Power Rangers: Lightspeed Rescue

Das Testmuster wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von THQ Deutschland

Es gibt im Fernsehen sicherlich einige Sendungen die mit Vorurteilen behaftet sind. Für mich persönlich gehören die Power Rangers dazu. Eine in meinen Augen billig gemachte Serie, die aber trotzdem einen großen Erfolg hat. Aber vielleicht ist gerade das übertriebene billiggemacht Umfeld der Schlüssel zum Erfolg der Serie. Was liegt also näher als dazu ein Spiel zu programmieren. Gesagt getan und die Power Ranger sorgen neben dem N64 auch auf dem GBC für Ordnung. So muß ich ehrlich zugeben das ich dem Spiel recht skeptisch gegenüberstand. Doch schau an. Mal abgesehen vom Thema haben die Programmierer hier ein doch recht gutes und überzeugendes Spiel abgeliefert. Story des Spiels ist der alte Kampf Gut gegen Böse. Der Oberbösewicht Diabolico schafft es mit Hilfe von Außerirdischen auf der Erde 5 Katastrophen auszulösen. Ihr übernehmt die Aufgabe der Power Rangers und müßt dieses Chaos abwenden und natürlich wie es sich für Helden gehört das Böse eliminieren. Das schlichte Hauptmenu gibt es die Auswahl zwischen dem Spielbeginn, dem Paßwortscreen und den Optionen, die aber lediglich soundtechnische Dinge beinhalten. Wählt man das Hauptspiel an kommt man zum eigentlichen Levelscreen. Man sieht 5 anwählbare Punkte einer Karte. In jedem dieser 5 Hauptlevel gilt es 3 Stages zu lösen. Dabei ist es so gelöst das Ihr die erste Stage jedes level anwählen könnt. Erst für die jeweils 2. und 3. Stage ist das lösen der jeweils vorangegangenen notwendig. Diese 5 Level spielen alle an unterschiedlichen Orten. Ihr beginnt in einem Hochhaus, kämpft euch durch einen zerstörten Staudamm oder müßt in einem fast gesunkenen Schiff als Retter auftreten.
Jedem Level geht ein kleiner Vorspann voraus, der euch das wichtigste näher bringt. Hier zeigt sich dann auch eine große Stärke des Spiels - nämlich Abwechslung. In jeder der 3 Stages muß man völlig verschiedene Dinge tun. In den jeweils ersten Stages gilt es Passanten zu retten. Wählt man das erste Level an kann man sich zunächst für einen aus drei Schwierigkeitsgraden entscheiden. Danach wählt man für das Spiel einen der 5 Power Ranger aus. Neben dem roten, blauen, pinkfarbenen kann man auch den grünen und den gelben Power Ranger wählen. Alle haben unterschiedliche Eigenschaften was Energie, Power oder Lebensenergie angeht. Für die unterschiedlichen Stages sehr gut gelöst, das sich jeder für eine andere Aufgabe eignet. Hat man sich für den ersten entschieden beginnt die erste Stage. Jetzt gilt es nach Zeit 20 Zivilisten zu retten. In einer 2D Ansicht steuert Ihr euren Charakter durch verschiedene Räume, Etagen und Jumpín Run Abschnitte. Sieht man einen Zivilisten herumstehen reicht es ihn zu berühren um ihn gewertet zu bekommen. Nun wäre es einfach die Jungs einfach einzusammeln. Also hat man einige Schwierigkeiten eingebaut. So kann es sein das diese Zivilisten hinter Flammenbarrieren stehen, von Metalltüren eingeschlossen sind oder unerreichbar in luftigen höhen zittern. Für diese Zwecke gibt es im Spiel 6 Power Ups. Eines, nämlich die Faust haben alle schon dabei. Damit kann man kleinere Hindernisse zerstören. Für die vielen versteckten Zivilisten muß man die restlichen 5 Power Ups jedesmal erst suchen. Hat man eines gefunden kann man per Select eine Leiste aufrufen und eines der 6 auswählen, das gerade aktiv sein soll. Um es zu benutzen benötigt man Energie, die in Form von Blitzen unterhalb des Screens angezeigt werden. Schon hier wird die Wahl des Ranger wichtig. Wer den besten Energy Ranger genommen hat kann auch am längsten diese Energie nutzen. Da das ganze nach Zeit läuft ist es mit der Zeit recht hektisch, aber anspruchsvoll zu spielen. Ihr müßt hangeln, Hindernissen ausweichen und wirklich alle Wege durchcheckem um auch jeden Zivilisten zu finden. Am Ende sollte man innerhalb der Zeit den Ausgang mit allen Zivilisten erreichen. Allerdings und das ist ebenfalls nicht schlecht gemacht müßt Ihr nicht alle finden um das Level zu beenden. Denn nach jeder Stage werdet Ihr bewertet wieviele Zivilisten ihr in welcher Zeit gerettet habt und wieviel Power Ranger Ihr noch habt. Auch das empfinde ich hier als positiv. Denn sollte der erstgewählte Power Ranger sein Leben verlieren könnt Ihr weiterspielen und müßt nun einen der verbleibenden 4 auswählen.
All dies spielt in der Bewertung eine Rolle und bringt je nach Abschluß Medaillen. Je besser die Medaillen werden um so eher bekommt Ihr Belohnungen und am Ende ein komplettes Bonuslevel, das euch überhaupt berechtig gegen den Obermotz anzutreten. Vorher stehen aber in jedem Level noch Stage 2 und 3 an. Hier geht es um völlig andere Dinge. In der 2. Stage müßt Ihr nun kämpfen und nicht retten. Es laufen 16 Gegner herum die Ihr wieder für die Bewertung finden solltet und ausschalten müßt. Hier gibt es nun anstatt der Power Ups Waffen die euch in den Abschnitten helfen. Grafisch wie in der ersten Stage macht auch das Spaß. Auch hier läuft wieder eine Zeit mit. Am Ende dieser 2. Stage wartet ein Zwischengegner auf euch, der am besten mit dem blauen PR zu erledigen ist. Die dritte Stage ist nun etwas völlig anderes. Dann nämlich kommt der berühmte Megalord, eine riesiger Kampfroboter, den sich die PR zusammenbauen zum Einsatz und kämpft gegen ein Kampfkoloss des Gegners. Hier ist die Grafik nun völlig anders, nämlich in Prügler Manier mit Lebensleisten und Schlagvarianten. Zwar nicht mit einem Prügler vergleichbar ist aber auch hier ein wenig Übung nötig. Erst danach ist ein Level komplett und Ihr könnt euch dem nächsten widmen. Jedes Level ist grafisch anders gestaltet, bis auf immer wiederkehrende Levelbauten wie Seile, Leitern, Sprünge und ähnlichem. Aber Spaß macht ganze allemal. Man kann das Spiel schnell durchspielen, wird damit aber nie alles sehen ,was das Spiel zu bieten hat. Um wirklich alle Zivilisten oder alle Gegner zu bekommen muß man sich die Stages ein paar mal zur Brust nehmen . Denn manche sind wirklich gut versteckt. Die Grafik ist ansonsten OK und vor allem sehr sauber programmiert. Die Kollisionsabfrage ist gut, wenn auch manche Sprünge recht genau kommen müssen. Abr durch das 5 Rangers Feature verschmerzt man zur Not das ableben eines der farbigen Helden. Gut gefallen hat mir der Sound, der sehr gut passt in die einzelnen Stages und somit die Action auf dem Screen unterstützt. Durch die Belohnungen stimmt auch die Motivation im Spiel und man will ab einem bestimmten Zeitpunkt schon wissen was denn nun noch kommt. Auf alle Fälle ein Spiel das sich Fans nicht entgehen lassen sollten. Dafür bekommen sie doch einiges zu ihren Helden geboten. Auch Spieler die mit den Power Rangers nichts am Hut haben können ein Auge werfen. Es ist keine Überspiel, aber alles in allem ein sehr gut gelungener und sehr gut spielbarer Titel. Wer z.b. die Crazy Castle Spiele gerne gespielt hat findet Ihr ein ähnliches Spielprinzip das ebenfalls interessant umgesetzt wurde. Man sollte halt nie was auf Vorurteile geben. :-)

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Wertung

Matthias Engert
(13.12.2000)

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