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NDS Animal Crossing DS
 
 
Animal Crossing Wild World - NDS
Matthias Engert (25.04.2006)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Nintendo
GENRE: Simulation
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-8
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Ja
PREIS: ca.35 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Ja
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Lebenssimulationen auf Konsolen sind bisher wenn man so will in fester Hand der Sims von EA. Tagesabläufe und die Entwicklung in zeitnaher Umgebung konnte man bisher fast nur in diesen Games erleben. Ausnahmen gab und gibt es wenige. Auf dem GBA vielleicht noch die Creatures, der GCN bot Animal Crossing und Doshin und auf dem DS Nintendogs. Wieder einmal ändert sich dies Dank Nintendo und seinen zahlreichen Möglichkeiten. Was 2002 auf dem GCN für Aufsehen in alle Richtungen sorgte, nämlich die Simulation Animal Crossing, wird nun auf dem DS zum Leben erweckt. Dank der DS Features sind dabei viele Dinge möglich und man bietet dem Spieler zudem einiges Neues. Vor allem im Sachen Mehrspieler Möglichkeiten. Ganz oben steht hier sicher die Möglichkeit Online miteinander zu spielen. Etwas das nun endlich in Fahrt kommt und die DS Spieler immer mehr Titel zur Auswahl bekommen. Wie immer gehen wir auf das Thema Wi-Fi im entsprechenden Special auch auf die Möglichkeiten in Animal Crossing ein. Da aber nicht jeder DS Besitzer online spielt befassen wir uns zunächst mit dem "normalen Gameplay".

Menus und die Story....

Wie sein großer Bruder bringt das Spiel zunächst alle Eckdaten auch auf dem DS mit. Das beginnt bei der deutschen Sprache, dem logischerweise enthaltenen Batteriespeicher und der Möglichkeit im normalen Multiplayer mit mehreren Leuten zu agieren. Dazu ist Animal Crossing eines der Spiele das die interne Uhr des DS nutzt. Wer also hier andauernd an der Uhr herumdreht wird mit dem Spiel wenig Freude haben. Nicht nur deshalb ist das Game wie geschaffen für Testupdates. Denn alle Facetten kann man garnicht sofort vorstellen, sofern man nicht an der Uhr dreht. Denn neben Tageszeiten spielen natürlich auch die Jahreszeiten eine Rolle. Und wie die Welt im Winter aussieht sehen wir ja erst später.

Die Story im Spiel ist eigentlich wie seinerzeit auf dem GCN nicht der Rede wert. Eigentlich ohne feste Regeln dreht sich alles um einen von euch erschaffenen Charakter, dessen Leben und Wirken Ihr mit eurer Spielweise beeinflußt. Was Ihr draus macht ist wie immer eure Sache. Gerade dies war aber eben eine der Stärken des Spielprinzips. Anders als auf dem GCN werdet Ihr hier nach dem Einschalten nicht im Zug begrüßt, sondern bei einer Taxifahrt. Während dieser virtuellen Fahrt werdet Ihr nach allen wichtigen Dingen gefragt. Der eigene Name im Spiel, die Heimatstadt und wann Ihr z.b. Geburtstag habt. Dazu wird die Uhrzeit abgeglichen und Ihr könnt wenn man so will loslegen. Ein Hauptmenu in dem Sinne gibt es eigentlich nicht. Erst beim späteren Beginn könnt Ihr z.b. wählen ob Ihr das Spiel fortsetzen möchtet oder ein neuer Bewohner in die eigene Stadt einziehen will. Auch diese Regel ist geblieben. Selbst allein können maximal 4 menschliche Spieler einziehen. Sind Kilian, Jens und Matthias auf dem GCN mittlerweile von selbst ausgezogen, ziehen sie hier halt mal wieder neu in ein Haus ein. ;-)) Sind alle Fakten am Ende der Taxifahrt geklärt entläßt man euch in die eigene Stadt und Ihr dürft von nun an versuchen das ultimative Heim zu erschaffen.

Technik und Gameplay....

Die enthaltenen Parallelen zur GCN Version sind natürlich gewollt und lassen Spieler dieser Version sehr schnell warm werden mit dem eigentlichen Spielprinzip und den Aktionsmöglichkeiten des Charakters. Dabei erwartet euch grafisch im groben das gleiche Ambiente wie auf dem GCN. Ihr seht euren Charakter bei normalen Aktionen in der Iso Sicht von oben auf dem Touch Screen, während der Top Screen in diesem Moment den Himmel abdeckt, der sowohl am Tage und in der Nacht auch so seine Möglichkeiten bereithalten wird. Dank der DS Feature sind viele Dinge aber erleichtert oder verbessert worden. Gutes Beispiel sind die zahlreichen Menus, angefangen bei der eigene Tasche. Ruft man diese per Y-Taste auf bekommt man zum einen Zugriff auf alle 15 Ablageplätze und Menus und kann alles per Pen über den Touch Screen steuern. Erleichtert viele Arbeiten ein wenig. Doch dazu später mehr. Zunächst steht Ihr ohne Heim und Job da. Kein Geld und keine Ahnung wie es weitergeht. Hier greift euch nun ein alter Bekannter unter die Arme - Nook, der Shop Besitzer. Er sorgt dafür das Ihr ein erstes kleines Dach über dem Kopf bekommt, das Ihr betreten und später natürlich möblieren und Einrichten sollt. Draußen der obligatorische Briefkasten ist alles wie auf dem GCN. Einzig das der Dachboden als Speicherstation dient ist neu. Wobei man auch mitten in der Stadt per Start Taste das Spiel punktgenau und jederzeit Speichern kann. Natürlich kostet ein Haus etwas, so auch hier. Allerdings ist man von der Bezahlung noch weit entfernt. Also macht man gleich zum Anfang des Spiels seine ersten Schulden und darf dem guten Nook in seinem Laden zur Hand gehen. Wenn ich in diesem Spiel überhaupt ein Ziel nennen will dann ist es sicher die Entwicklung des eigenen Heims und wie im wahren Leben das Verdienen von Geld, das man auch hier nie genug haben kann. Immer größere Häuser und immer mehr edleres Ambiente darin und drumherum. So erlebt der Spieler auch gleich zu Beginn wie alles in dieser Stadt zusammenhängt.

Neben eurer Person leben weitere Charaktere in der Stadt, die alle vom Äußeren her eher an die Tierwelt angelehnt sind als an Menschen. Aber dafür ist es ja auch ein Spiel. Zu Beginn sind eure Aktionsmöglichkeiten eingeschränkt. Ihr müßt erstmal für Nook einiges an Arbeiten erledigen um einen kleinen Teil der Schulden abzubauen. Immer euer Begleiter im gesamten Spiel ist die Uhr. Rechts unten wie schon erwähnt in Echtzeit ablaufend. Dabei bietet das Spiel auch die Veränderung der Umgebung was Lichtverhältnisse und Wetter angeht, wobei ich z.b. den Schnee eben noch nicht gesehen habe. Erst nach einiger Zeit werdet Ihr aus seinen Diensten entlassen. Immer noch genug Schulden geht das Spiel eigentlich jetzt erst richtig los und es beginnt die Geldscheffelei. Zentrale für alle Aktionen des Spielers ist das Inventory Menu. Zu diesem Zeitpunkt wichtig ist die angesprochene Tasche, die alle Items und Inventargegenstände auflistet und speichert. Alles was man bekommt, findet oder kauft landet als Symbol hier drin. Desweiteren steht hier euer Name, das Aussehen und die Heimatstadt. Dazu das aktuelle Geld das Ihr besitzt. Innerhalb des Spiels entwickelt sich die Umgebung, die Bewohner und das ganze drumherum dynamisch. Die Stadt wächst, Bewohner kommen dazu und die Charaktere erweitern ihre Häuser. Die Stadt an sich ist auch auf dem DS nicht riesig groß, läßt aber genug Freiräume für Erkundungen. In Sachen Größe etwas kleiner als die GCN Stadt. Zumindest vom Feeling her. Mit der Zeit weiß man aber wo was ist. Später im Spiel bekommt man auch eine Karte der Stadt und kann so schauen wer wo vielleicht neu hergezogen ist. Diente auf dem GCN der Bahnhof als Start und Reisepunkt, so ist auf dem DS ein großes Tor für diese Zwecke enthalten. Über dieses verlaßt Ihr die Stadt oder ladet eben andere Spieler ein. Natürlich wieder dabei sind Flora und Fauna sowie Strandteile, das Meer und neben den Wohnhäusern andere wichtige Gebäude.

Die Bewohner bieten allesamt Gespräche an, welche euch als Spieler später allerlei Aufträge antragen, die meist aus bringen oder holen von Gegenständen bestehen. Dazu kommen diverse künstlerische Dinge, die nun per Pen über den TS gelöst werden können. Desweiteren erhaltet Ihr hier immer wieder spielerische Tipps, die im Game irgendwann mal eine Rolle spielen können. Doch wie sieht nun ein normaler Tagesablauf aus und wie wird Geld verdient? Da Ihr zu Beginn auch kein Werkzeug und ähnliches besitzt betätigt man sich als Sammler. So kann man an bestimmten Bäumen Früchte finden oder am Strand angespülte Muscheln und ähnliches. Alles was in diesem Spiel nicht Niet und Nagelfest ist kann man bei Nook verkaufen. Im Gegenzug bietet der Shop natürlich reichlich Inventar, Werkzeuge und vieles anderes das Ihr auch kaufen könnt wenn Ihr das nötige Kleingeld habt. Und Geld verdienen muß man. Zwar gibt es keine Zwangsversteigerungen, aber Nook will natürlich irgendwann mal sein Geld wiedersehen. ;-)) Auch weil Ihr als Spieler wieder mehrere Stufen des Hausbesitzes durchlauft, sprich diese größer werden und mehr Platz für Möbel und Ambiente bieten. Immer wieder Hauptteil ist die Tasche mit ihren verschiedenen Ablageplätzen. Dabei könnt Ihr eines speziell auswählen und danach wie überall auf solchen Bildschirmen Befehle anklicken. So z.b. alles in der Gegend oder dem eigenen Haus ablegen um Platz zu schaffen oder um eben gleich mehrere Dinge mit einmal zu verkaufen. Hat man sich ein wenig Geld erspielt kann man ganz langsam in die Tiefen des Spiels eintauchen. Größter Schritt am Anfang ist der Kauf einer einfachen Schaufel. Mit dieser könnt Ihr den Boden löchern und Blumen oder auch Früchte pflanzen, aus denen neue Bäume wachsen und vor allem Unkraut und auffällige Stellen ausheben. Etwas das im Spiel sehr oft vorhanden ist und wie alles jeden Tag auf's neue per Zufall generiert wird.

So findet Ihr z.b. sehr oft sogenannte Fossile und andere Überraschungen im Boden. Damit wird ein weiteres Spielziel definiert und Ihr findet wie auf dem GCN auch in der DS Version das altbekannte Museum. Dieses ist in mehrere Bereiche eingeteilt und stellt so Funde z.b. aus der Tier, Fisch, oder Fossil Zeit aus. Dazu eine Bilder Galerie, die Ihr als Spieler füllen müßt. Zu Beginn sind alle Bereiche leer und der Spieler bekommt mit der Zeit die Gelegenheit erst die Möglichkeit hier für Inhalte zu sorgen. So braucht man für Käfer und Schmetterlinge ein Netz und für die Fische Abteilung erstmal eine Angel. Der Fossil Teil beinhaltet die Skelette alter Dinos. Allerdings sind die Fossile, die man findet für das Museum nichts wert. Also müssen sie erst untersucht werden. Anders und wie ich finde besser umgesetzt ist die Art und Weise wie diese benutzt werden. Denn nur das reine Fossil nützt niemanden was. Es muß analysiert werden und kann erst danach verwendet werden. Mußte man die Fossile auf dem GCN erst zum analysieren verschicken und damit einen Tag warten geschieht das im Museum sofort. Vorteil ist das man diese auch verkaufen kann, was wohl jeder Spieler am Anfang macht. Denn würde man anfangs nur die Früchte der eigenen Stadt, z.b. Pfirsiche verkaufen bekäme man pro Stück 100 Sternis. Für ein gutes Fossil, das man anfangs durchaus öfters findet gibt es gerne mal mehrere Tausend Sternis und das erste Minihaus ist schnell abbezahlt. Erst jetzt nach maximal 2 Tagen Eingewöhnung kann man einmal richtig Luft holen und fängt an planvoll zu arbeiten. Denn die zweite Stufe des eigenen Heims ist mit über 100.000 Sternis zwar teuer, aber nicht unbezahlbar. So langsam kommen danach auch weitere Features zum Vorschein die immer ein enig mit eurer Entwicklung einhergehen und die auch abseits des eigentlichen Geldverdienens das Spiel natürlich wieder aufwerten. Wer jetzt schon die Möglichkeit hat z.b. online auf Pirsch zu gehen kann dabei vieles beschleunigen.

In diesem Punkt ein spezielles Dankeschön an Ty und Little Ty aus unserem Forum. Denn der häufigste Punkt im ersten Drittel um Geld zu verdienen sind die Früchte aus der eigenen Stadt. Reichlich vorhanden bringen diese aber nur 100 Sternis. Wer per Online Gameplay eine andere Stadt besucht findet dort andere Früchte die in eurer Stadt nicht vorhanden sind. Bedient man sich also in einer fremden Stadt kann man diese mit in die eigene nehmen und einpflanzen. Ausgewachsen könnt Ihr nun diese ebenfalls ernten und bekommt halt 500 pro Stück. Mehr Geld ist die Folge und Ihr könnt euch schneller mehr und bessere Dinge leisten. Wer das nicht nutzt kann sich allerdings auch andere Sachen zunutze machen und das verbesserte Werkzeug System auf dem DS hält Einzug. Zum einen gibt es mehr Werkzeug als auf dem GCN und durch vergraben und ausgraben kann man Werkzeuge verbessern. Zunächst gibt es die bekannten Dinge wie die Angel, das Netz oder die Axt um Bäume zu fällen und Platz für Obstbäume zu schaffen. Die reinsten Plantagenstädte sind dann durchaus die Folge. Dazu kommt nun. die Schleuder, die aufgrund der DS Feature eingesetzt werden kann. Immer wieder beim herumlaufen fliegen oben am Himmel im Top Screen Geschenke an Ballons hängend herum. Mittels Schleuder kann man dieser vom Himmel schießen und sich über selten Gegenstände freuen und sein Heim verschönern. Die Dynamik des Spiels mischt sich dann mit der Zeit erneut mit den festen Abläufen des Spiels. Auch auf dem DS ist das Spiel mit der Zeit das typische 1-2 Stunden täglich gespielte Game. Ihr macht den DS an, schaut was machbar ist und habt halt irgendwann nichts mehr zu tun und müßt bis zum nächsten warten. Dazwischen passieren nun auch aufgrund des internen Kalenders Events oder Ereignisse. Habt Ihr Nook in seinem Shop reich gemacht, indem Ihr Schulden ohne Ende bezahlt macht er halt mal seinen Laden für einen Tag dicht und erweitert diesen.

Das reinste Kaufhaus ist die Folge und Nook baut auch mal an und Ihr entdeckt auf dem DS z.b. einen Friseur als Anbau. Dazu gibt es kleinere Wettbewerbe unter den Bewohnern und der Bürgermeister lädt zu speziellen Events ein. Mit der Zeit werdet Ihr zudem zum typischen Landschaftsgärtner. Bäume wachsen neu, Unkraut sprießt aus dem Boden und Ihr dürft immer wieder zur Schaufel oder der Axt greifen. Das macht für lange Zeit allein den Reiz aus. Ebenso enthalten ist auf dem DS das Kommunikationsystem mit dem Ihr Briefe schreiben könnt, die sowohl offline unter den Bewohnern für Spaß sorgen oder eben auch online. Nicht mehr dabei ist die sogenannte Polizei Station, die wenn man so will das Fundbüro auf dem GCN abdeckte. Das übernimmt einer der beiden neuen Charaktere im angesprochenen Haupttor. Während einer zuständig ist für Mehrspieler Aktionen Online wie Offline dient der andere auch als Fundbüro und manch nützliches Zeug läßt sich hier ergattern. Dazu kommen auch je nach Tageszeit diverse geheimnisvolle Charaktere in die Stadt, die es vergleichbar auch auf dem GCN gab. Allerdings und das ist der große Teil für die Testupdates steckt noch vieles mehr im Spiel, das man eben erst später mal intensiver vorstellen kann. Will man Kritik am Spiel anbringen ist es eigentlich der gleiche Punkt wie auf dem GCN. Ähnlich einem Nintendogs kann das Spiel mit der Zeit allein auch etwas eintönig werden, weil die neuen Dinge nicht unendlich motivieren und man ein wenig die Lust verliert. Zeitweise macht man wirklich nur die notwendigsten Dinge um sein eigenes Gewissen zu beruhigen was gemacht zu haben. Man hat Stufe 3 beim Haus erreicht und eine gewisse Sättigung hält Einzug. Eben genau wie auf dem GCN seinerzeit. Auf dem DS wird das ganze aber entschärft zum einen durch den Multiplayer mit Freunden um sich herum, die ebenfalls eine eigene Stadt besitzen oder eben dem Online Modus der dem Spiel auf längere Sicht gut tut.

Dazu lebt das Spiel in Sachen Langzeit Motivation von vielen seltenen und Nintendo typischen Überraschungen. Geschenke und Dinge die man irgendwie immer gebrauchen kann. Und eben vor allem durch den doch enthaltenen Wettbewerbs Gedanken durch das Online Gameplay, wo man immer wieder schaut was andere so haben. Gerade der dadurch anziehende Handel hat schon was für die eigene Entwicklung in seiner Stadt. Wer das Spiel vom GameCube her kennt und bahnbrechend neues erwartet wird eher enttäuscht. Angepaßte Dinge und die Neuheiten machen aus dem Titel kein brandneues Spielerlebnis. Wer dagegen damals schon seine Freude damit hatte wird auch hier mehr als glücklich.

Grafik & Sound....

Grafisch ist Animal Crossing auch auf dem DS seinem Stil treu geblieben und zeigt sich in der etwas anderen Grafik. Die schrägen Charaktere und Texturarmen Umgebungen sind auch hier geblieben, ohne ihren Charme verloren zu haben. Es ist einfach ein eigener Stil der das Game im guten und schlechten unverwechselbar macht. Neu ist das Oberflächen Scrolling beim Laufen. Auf dem DS ist die Welt wenn man so will rund und man läuft im übertragenen Sinne nach oben und unten, während kommende und gehende Objekte wie Häuser und Bäume langsam am Horizont verschwinden. Ist aber für die Sichtweise garnicht mal schlecht, da man so weiter sehen kann als auf dem GCN. Animationen und Effekte sind ansonsten die gleichen wie im großen Bruder. Ob nun das Rütteln an Bäumen, beim Angeln oder den Aktionen mit dem Werkzeug. Farbenfroh wie immer ohne aber nun eine extreme Detailverliebtheit zu haben. Grafisch wie damals eine Sache des persönlichen Geschmacks. Technisch dagegen gibt es nichts meckern. Alles läuft flüssig ab und es würde wohl auch überraschen wenn es hier Fehler oder Probleme geben würde.

Die Musik und vor allem Soundeffekte sind oft ein einziges Deja Vu Erlebnis für GCN Spieler. Zumindest was Effekte bei Gesprächen oder Aktionen angeht ist alles vom GCN übernommen. Die Musik ist der Tageszeit angepaßt und dudelt immer wieder in meist melancholisch angehauchten Stücken daher. Manchmal nimmt man sie eher unterschwellig wahr, weil sie sich dezent im Hintergrund hält. Auch hier bleibt sich das Spiel eigentlich treu.

Multiplayer....

Der Multiplayer nimmt nun einen größeren Platz ein als auf dem GCN. Wobei dafür vor allem das Online Feature sorgt. Allerdings stellen wir euch das im Wi-Fi Special genauer vor und betrachten hier mehr den normalen Multiplayer. Voraussetzung dafür sind zunächst mindestens 2 Spieler die einen DS samt einer eigenen Stadt besitzen. Ist dies vorhanden könnt Ihr euch gegenseitig besuchen. Mittels des großen Haupttors kann man nun sein eigenes Tor für Gäste öffnen oder eben auf Reisen gehen. Hat der Mitspieler seinerseits das Tor geöffnet könnt Ihr dessen Stadt besuchen. Wie im Online Gameplay auch könnt Ihr euch nun mit kleinen Chat Nachrichten zudröhnen, oder diesem Früchte klauen. ;-) Ihr könnt euch Briefe schreiben und Objekte austauschen, ohne das man sich dabei immer gegenüberstehen muß. Ist man einmal in der Stadt des anderen, so kann man sich dort frei bewegen und z.b. schauen was Nook in dieser Stadt zu bieten hat. Gerade für einen Anfänger der einen schon lange spielenden Freund hat sehr lohnenswert und spaßig. Habt ihr mehrere Freunde könnt Ihr euch auch mit diesen zusammen treffen und loslegen.

Fazit....

Viele Spieler die seinerzeit mit der GCN Version ihren Spaß hatten werden sicher überlegen ob sie zur DS Version greifen sollen. Man kann dabei eine Bewertung eigentlich in 2 Richtungen teilen. Ich finde das wenn man allein und immer offline spielt auch mit der GCN Version nach wie vor vollkommen ausreichend seinen Spaß haben kann. Denn am Spielprinzip und vielen Aktionen des Spielers hat sich auch auf dem DS wenig geändert. Der Neu und Aha Effekt kommt über den Mehrspieler und Online Part des Spiels. Dieser bietet in der Tat neue und mehr Möglichkeiten um den Spielspaß auch auf lange Sicht zu erhöhen. Sei es zum schwatzen, zum handeln oder um sich gegenseitig zu helfen. Dann lohnt die DS Version allemal, zumal das Online Gameplay nichts weiter kostet. Allein kommt auch hier irgendwann der Sättigungseffekt zum Tragen, der sich eben nur mit mehreren Leuten entschärfen läßt. Wer dagegen auf Überraschungen steht und dem täglichen "was wohl heute passiert" sollte zugreifen.

Das Mag64 Wi-Fi Special
Hier findet Ihr Infos zum Online Gameplay zu ACWW(Voraussetzungen/Möglichkeiten)

 

+ Hohe Spielzeit
+ Touch Screen Steuerung
+ Echtzeitablauf/Kalender
+ Online Modus wertet auf
+ Viele Gegenstände/Secrets
+ Kommunikationsfeature
+ Mehr Bewohner
+ Komplett Deutsch
- Allein nicht ewig motivierend
- Feste Spielziele wären gut
- Grafik/Sound Geschmackssache

GRAFIK: 74%

SOUND/EFFEKTE: 74%

MULTIPLAYER/WI-FI: 87%

GESAMTWERTUNG: 81%

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