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3DS Radiant Historia Perfect Chronology
 
 
Radiant Historia Perfect Chronology - 3DS
Matthias Engert (15.04.2018)

SYSTEM: 3DS
ENTWICKLER: Atlus
GENRE: Rollenspiel
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Englisch
STREETPASS: Nein
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 4-10+
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Gering
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK6
TERMIN: Erhältlich)
VIRTUAL SURROUND: Ja
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE/SPOTPASS: Ja (DLC)

   
Einleitung....

So langsam merkt man schon, dass der 3DS etwas in die Jahre gekommen ist. Die Software Ausbeute ist jetzt schon seit einigen Monaten, sagen wir es mal vorsichtig, überschaubar geworden. Viele Entwickler setzen auf die Switch, oder lassen ihre 3DS Projekte so ein wenig austrudeln. Aber es gibt natürlich Ausnahmen. Neben Nintendo selber steuert Atlus nach wie vor stetig neue Spiele ein, die vor allem die Rollenspieler unter euch ansprechen sollen. Was auch nicht unbedingt schwer ist, denn Kenner der Szene wissen, dass man Atlus Spiele fast immer blind kaufen kann. Und das nicht erst seit Ogre Battle 64. Ja ich weiß, jetzt kramt der wieder in der Mottenkiste. ;-) Dank Publisher Koch Media ebbt der Nachschub auch hierzulande nicht ab. Aber es ist dann auch nicht alles komplett neu, was uns Atlus so in den 3DS Schacht schiebt. Denn mit dem hier vorgestellten Radiant Historia wärmt man einen einige Jahre alten DS Titel wieder auf und bringt dadurch ein recht ungewöhnliches RPG auf den deutschen Markt, der doch vieles anders macht und so vielleicht nicht jeden Geschmack trifft. Was drin steckt solle euch der folgende Test zeigen.

Menus und die Story....

Wie schon erwähnt kümmert sich auch dieses Mal wieder Koch Media um die Publisher Dienste, so dass also auch wir deutschen Spieler diesen älteren Titel nochmal erleben können. Technisch zwar schon angepasst, sieht man dem Titel sein Alter auch durchaus an. Schließlich kam das Original seinerzeit auf dem DS. Aber das muss ja gerade auf dem 3DS nichts Schlechtes bedeuten. Kümmern wir uns zunächst um die Rahmenbedingungen. Sehr schade dass man auch diesen Titel nicht lokalisiert hat. Er bietet doch reichlich Texte mit vielen speziellen Redewendungen, die man natürlich eingedeutscht einer größeren Zielgruppe zugänglich gemacht hätte. Zudem gibt es eine englische Sprachausgabe, die auf bestimmte Momente im Spiel beschränkt bleibt. Einen Mehrspieler in dem Sinne gibt es nicht und Kontakt nach Außen gibt es einzig in Sachen DLC's. Diese werden dann kurioserweise in Deutsch angezeigt und sind damit leicht verständlich. Neben kostenlosen Inhalten, gibt es mittlerweile viele kostenpflichtige Pakete von 2-4 Euro, die vor allem Langzeitspieler gefallen dürften. Denn viele sind erst ab Level 30 oder gar 60 im Spiel möglich. So das typische Paket, mit dem man sich von Anfang an einen Vorteil verschaffen kann, ist hier aber nicht dabei. Man wächst mit den Aufgaben, trifft es ganz gut. Das war's dann auch schon. Keine weiteren 3DS-Feature und auch kein 3D-Effekt, auf den ja mittlerweile viele Spiele verzichten. Was bleibt ist ein RPG für einen Spieler, das hier eine sehr passende Story mitbringt. Dabei bietet das Spiel die Möglichkeit auch in Sachen Story 2 Varianten spielen zu können, so dass man auch ohne Vorkenntnisse des Originals ohne Probleme mitreden kann.

Hintergrund des Spiels ist das Reich Vainqueur. Hier dreht sich einmal mehr alles grob um das alte Spiel Gut gegen Böse. Inmitten des Ganzen schlüpft ihr als Spieler in die Rolle des Charakters Stocke, der als Agent angestellt, sich zunächst um diverse kleinere Aufträge kümmert. Nun wäre das natürlich ein wenig simpel und Stocke rutscht unvermittelt zwischen die Fronten und nichts anderes als die Vernichtung der Welt gilt es zu verhindern. Um das zu schaffen, bietet das Spiel ein ungewöhnliches Feature, dass Stocke in Form des sogenannten White Chronicles Relikts findet. Etwas mit dem er in der Zeit reisen kann und Entscheidungen rückgängig machen kann. Alles mit dem Ziel den Untergang zu verhindern. Wer das Original vielleicht doch kennt, ist es damit möglich 2 Zeitlinien zu bereisen und so in der Story voran zu kommen. Glücklicherweise hat man die Story und das Spiel nicht 1:1 übernommen, sondern bietet auch Neuheiten. Unter anderem eine neue 3. Zeitlinie, die selbst Kennern des Originals neue Inhalte an die Hand geben sollte. Aber eines nach dem anderen. Der reine Start ist zunächst relativ simpel gehalten. Man begrüßt euch mit dem Titelbildschirm und erst nach einigen Sekunden läuft ein sehr schön gemachter Vorspann, der euch Fetzen der Geschichte schon einmal zeigt. Ansonsten wartet ein spartanisches Hauptmenu, dass euch neben dem Spielstart, die Laden Option bietet und das Nutzen des sogenannten Suspend Saves. Dazu kommen wie schon erwähnt die DLC Pakete, die man hier anwählen kann. Wer ein bisschen herumprobieren will, bekommt mit 14 separat nutzbaren Speicherslots reichlich davon an die Hand. Optionen und weitere Dinge erlebt man erst nach dem Spielstart, so dass wir uns ganz dem Gameplay widmen können.

Technik und Game Play....

Sobald ihr ein Neues Spiel beginnt, dürft ihr wie schon angesprochen wählen zwischen 2 verschiedenen Modi. Zur Auswahl stehen hier der Perfect Mode und der sogenannte Append Mode. Simpel gesagt unterscheiden sich beide in Sachen Original-Spiel und eben der neuen Inhalte mit der dritten Zeitlinie. So könnt ihr hier einmal das komplette Original spielen und erhaltet nach dem einmaligen Durchspielen als Bonus die dritte Zeitlinie, oder ihr beginnt mittels des Perfect Modus gleich mit den neuen Inhalten. Spielerisch erwarten euch in dem Sinne keine radikalen Unterschiede. Nur die Geschichte wird natürlich etwas anders erzählt. Dass wir es hier mit einem älteren Vertreter der sogenannten JRPG Reihe zu tun haben, sieht man schnell auch an der grafischen Gestaltung, die auf den ersten Blick sehr altbacken wirkt, aber natürlich auch so gewollt ist. Denn im Spiel gibt es die so typischen beiden Blickwinkel. Neben der Adventure Sicht schräg von oben, in der ihr euch durch die Gegend bewegt, kommt natürlich der reine Kampfbildschirm dazu, der im typischen links gegen rechts 2D-Ambiente spielt. Aber bis dahin haben wir noch etwas Zeit. Spielbar ist der Titel in mehreren Schwierigkeitsgraden, die es teilweise in sich haben. Auch hier bleibt man dem Ursprung schon treu und präsentiert euch einen der schweren Rollenspiel-Vertreter. Erreicht durch knackige Gegner, ein ungewöhnliches Kampfsystem und andere spielerische Dinge, auf die ich später noch eingehe. Wichtig sind zunächst andere Dinge. Zu Beginn des Spiels nimmt man euch allein erst einmal an die Hand, um euch die spielerischen Grundlagen etwas näher zu bringen.

Grundlage aller Locations ist der Kontinent Vainquer. Auf diesem befinden sich 5 verschiedene Reiche, die ihr als Spieler bereisen dürft und müsst. Klar dass diese nicht sofort erreichbar sind, sondern je nach Spielfortschritt freigespielt werden. Dabei gibt es hier aber keine große Oberwelt, auf der man sich frei bewegen kann, sondern besucht auf der Weltkarte durch Linien verbundene Orte. Bedingt durch das Spielsystem auch nicht nur einmal, sondern im Verlauf stetig oft. Auch hier spielt später das Zeitlinien-System eine seiner Stärken aus. Zunächst jedoch übernehmt ihr Stocke allein und bekommt einen ersten kleinen Auftrag. Dabei macht ihr Bekanntschaft mit den Grundlagen der RPG-Umsetzung im Spiel, den persönlichen Stats und natürlich auch der Ausrüstung. Die Rollenspiel-Thematik beginnt auch hier einmal mehr mit den üblichen Rahmenbedingungen. Ihr beginnt mit dem Level 1, erspielt Erfahrungspunkte in Kämpfen um zu leveln und entwickelt den Helden so mit der Zeit. Dabei greift hier kein typisches Klassen-System, sondern eine Art Ausrichtung des Charakters. Merkt man später, wenn mehrere Charaktere im Team unterwegs sind. Hier finden sich dann durchaus die typischen Einteilungen in Schwertkämpfer, Magie oder Fernwaffen. Tiefgehender ist in Radiant Historia die Wechselwirkung der 8 Elementklassen untereinander, was sich später in den Kämpfen sehr effektiv auswirken kann. Sprich Feuer gegen Wasser um nur ein markantes Beispiel zu nennen. Dazu kommen 6 persönliche Eigenschaften wie Angriff, Verteidigung oder auch Geschwindigkeit und insgesamt 5 Slots wollen mit Ausrüstung gefüllt sein.

Das ist so ein Punkt, der mir persönlich nicht so gefallen hat. Man kämpft lange mit ein und denselben Ausrüstungen. Zum einen gibt es nur einen Slot für die Waffe und eine Rüstung, während die anderen 3 für Ringe aller Arten dienen. Diese dienen eher der Verbesserung diverser Stats und können so z.B. den Angriff oder die Verteidigung dauerhaft erhöhen. Shops gibt es durchaus einige. Problem im Spiel ist das liebe Geld. Hier hält sich das Spiel sehr zurück und man verdient nur sehr zäh wirklich brauchbare Beträge, ehe man mal shoppen gehen kann. Selbst Dinge zum Verkaufen sind nicht sonderlich häufig, so dass man hier eher den beschwerlichen Weg geht. Was einem in anderen RPGs hinterher geworfen wird, ist so hier nicht vorhanden. Gut gemacht ist das Skills-System. Das gilt für alle Charaktere und ist so umgesetzt, dass zu bestimmten Level Ups neue Fähigkeiten freigeschaltet werden. Dafür müssen Magiepunkte MP eingesetzt werden, über die alle Charaktere hier in ausreichendem Maße verfügen. Auch das unterstreicht das hier fehlende Klassen-Feature. So zieht ihr also zu Beginn des Spiels erst einmal allein durch die Gegend und lernt das Bewegungs- und Kampfsystem kennen. Gelaufen wird wahlweise mit dem Pad oder auch dem Kreuz. Zu Beginn habt ihr in der Adventure-Sicht per Y-Taste die Möglichkeit das Schwert zu schwingen. Hat 2 Bedeutungen. Zum einen kann man leichte Hindernisse zerbröseln, zum anderen einen Kampfvorteil bekommen. Gegner im Spiel laufen frei herum und sind sichtbar.

Entdecken sie euch, kommen sie angerannt und bei Berührung beginnt der Kampf. Drückt ihr hier noch im richtigen Moment die Y-Taste, beginnt ihr mit einem Kampfvorteil und habt gleich 2 Runden das Angriffsrecht. Willkommen beim Kampfsystem, das über allem rundenbasiert abläuft. Wer möchte kann per Y auch im Kampf einen Auto Modus nutzen. Ist aber tricky und sollte erst später intensiv genutzt werden. Auch weil das Kampfsystem an sich viele ungewöhnliche Dinge bietet, die in meinen Augen aber auch Geschmackssache sind. Grundlage ist das Kampfareal. Während rechts bis zu 3 eigene aktive Helden stehen können, befinden sich links 9 Felder auf denen theoretisch Gegner stehen können. Das ist nicht oft so und es gibt z.B. auch Gegner, die gleich mehrere Felder einnehmen. Dazu sind diese in 3 Reihen angeordnet. Einfach gesagt sind die ganz hinten stehenden am ungefährlichsten. Je weiter weg von euch, umso weniger Schaden richten sie an. Anders herum aber leider das Gleiche. Eigene Treffer bewirken in der hinteren Reihe weniger Schaden. Alle Gegner besitzen eine Lebensleiste, die man angezeigt bekommt, wenn ihr diesen markiert. Auch hier kommt ein interessantes Feature zum Tragen. Spielt sich alle Action im 3D-Screen ab, so seht ihr au dem Touch Screen die komplette Reihenfolge, wer wann dran ist. Egal ob eigene Leute oder die Gegner. Dadurch bekommt das Spiel eine durchaus gelungene taktische Note, die auch in einigen sehr speziellen Moves umgesetzt wurde.

Gutes Beispiel ist der Move Push Assault. Kostet MP und kickt einen Gegner eine Reihe nach hinten, wo er weniger Schaden anrichten kann. Steht in der Reihe dahinter zudem noch ein Gegner, zieht man gleich beiden Lebenspunkte ab. Da man genau sieht, wer wann dran ist, kann man mit der Zeit seine Kämpfe so ausrichten, dass man versucht bei Gegner Attacken, diese weit nach hinten zu bringen, während es natürlich auch den Gegen Move gibt, mit dem man Gegner nach vorne holt, wo eigene Treffer wesentlich mehr Wirkung haben. Ist aber nur eine von vielen Möglichkeiten. Ist durchaus ungewöhnlich gemacht, hat seinen Reiz solange man MP hat. Ansonsten muss man mit den normalen Attacken auskommen. Was mir gar nicht gefällt ist das komplett fehlende Ziel-Wechseln der eigenen Helden, wenn ein Gegner besiegt ist. Stehen z.B. 2 Gegner auf der anderen Seite und hat 3 eigene Helden, so ist es bei eigentlich allen Rollenspielen so, dass beim Besiegen eines Gegners, die anderen eigenen Attacken auf den jeweils nächsten übergehen. Das gibt es hier nicht und macht manchen Kampf etwas nervig. Da hauen dann alle eigene Racker auf einen eigentlich schon längst besiegten Gegner, während sich der oder die anderen ins Fäustchen lachen. Merkt man schon schnell, dass das System auch seine Schwächen hat. Das Radiant Historia zu den schweren Spielen zählt, hat unter anderem auch damit zu tun. Aber nicht der einzige Punkt. So werden z.b. HP und MP beim Speichern nicht aufgefüllt und nur die Herbergen bieten im Normalfall die Möglichkeit gegen teuer Geld die Helden aufzufrischen. Nur findet man die nur in bestimmten Orten. Auch Items sind eher selten, so dass auch dies ein Punkt ist der das Spiel schwerer macht. Aber es gibt natürlich auch die wirklich gelungenen Dinge.

Hier kommt nun so langsam das richtig positive Feature zum Tragen. Denn kurz nach den ersten Gehversuchen lernt Stocke seine ersten Begleiter kennen. Raynie und Marco. Das macht die Kämpfe natürlich allgemein erst einmal leichter und erzeugt dann auch so langsam das typische Motivations-Feature. Gleich in der ersten Mission schaltet der Spieler dann zudem das ominöse White Chronicle Relikt frei. Etwas das in der Story nur Stocke sieht und nutzen kann. Ein magisches Buch, das es ihm erlaubt in der Zeit zurück zu reisen, um getane Dinge zu revidieren und eben anders zu machen. Das Spiel ist mit knapp 300 kleineren Events so aufgebaut, dass man dies tun kann, oder eben auch muss, um in der Geschichte voran zu kommen. Auch hier ein einfaches Beispiel zu diesem Feature. Alle 3 Helden sind unterwegs, um einen Informanten zu finden und zu retten. An einem Punkt im Spiel nehmen sie einen falschen Weg und erleben nur noch den Tod des Informanten. Immer an solchen markanten Orten taucht nun das Buch unvermittelt in der Landschaft auf und markiert einen Reisepunkt. Nutzt man es, kann man nun z.B. Speichern oder den magischen Ort Historia besuchen. Von hier aus bekommt man Zugriff auf die Zeitschienen und die angesprochenen Events. Nutzbare werden dort angezeigt und man kann in der Zeit nun alle Orte und Situationen erneut besuchen und die Geschichte verändern. Im Falle des Informanten reist man ein paar Minuten davor in der Zeit zurück, geht einen anderen Weg und rettet nun den Informanten. Das wiederum zieht neue Ereignisse nach sich, so dass auf beiden Zeitlinien stetig neue Events entstehen. Ihr als Spieler müsst so ständig Entscheidungen treffen. Sprich es gibt wirklich viele direkte Abfragen was ihr machen möchtet. Ob die richtig ist, erfährt man erst später. Kann aber dann über das Buch in der Zeit zurückreisen.

Positiv und auch gewollt ist die Tatsache, dass ihr natürlich euer Level, Ausrüstung und Items behaltet. So sind auch Momente und Orte viel später machbar, die anfangs niemals möglich waren. Dazu kommen Fähigkeiten um spezielle Hindernisse zu entfernen und so Orte zu erreichen, die man 20 Stunden Spielzeit vorher nicht erreichen konnte. Sprich man kann auch selber in der Zeit reisen, ohne dass man dadurch die Story vorantreibt. Hat aber auch einen Nachteil. Manche "Wiederholungen" spielen sich einfach etwas zäh. Man kennt die meisten Wege und arbeitet sich durch bekanntes Terrain. Das typische von Anfang bis Ende durchspielen, um immer etwas Neues zu entdecken gibt es hier nicht. Abwechslung gibt es dann natürlich durch die 5 großen Gebiete im Spiel. Zudem lernt man neue Charaktere kennen, die sich einem auch anschließen und von denen man immer 3 feste mit auf Pirsch nimmt. Hier muss jeder für sich entscheiden, ob das Spielsystem einen liegt. Es ist ungewöhnlich und bietet in meinen Augen vielen Höhen, aber dadurch auch langatmige Momente.

Grafik & Sound....

Grafisch muss man sich damit anfreunden, einen eher auf altbacken gemachten Titel zu erleben. Nicht nur aufgrund des Originals erlebt man so eine recht einfach gestaltete Grafik. Egal ob die sehr sterilen Adventure Momente, oder auch die eher bieder animierten Kämpfe. Es ist gewollt und einfach Geschmackssache. Im Zuge der momentan angesagten Retro-Welle sicherlich passend, kann der 3DS aber rein technisch natürlich mehr. Texturen sind recht einfach gehalten, Gegner wenig detailreich und auch die Effektfülle lässt so zu wünschen übrig. Hier sollte man also keine HighEnd Grafiken erwarten. Wem das gefällt, bekommt dagegen ein passend gestaltetes Spiel an die Hand. Klar dass hier technisch keinerlei Fehler zu sehen waren.

Der Sound ist dagegen sehr stimmig, weil er sehr viele emotionale und sehr passende Stücke bietet. Sehr melodisch gemacht, unterstützen sie das Entdecker Feeling recht gut. Hier fühlt man sich als Spieler sehr gut unterhalten. Das gilt auch für die gute Sprachausgabe, die ich ebenfalls als sehr gelungen ansehe. Eher etwas abfallen tun die Effekte, die mir persönlich oft viel zu einfach gehalten sind.

Fazit....

Alles in allem ist Radiant Historia ein sehr ungewöhnliches Spiel, dass vieles anders macht und genau dadurch auch Ecken und Kanten bietet. In meinen Augen zwar viele positive Dinge, aber eben auch mit Schwächen, die man erwähnen muss. Vor allem Fans des stetigen Levelns, Entwickelns und Vorankommens im Spiel werden hier eher weniger angesprochen. Viel eher so die Tüftler und sehr geduldigen Spieler sollten hier einen Blick riskieren. Denn gerade das ungewöhnliche Kampfsystem und natürlich die Zeitlinien sind alles andere als alltäglich und das ständige Vor und Zurück in der Zeit spricht vielleicht nicht jeden Rollenspieler an. Dennoch schön dass es dieser Titel mit einiger Verspätung auch nach Deutschland geschafft hat. Denn seine Fans wird der Titel allemal bekommen. Noch besser das vor allem etwaige Spieler des Originals mehr als genug Neuheiten bekommen, um den Titel noch einmal ins Auge zu fassen.

 

+ Extrem hohe Spielzeit
+ Zeitlinien Feature
+ Fähigkeiten-Entwicklung
+ Interessante Story
+ Sehr gelungene Musik
- Komplett Englisch
- Kampfsystem Geschmackssache
- Wenig Ausrüstung...
- ...zähes Geld verdienen

GRAFIK: 72%

SOUND/EFFEKTE: 76%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 78%

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