SYSTEM:           GameBoy Advance
ENTWICKLER:
Konami

GENRE:             Sport
SPIELER:          1-4 Spieler
HANDBUCH:    Deutsch
Speicher:           Batterie

SCHWIERIGKEIT:    2-6
SECRETS:                NEIN
SPRACHHÜRDE:    Keine
PREIS:                       ca.40 Euro
TERMIN:                     Erhältlich

Dieser Testbericht wurde geschrieben von Jens Morgenschweiss am 11.07.2002


CHEATS: NEIN
KOMPLETTLÖSUNG: NEIN
TIME TRIAL / SCORES: NEIN

Wie der Name schon verrät, begleiten wir diesmal die Damen auf ihrer Tour um die Welt, auf der Jagd nach dem begehrten Nummer 1 Titel der Weltrangliste. Keine Pseudocharaktere oder lustige Trickfilmhelden, die der kleinen gelben Filzkugel hinterher jagen, sondern Namen, die jeder kennen müßte. Insgesamt 20 Spielerinnen buhlen um die Gunst des Zockers, dabei sind unter anderem Martina Hingis, Jennifer Capriati, Lindsay Davenport, Monica Seles und natürlich die dame, die ihren Namen für dieses Produkt zur Verfügung stellte - Jelena Dokic. Das Hauptmenu bietet neben der WTA Tour noch die Exhibition an, wo man sich mit der Steuerung und den verschiedenen Eigenheiten der Spielerinnen vertraut machen kann. Welche verschiedenen Eigenschaften die damen haben, kann man im Main Menu unter der Rubrik Status abrufen. Hierbei sind alle 20 Spielerinnen aufgeführt und mit der R Taste gelangt man in eine grafische Übersicht, die das Potenzial der Damen wiedergeben. Die Topspielerinnen haben ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Power, Serve, Volley, Lob und Speed. Die Mädels in den unteren Regionen der Weltrangliste haben meist nur eine ausgesprochen gute Fähigkeit, wie zum Bsp. den Aufschlag. Im Exhibition Mode kann nun jeder für sich ausloten, ob er in der Lage ist, mit einer eher mäßigen Sportlerin gegen eine Topfavoritin zu bestehen. Doch bevor es dazu kommt, muß man sich entscheiden, ob man ein Einzel oder Doppel absolvieren möchte. Nun sucht man sich gegebenenfalls eine Partnerin aus und bestimmt die Gegnerinnen fürs Match. Aus 12 Ländern kann man sich einen Platz aussuchen, der entweder Hart, Gras oder Sand sein kann. Im Exhibition Mode hat man noch die Möglichkeit, die Länge des matches zu definieren. Das kann man später im Tour Zirkus nicht mehr beeinflußen. Bei der WTA Tour muß man sich gleich zu Beginn für eine Dame entscheiden und diese in der Weltrangliste nach oben führen bzw. oben halten. nach jedem Turnier oder Grand Slam werden die erreichten Punkte gutgeschrieben und man klettert langsam aber unaufhörlich nach oben. Vorausgesetzt, man spielt erfolgreich. Was gleich unangenehm auffällt, das die Darstellung der, zum Teil attraktiven Damenwelt, schwer vernachläßigt worden ist. Die einzige Übereinstimmung mit der realen Welt ist, das auch hier Tennisschläger gehalten werden. Ansonsten hätte man getrost auch Pseudonamen verwenden können und keiner hätte etwas gemerkt. Eine Jennifer Capriati sieht genau so aus, wie eine Dame namens Sandrine Testud.


Spielerisch kann man eigentlich nichts an dem Spiel aussetzen. Es spielt sich flüssig und auch einigermaßen schnell, so das man in dieser Hinsicht nichts auszustehen hat. Dagegen mißfällt die Tastenbelegung extrem. Den flachen Ball auf den B Button zu legen ist ja nachvollziehbar, wenn man den Topspin Ball auf den A Knopf legen würde. Aber auf diesem Knopf befindet sich der Lob. Flach und hoch nebeneinander paßt ja eigentlich, doch spielt man diese Bälle nicht permanent hintereinander. Für den Slice und Topspin Ball muß man schon die Finger lang machen und die Schultertasten mit bemühen. Und steuern muß man seine Schläge ja auch irgendwie. Eine komplizierte, wenn nicht sogar nervige Angelegenheit ist das, in meinen Augen. Die Optionen, die man im Pausenmenu aufrufen kann, beeinflußen hauptsächlich den Sound und die Kameraperspektive, aber hier gelangt man auch ins Quicksave Menu, wo ein schnelles abspeichern des aktuellen Spiels möglich ist. Positiv ist, das man die Kamera so einstellen kann, das sie praktisch immer hinter einem selbst ist. Spielt man dagegen in der gegenüberliegenden Darstellung, bekommt man Probleme mit der Ballentfernung zum Spieler. Der Link Modus verspricht Spielvergnügen für bis zu vier Spielern. Das mag technisch auch so sein, doch ob man zu vier an diesem Spiel so viel Spaß haben wird, wage ich zu bezweifeln. Natürlich ist es an dem, das jeder für sich entscheidet, doch ich habe schon bessere Tennisspiele in der Hand gehalten und die waren nicht für den GBA vorgesehen. Der GBA bringt eben nicht nur Verbesserungen auf dem Spielesektor.

PLUS - MINUS LISTE

+ Quicksave Verfahren im Pausenmenu
+ original Spielernamen

- schlechte grafische Darstellung
- dudeliger Sound, der nach kurzer Zeit nervt
- konzeptionslose Tastenbelegung

ZUSATZINFOS / LINKS

- Publisher Konami

 

KONKURRENZ

- Droopy Tennis Open
- Tennis Davis Cup

WERTUNG

GRAFIK:
61%

MUSIK/SOUNDEFFEKTE:
40%

MULTIPLAYER:
68%

GESAMTWERTUNG:
52%

 

Meinungen, Anregungen und sonstiges zum Test bitte an info@mag64.de

Sämtliche Inhalte wie Bilder und Texte zu diesem Artikel sind geistiges Eigentum des Mag'64. Eine Benutzung oder anderweitige Verwendung darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Mag'64 erfolgen.

Zurück zum Seitenanfang