keine Möglichkeit das Grün exakt zu lesen. Einzig ein 6x6 großes Gitterfeld um die Fahne herum unterstützt euch durch farbige Linien. Die einzige Hilfe die man hat ist der Caddy Tipp, der einem ungefähr den Anhaltepunkt ausgehend von der Fahne anzeigt. Nur und das ist nicht gelungen ist er ab 30Ft. Putts nicht immer zu sehen und es wird oft "Nicht verfügbar" angezeigt. Aber gerade bei weiten Putts kann man so kaum einschätzen wie das Grün beschaffen ist. Denn beim Puttten hat man die Schwunganzeige nicht. Man drückt einfach nur A und los geht's. Stimmt euer Anhaltepunkt nicht spielen sich große Grüns sehr bescheiden. Zwar macht der Erfahrungsfaktor nach einigen Stunden Spielzeit eine Menge aus und verbessert das Putten. Ideal ist das aber leider nicht. Auch ist das Rollverhalten des Balls auf den Grüns mal so und mal so. Nun will ich nicht nur maulen. Denn wie schon erwähnt stehen und fallen viele Erfolge auch in der DS Version mit der Entwicklung eures Golfers. Die Attribute die es auch hier z.b. wieder für Schlagkraft, Putten, Annähern, Eisen Schläge oder Spin und Boost gibt sind immens wichtig und wirken sich auch glücklicherweise sehr aus. Auch deswegen ist Tiger Woods PGA Tour auf dem DS ein Spiel in dem man erstmal durch ein tiefes Tränental gehen muß ehe Erfolge zu sehen sind.

Und das muß man dem Spiel zugute halten. Nach den ersten Erfolgen und 30-50% Anzeigen in den Attributen spielt sich das Game wesentlich angenehmer und flüssiger. Und auch mit dem DS ist in St.Andrews eine 56er Runde möglich. ;-) Man kommt dann auch mit der Schwunganzeige überraschend gut zurecht. Zumindest war dies bei mir der Fall. Die Schwächen beim Putten und dem Rollverhalten bleiben dennoch bestehen. Um nun Geld zu verdienen muß man also etwas gewinnen und wir bekommen die Kurve zum spielerischen Hauptteil, der Legend Tour. Und auch hier enttäuscht das Spiel zunächst. Wählt man diesen Punkt an so öffnet sich einzig ein Bildschirm mit 3 Schwierigkeitsgraden. Jeder davon beinhaltet 16 Events. Anfangs ist nur die Anfängertour und auch dort nur das erste Event anwählbar. Hier geht es nun zunächst ähnlich zu wie im großen Tiger. Jeder Event ist zunächst eine Spiel Variante gegen einen realen Crack der PGA Tour Szene. Einfaches Beispiel ist hier z.b. ein Lochspiel gegen einen anderen Golfer auf den ersten 9 eines Kurses. Wer am Ende die meisten davon gewonnen hat gewinnt das Event. Seid Ihr das gibt's Geld als Belohnung und das jeweils nächste Event wird geöffnet. Wer hier nach Turnieren oder der PGA Tour sucht tut dies erstmal vergebens. Aber wie bei der Steuerung ändert sich das zumindest teilweise nach einer gewissen Zeit. Nämlich dann wenn Ihr die Anfänger Rubrik gewonnen habt. Etwas schade finde ich aber hier das man zwar die Pro Rubrik öffnet, die Anfängertour aber jetzt nicht mehr erreichbar ist. Um vielleicht ein bißchen Geld zu verdienen kann man dafür nicht zurück.

Dafür gibt es auch Lichtblicke. Zum einen steigen mit euren Werten auch die der Gegner und die 7 enthaltenen PGA Tour Golfer erwarten euch also mehrmals. Zwar ist Tiger immer der Abschluß. Aber Möchtegern Singh läuft euch häufig über den Weg. Da sich euer Spielverhalten gebessert hat und auch die Gegner stärker werden ist der Anspruch vollkommen in Ordnung. Reichen für die Anfänger Tour knappe 6 Stunden aus sollte man in der Pro Runde deren 10 einrechnen. Über Expert rede ich mal nicht. Da bin ich selber noch nicht ganz fertig. Was aber auch daran liegt das Turnier Freunde zumindest etwas vorfinden. Zwar fehlt dem Spiel die Tour an sich, was die großen Version ja ausgezeichnet hat, aber zumindest spielt man auch mal mit Teilnehmerfeldern. Das ganze fängt dann ausgerechnet noch mit einem 2 Tages Turnier auf Emerald Dragon an und steigert sich im Verlauf zu 4 Tages Turnieren wie in der Realtät auf allen enthaltenen Kursen. Von daher bleibt es glücklicherweise nicht nur beim 1-1 Spiel gegen andere Golfer. Wiegesagt finde ich es schade das man alte Events nicht nochmal spielen kann. Man muß also irgendwie erfolgreich sein um Geld zu verdienen. Zwar geht das auch im Schnellen Modus. Nur dort dauert das ganze länger weil die Prämien der Legend Tour fehlen. Auch andere Kleinigkeiten fehlen mir ein bißchen, die irgendwie den Spaß verbessern würden. Keine Trophy Balls wie in den großen Versionen oder eine Tiger Challenge an sich, die immer für das Thema Motivation und Kick verantwortlich waren. Alles ist irgendwie in die Legend Tour eingebettet und gequetscht, so das man sich dies alles einzeln wünscht. Ich glaube nicht das der Speicherplatz dafür nicht reichen würde.

Vor allem schade weil sich wiegesagt an 50% Anzeigen beim eigenen Golfer euer eigenes Spiel vom dem nach dem ersten Kontakt fast schon extremst unterscheidet und einmal mit dem Touch Swing angefreundet auch sehr gut spielen läßt. Sieht man vom Putten ab, das nicht ganz ideal ist paßt der Rest in Sachen Steuerung und Spielbarkeit schon. Vorausgesetzt man will die Zeit auch investieren die nötig ist um gute Ergebnisse zu erzielen. Vom Start weg ein gut spielbares Game ist Tiger Woods auf dem DS also nicht und versteckt damit sein vorhanden Stärken schon etwas. Von daher hätte ich mir mehr Modi gewünscht, in denen man auch mal hin und herwechseln könnte. So krankt alles mehr am zusammengewürfelten Inhalt als an der Spielbarkeit. Was aber perfekt gelöst wurde ist der Rescue Speicher. Egal wo Ihr euch in einem Turnier oder Event befindet. Geht der DS einfach so aus weil der Akku leer ist startet man nach dem Einschalten an dem Grün das man gerade gespielt hat. Gerade wenn man auf dem 17. Grün am 4 Tag ist eine äußerst sinnvolle Sache.

Grafik & Sound....

Grafisch ist das Spiel zunächst mal vielfach zweckmäßig gehalten. Das heißt verspielte Farben wie bei einem Mario Golf sucht man vergebens. Dadurch wirken die Grüns aber wesentlich realer als die Spaßgolfer. Die Grüns sind der Realtiät exakt nachempfunden, was hier eine große Stärke darstellt. Ob Bäume, Bunker oder Fairway Bereiche. Schon ganz gut das EA da sicherlich über genügend Ressourcen verfügt das ganze anzupassen. Ebenso die Animationen und Proportionen der Golfer selber, die geschmeidig weich daher kommen und auch hier überzeugen können. Technisch muß man sich bis auf das manchmal schlechte Rollverhalten auf den Grüns keine Sorgen machen. Einbußen in irgendeiner Art muß man keine fürchten. Gefallen haben mir die originalen Umgebungen der Kurse. Auch wenn Häuser und ähnliches nun keine Monstertexturen haben, so gehören sie einfach dazu und allein St. Andrews ist da ab Loch 16 eine gutes Beispiel. Wiegesagt die Kurse sind perfekt gelungen in ihren Ausmaßen. Egal ob Pebble Beach mit seinen ewig weiten Fairways oder gerade Sawgrass mit dem so typischen 17. Grün mitten im Wasser. Golf Cracks finden hier wirklich originalgetreue Kurse vor.

Schwach empfinde ich den Sound. Zwar bietet das Spiel keine Hintergrundmusiken auf den Grüns, was eh keiner erwartet. Aber abgesehen von den gelungenen Schlaggeräuschen wirkt der Rest sehr gekünstelt. Gerade Umgebungsgeräusche wie Vögel, Wasser oder der Wind laufen teilweise wie in einer Endlosschleife, so das sie auch mal richtig nerven können. Auch die Zuschauer, die wenn man sie hört immer gleich jubeln oder nur klatschen. Es wird hier nicht variiert, was atmosphärisch Punkte kostet und irgendwie eine recht sterile Soundkulisse bietet. Zwar gewöhnt man sich daran, aber es ginge in meinen Augen auch besser.

Multiplayer....

In Sachen Multiplayer kann die Version nur bedingt überzeugen. Wobei hier vor allem die Tatsache über allem steht das für das drahtlose Gameplay jeder der maximal 4 Spieler ein Spiel besitzen muß. Dann kann man zumindest reine Loch Spiel Wettbewerbe gegeneinander auf allen Kursen spielen. Vorteil ist bei 4 Spielen das natürlich jeder seinen eigene Golfer verwenden kann. Aber gegen 1 Spiel und 4 Gamer und halt die Wahl eines Pseudo Golfers hätte wohl auch niemand etwas. Auch hier denke ich Steigerungspotential vorhanden und spätere Golfspiele sollten auch die billige Variante bieten.

Fazit....

Tiger Woods PGA Tour ist so eine Sache auf dem Nintendo DS. Der Überflieger in Sachen Golf wie auf dem GameCube ist diese Version nicht. Dazu hat sie einige Schwächen die sich vor allem in den ersten Stunden zeigen. Golf ist für viele ja ein Buch mit sieben Siegeln. Hier hat man anfangs arg zu tun mit dem Gameplay klar zu kommen. Vor allem der Touch Swing läßt einen Anfangs erstmal verzweifeln. Glücklicherweise ändert sich das mit der Zeit und vor allem die wieder enthaltene Golfer Entwicklung über die Attribute wirkt sich hier extremst aus. Man darf hier also spielerisch nicht vorschnell urteilen. Bis auf das nicht ganz gelungene Putten ist das Spiel nach einiger Zeit sehr gut spielbar und die Screenaufteilung und der Touch Swing wissen zu überzeugen. Was dem Spiel aber die meisten Punkte kostet sind die fehlenden Inhalte. Die Legend Tour ist zwar vollkommen in Ordnung und bietet alles was zum Golfspiel dazu gehört. Aber eben alles vermischt. Hier hätte ich mir lieber eine ähnliche Aufteilung wie in den großen Versionen gewünscht. Technisch in Ordnung überzeugen vor allem die Kurse in ihren Ausmaßen und Eckdaten, die perfekt auf den DS übertragen wurden. Wer auf dem GCN über das 17. Grün des Sawgrass Kurses oder Emerald Dragon geflucht hat tut das auch hier. ;-) Auf der anderen Seite sind auch Runden mit 60 Schlägen und weniger möglich. Für Golf Cracks kann man das Spiel schon empfehlen, da sie die Eingewöhnungszeit sicher hinter sich bringen. Spaßgolfer die Mißerfolge und Frust nicht oft erleben wollen sollten hier nicht unbedingt zuschlagen, da für einen schnellen und problemlosen Einstieg das Spiel alles andere als richtig ist.

 

+ Touch Swing sinnvoll und gut
+ Perfekte Kursumsetzungen
+ Entwicklung des eigenen Golfers
+ Gameplay ab 40% Entwicklung
+ Gelungene Animationen
+ Rescue Speicherfunktion
+ Aufteilung der 2 Screens
+ Gegner KI ausgewogen
+ Speichern jederzeit möglich
- Sehr hohe Eingewöhnungszeit
- "Nur" die Legends Tour zu wenig
- Zu vermischte Inhalte
- Wenig Freiheit beim Putten
- Schwache Soundkulisse
- Rollverhalten auf den Grüns

GRAFIK: 78%

SOUND/EFFEKTE: 62%

MULTIPLAYER: 72%

GESAMTWERTUNG: 73%

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